Da er das Thema „Wissen. Werte. Zukunft. Bildung zwischen ökonomischem Nutzen und humanistischem Ideal“ vorgegeben hatte, stand dem Landesvater natürlich auch das Schlusswort zu.
Unsere Bildungspolitik, so Pühringer, brauche keine Reformation, und sie sei auch kein Sanierungsfall. Was sie jedoch sehr wohl benötige, sei eine Weiterentwicklung. „Wir dürfen nicht defizitorientiert sein, sondern müssen hin zur Talenteorientiertheit. Die Frage muss sein: ,Was kannst du?‘“ Ein möglichst hoher Durchschnitt sei nicht das Ziel. Es müssen jene Fähigkeiten aktiviert werden, die auf Talente eingehen.
Allerdings, so der Landeshauptmann im Brustton der Überzeugung, müsse es auch in der Gesellschaft zu einem Umdenken, zu einer Veränderung kommen. „Unsere guten Lehrer haben es verdient, dass man ihnen Wertschätzung entgegenbringt.“ Für jene, die zwar in diesem Beruf, dort aber ungeeignet sind, hatte Landeshauptmann Josef Pühringer weniger Schmeichelhaftes parat. „Wir brauchen ein System, das diese Lehrer wieder herausbringt“, sagte er.
Die Reichersberger Pfingstgespräche seien keine Abrechnung mit dem derzeitigen Schulsystem gewesen. „Aber sie waren ein Plädoyer für die Weiterbildung.“
Bildungs-Landesrätin Doris Hummer hatte es in ihrem Referat auf den Punkt gebracht: „Talente sind die Basis unseres Lebensglücks.“
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