Sie sprechen beide nahezu akzentfrei deutsch und können mit dem Ausdruck „Türkendisco“ gar nichts anfangen. Jeder sei willkommen, es handele sich um einen ganz normalen Discobetrieb, auch wenn es innerhalb Orts gewisse Vorbehalte gebe. Wie berichtet, wehrt sich die VP gegen das Lokal und wirft dem FP-Bürgermeister Tatenlosigkeit vor.
Dass die Nachbarn gewisse Bedenken haben, können Haydar Uludag und sein Schwager Ali Özcan verstehen. „Wir wollen es besser machen als unser Vorgänger und werden uns Mühe geben, dass wir ein nettes Miteinander haben und gut auskommen.“
Das scheint Nachbar Herbert Huber zu gefallen, er folgte gestern Vormittag einer ersten Einladung ins neue Lokal: „Vorher war es reinster Terror, was sich hier abgespielt hat, es war nur laut. Von Lebensqualität konnte keine Rede sein. Das will ich nicht wieder so haben.“
Die beiden Betreiber beruhigen und erzählten von ihren Plänen: „Wir werden einen Sicherheitsdienst einsetzen, der auch dafür sorgt, dass vor dem Lokal Ruhe herrscht.“ Zudem wurde ein Fingerprint-System installiert. Gäste können sich mit ihrem Fingerabdruck registrieren lassen. „Das verschafft uns gewisse Vorteile, wir können so die Jugendschutzbestimmungen einhalten, weil niemand unter 18 Jahren registriert und eingelassen wird. Außerdem können wir auch Leute ausschließen, die aus welchen Gründen auch immer Lokalverbot haben. Raufer können wir nicht brauchen“, sind sich Uludag und Özcan einig.
Geplant ist auch der Betrieb einer Pizzeria und eines Cafes. „Wir wollen außerdem einen Pizza-Zustelldienst einführen. Das wird allerdings noch ein wenig dauern, weil wir noch technische Probleme haben. Die Eröffnung des Lokals findet heute Abend statt. Sollten Probleme auftauchen, werden wir uns gerne mit den Nachbarn zusammensetzen und nach Lösungen suchen.“
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