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Politischer „Schrittmacher“ bringt Rieds Herzzentrum zum Pulsieren

RIED. Die Landtagsparteien haben im Streit um zusätzliche Koronarangiographien einen Ausweg gefunden. Nach dem Standort Braunau-Simbach soll auch das Krankenhaus Ried ein modernes Herzgerät erhalten.

Spielt auch die Bundes-Gesundheitsagentur mit, steht einer besseren Herzversorgung der Patienten im Innviertler Schwerpunkt-Krankenhaus in Ried nichts mehr im Wege.

„Wir können bald eine nachhaltig gesicherte Herzversorgung auf dem Niveau moderner Medizin bieten“, freut sich Primarius Wolfgang Brandtner, der ärztliche Leiter und Geschäftsführer des Rieder Spitals. Künftiger Partner werde das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz sein. Die Einrichtung gehört so wie jene in Ried zur Vinzenz-Gruppe.

Brandtner: „Auch die Bestellung der ärztlichen Leitung unserer neuen, kardiologischen Abteilung steht kurz vor der Entscheidung.“

Der unter Führung von Landeshauptmann Josef Pühringer und Gesundheits-Landesrätin Silvia Stöger ausgehandelte und von sämtlichen Parteien akzeptierte Kompromissvorschlag sieht vor, die Krankenhaus-Standorte Ried, Steyr und Vöcklabruck mit Koronarangiografien auszustatten.

Um von Beginn an die beste medizinische Qualität zu garantieren, wird ein Kooperationsmodell zwischen den geplanten und den bereits bestehenden Koronarangiografie-Einheiten festgelegt.

Diese Personalpartnerschaft bringe, wie der Landesvater in einer Aussendung mitteilt, ökonomische Vorteile. Je nach Frequenz und Standort betrage die Einsparung zwischen 200.000 und 300.000 Euro pro Jahr.

Drei Jahre nach der Installierung der für ein Herzzentrum unverzichtbaren Geräte werde standortspezifisch – was auch im Sinne der geforderten Kontrolle des Rechnungshofes sei – eine Bewertung bzw. Beurteilung stattfinden, die in den Händen externer Experten liegen werde.

Pühringer: „Dabei werden nicht nur die Frequenz und Qualität geprüft, sondern auch die Auswirkung auf die Herzinfarkthäufigkeit bzw. -sterblichkeit in der Region. Auf Basis dieser Evaluierung werden sich die Vertreter der im oberösterreichischen Landtag sitzenden Parteien auf die endgültige Fixierung der Standorte und der Betriebsart festlegen.“

Landeshauptmann Josef Pühringer sei es wichtig, „dass erstens die Anliegen der Regionen berücksichtigt werden, zweitens die Kritik des Rechnungshofes nicht ignoriert wird und sich drittens die Kosten im verträglichen Ausmaß halten“.

Hoch erfreut zeigt sich VP-Gesundheitssprecher Walter Aichinger. „Endlich ist Bewegung in die lähmende Diskussion über die regionale Versorgung von herzkranken Menschen gekommen“, so der Primararzt.

Ein Drittel Akutfälle

Dank des ausgehandelten Kooperationsmodells würden bestens qualifizierte Medizinerinnen und Mediziner aus den Zentren in die Regionen kommen und nicht umgekehrt. Oberösterreich habe damit eine Schrittmacher-Rolle bei der Versorgung herzkranker Menschen in der Republik übernommen. Die Grünen machen sich für einen Ausbau des Präventionsangebots stark.

Das Krankenhaus Braunau betreibt am Partnerstandort Simbach bereits seit Monaten eine Koronarangiografie, die sich hervorragend bewährt. Ein Drittel der Patienten sind Akutpatienten, bei denen weite Wege in den Zentralraum äußerst ungünstig wären. (ho)

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Es ist · von hippokrates (378) · 29.06.2009 12:09 Uhr

eine Ungeheurlichkeit, was sich der schwarze LR Aichinger leistet.
Er selbst hat jahrelang für seinen Gott Artmann die Einrichtung von Koronarangiographien blockiert und jetzt vor den Wahlen ist er erfreut , dass endlich eine Lösung gefunden wird. Treten Sie zurück Herr LR, sie sind politisch untragbar!!

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Artikel 26. Juni 2009 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Politischer „Schrittmacher“ bringt Rieds Herzzentrum zum Pulsieren

Modernes Diagnose- und Behandlungsgerät soll helfen, die hohe Innviertler Sterberate bei akutem Infarkt zu senken.  Bild: philips

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