Clemens und Emma Rosenfels lebten mit ihren zehn Kindern in der Gemeinde Weng. Die Familie war akzeptiert, die Kinder wurden hier getauft, gingen hier zur Schule. Eine völlig normale Familie wie jede andere auch – nur waren sie Sinti.
Auf einmal waren die Rosenfels weg. „Was ist mit ihnen passiert?“ Dieser Frage ging „Exo 200“ nach. Die Truppe rund um Projektleiter Manfred Germann machte sich auf die Suche nach Zeitzeugen und Fachleuten – mit Mikrofon und Kamera im Gepäck.
Unter anderem wurde eine Zeitgeschichtefahrt durch den Bezirk Braunau organisiert. Die Reise ging auch nach St. Pantaleon und Haigermoos, zum Gelände des ehemaligen Zigeunerhaltelagers aus der NS-Zeit. Tatsächlich stießen dort die Forscher auf den Namen Rosenfels, die Familie war eine der ersten, die im Jänner in das Lager eingeliefert wurde. Der Kulturverein drehte einen Dokumentarfilm unter dem Titel „Die Rosenfels. Eine Familie aus Weng“. „Wir wollen in Erinnerung rufen. Es geht darum, auch die mittlere und jüngere Generation mit dieser Geschichte zu konfrontieren. Das ist ja auch unsere Geschichte. Es geht nicht darum, jemanden anzuklagen. Aber wir wollen das festhalten“, sagt Germann.
Die Premiere findet am Freitag, dem 13. November, um 20 Uhr im Gasthaus Zillner in Weng statt. Der Film dauert 45 Minuten, anschließend steht ein Podiumsgespräch auf dem Programm.
Kurzfilmreihe in Weng
Tags darauf präsentiert das Kulturkombinat ab 20 Uhr an derselben Örtlichkeit zum fünfjährigen Bestehen eine Filmreihe mit Eigenproduktionen, darunter „König aus Leidenschaft“, der den Saal des Simbacher Kinos zehnmal füllte und damit „Rambo“ besiegte.
ohne die vorarbeiten von ludwig laher aus st.pantaleon wüßten wir nichts über die familie rosenfels. der film ist sicher spannend und sehenswert!