Zunächst sah es so aus, als würde keiner der sprachgewandten Spitzenpolitiker dem anderen wehtun und seine Rhetorikwaffe auspacken wollen. Beide antworteten sachlich und besonnen auf die Fragen, die ihnen OÖN-Chefredakteurstellvertreter Wolfgang Braun stellte. Doch mit fortschreitender Diskussionsdauer wurde es heftiger. Selbst der Souveräne, das zahlreich erschienene Wahlvolk, zeigte Emotionen im Keine-Sorgen-Saal.
Einmal sah sich SP-Chef Erich Haider sogar höchstpersönlich dazu gezwungen, eine Zuruferin einzubremsen. „Schreien Sie doch nicht schon wieder Nein, Sie gute Frau“, sagte der Pühringer-Herausforderer, als diese mit einer Haider-Aussage offenbar gar nicht einverstanden war.
Thematisch drehte sich ganz viel um Bundes- und weniger um Landespolitik, regionale Angelegenheiten wurden nur gestreift. Beim Bereich Fachhochschulen ließ Erich Haider jedoch aufhorchen. Während Pühringer aus Kostengründen für eine Standort-Aufteilung ist, will der SP-Chef eine eigene Fachhochschule für das Innviertel. „Die Kosten für eine Fachhochschule halten wir auf alle Fälle aus. Das Innviertel braucht eine und es kriegt auch eine“, versprach er. (ho)
Frau steckte eine Stunde mit Fuß in Zehn-Zentimeter-Spalt fest
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