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Neue Risiko-Software für Spital wurde von Schülern entwickelt

BRAUNAU. Eine junge Dame und zwei Burschen der HTL Braunau haben in Zuge einer gemeinsamen Diplomarbeit eine Software für das Risiko-Management des St.-Josef-Krankenhauses geschaffen, die alles Bisherige in den Schatten stellt.

„Ein dermaßen universelles und flexibles System wird noch nicht am Markt angeboten. Es entspricht haargenau allen unseren Praxisanforderungen und wird nun schrittweise in das EDV-System unseres Spitals übernommen“, so Primar Jürgen Barth vom Krankenhaus Braunau, der alles eingefädelt hatte und der voll des Lobes über die drei Schüler der Elektronik-Abteilung und ihren Projektbetreuer Hans Jakob ist.

Barth: „Ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem Bereich Risiko-Management und habe schon seit Längerem nach Möglichkeiten gesucht, die Qualitätssicherung im Bereich der Patienten- und Personalverletzungen zu verbessern. Wo immer es möglich ist, möchte ich bürokratische Prozesse vereinfachen. Mir war allerdings klar, dass dafür eine spezielle Software notwendig sein würde. Dank der HTL ist es gelungen, eine exakt auf unsere Bedürfnisse abgestimmte Lösung zu finden. Wir haben nun jederzeit einen aktuellen Überblick und können schneller und zielgerechter reagieren.“

Ausgangs- und Anknüpfungspunkt für Miriam Priller, Philipp Doms und Dennis Maier – sie besuchen den schulautonomen Zweig Media-Engineering – war das bestehende Risiko-Management im Krankenhaus Braunau. Bisher wurden Unfälle von Patienten und Mitarbeitern auf Papierformularen erhoben und dann vom Qualitätsmanager in einen Computer eingegeben.

Lückenhaft ausgefüllte oder schlecht lesbare Formulare, aber auch die zeitverzögerte Erfassung, waren dabei ein großes Problem. Die Schüler entwickelten deshalb eine spezielle Software, die den gesamten Arbeitsablauf übernimmt – angefangen von der Eingabe bis hin zum Erstellen von Übersichten bzw. von Reports.

„In enger Zusammenarbeit mit der EDV-Firma des Krankenhauses ist“, so Anton Planitzer, der Bildungsbeauftragte der HTL, „eine Software geschrieben worden, die es möglich macht, dass von den mehr als 200 PCs im Spital Schadensmeldungen über Patienten- und Personalverletzungen in entsprechenden Formularen erstellt werden können, um sie dann in einer einzigen Datenbank zusammenzuführen. Zusätzlich wurde für die Auswertung der Daten ein einfach zu bedienender und sehr flexibel arbeitender Report-Generator erstellt.“

Eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen System stellt auch die Möglichkeit der anonymen Fehlermeldung dar. Insbesondere von dieser neuen Funktion werden zusätzliche Fortschritte im Bereich Qualitätssicherung erwartet.

Dass es überhaupt zu der Projektentwicklung kam, ist dem vorjährigen Tag der offenen Tür in der HTL Braunau zuzuschreiben. Primarius Jürgen Barth zählte damals zu den Besuchern. Zufällig kam er mit Hans Jakob ins Gespräch und erzählte ihm von seinen Sorgen. Wenig später ging das Team Priller/Doms/Maier an die Arbeit – das Resultat ist bekannt. (ho)

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Artikel 08. März 2010 - 00:04 Uhr
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Gruppenbild mit Dame: Jürgen Barth (li.), die drei erfolgreichen jungen Tüftler und Projektbetreuer Hans Jakob  Bild: HTL

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