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„Obama weiß wahrscheinlich, dass in unserem Amerika alles klar ist!“

EITZING. Kurios: Bürgermeister Friedrich Freund lud US-Präsidenten Barack Obama vor einem Jahr ein, den Eitzinger Ort Amerika zu besuchen. Eine Antwort steht aus. Obama habe vermutlich in seinem eigenen Amerika genug zu tun.

Im Jänner 2009 gratulierte Friedrich Freund, Bürgermeister der Rieder Gemeinde Eitzing, in einem Brief ans Weiße Haus Barack Obama zu dessen Wahlsieg – und lud ihn ein, Eitzings Amerika zu besuchen. „Bislang haben wir keine Antwort erhalten“, so Freund mit einem Schmunzeln.

„Obama hat sicher sehr viele Briefe aus allen Kontinenten erhalten und kann nicht alle beantworten.“ Wiederholen werde Eitzing die Einladung eher nicht. „Vermutlich weiß Präsident Obama, dass in unserem Amerika alles in Ordnung ist und er in seinem Amerika ohnehin genug zu tun hat.“

Straße wie im Wilden Westen

Der Riese und der Zwerg: 300 Millionen US-Amerikanern stehen sieben „Eitzinger Amerikaner“ gegenüber – wohnhaft in zwei Häusern. „Unser Amerika besteht seit mindestens 160 Jahren“, sagt Bürgermeister Freund. Zur Namensgebung der Ortschaft kursieren mehrere Legenden. Einst sei ein Viehhändler aus Obernberg gekommen und habe konstatiert, dass die Straßen hier so schlecht seien wie im Wilden Westen. Eine weitere Legende besagt, dass ein „Eitzinger Amerikaner“ nach US-Amerika ausgewandert war und „reumütig ins schöne Innviertel zurückkehrte“.

Eitzing ist Zuzugsgemeinde und hat seit 2001 von 660 auf 750 Einwohner zugelegt. Der US-Hymne können die Innviertler mit dem „Eitzinger Liad“ Paroli bieten, in Sachen Gastfreundlichkeit stehen Eitzings gemütliche Wirtshäuser um nichts nach, am Beispiel der laufenden Schulsanierung ließe sich aus US-Sicht ungewohnt stabile Bauweise inspizieren. Eine potenzielle Hürde für einen Besuch Obamas in Eitzing ist jedenfalls aus dem Weg geräumt: In der Vergangenheit wurden Nutzer von Internet-Routenplanern fast ausschließlich in den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Höhnhart – oder nach Ampflwang-Eitzing gelotst.

Räuber mit Obama-Maske

„Wir haben die größeren Anbieter kontaktiert und zwischenzeitlich auch eine eigene Postleitzahl erhalten. Jetzt funktioniert die Routensuche in den meisten Fällen.“ Aus Imagegründen weniger Freude dürfte Barack Obama derzeit mit jenem Serienräuber haben, der wenige Kilometer von Eitzing-Amerika entfernt mit Obama-Maske getarnt eine Bank in Kirchheim überfiel und in St. Johann zuschlug.

Was den Eitzingern mangels Obama-Besuch erspart bleibt: Die Übersetzung der Ortschaft Sausack ins Englische.

Kommentare
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Artikel 19. März 2010 - 00:04 Uhr
Von Dieter Seitl
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Innviertel international: Der Weg nach Amerika wurde in Eitzing kreativ beschildert.  Bild: Wikipedia

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