„Wir wollen das System im Innviertel entwickeln und dann auf andere Regionen im Land ausdehnen“, sagt Tobias Plettenbacher von der Nachbarschaftshilfeorganisation „Timesozial“. Mittels Anreizen soll die neue Innviertler Zweitwährung schwungvoll im Umlauf gehalten werden.
Leute kaufen Gutscheine und bezahlen damit in teilnehmenden Betrieben: Auch die Betriebe sollen sich gegenseitig mit der Zweitwährung entlohnen, um das Geld in der Region wirken zu lassen. „Tauschen sie in Euro zurück, verlieren sie je nach Branche bis zu sieben Prozent.“
Geld, das an gemeinnützige Organisationen wie Feuerwehren geht. „Diese werden ihre Mitglieder naturgemäß dazu anhalten, mit der Regionalwährung zu bezahlen. Das nützt den teilnehmenden Betrieben, weil das Geld nur bei ihnen ausgegeben werden kann“, sagt Plettenbacher. Bleibt die Zweitwährung länger als ein Jahr beim selben „Besitzer“, verlieren die betroffenen Währungsgutscheine zwei Prozent ihres Wertes. Letzteres schaffe einen krisensicheren Kreislauf. „Um nichts einzubüßen, werden die Menschen somit auch in Krisenzeiten Geld ausgeben.“
In Vorarlberg habe sich das Modell als großer Erfolg herausgestellt. „Zwei Drittel der Vorarlberger Gemeinden wollen sich daran beteiligen.“ Gegen Jahresende soll die Innviertel-Währung in Umlauf kommen, ein Antrag auf Starthilfe ist beim Land bereits eingebracht. „Wir haben im ganzen Innviertel Betriebe, die mitmachen wollen.“
Auch Bayern dabeiBereits vor dem Start regt sich Interesse aus Bayern. „Simbach macht mit. Wir können die erste grenzüberschreitende Regionalwährung schaffen“, sagt Plettenbacher. Die angedachte Währungsbezeichnung „Innviertler“ werde im Hinblick auf Bayern geändert – voraussichtlich in „Regio am Inn“. Am Donnerstag, 14. Mai, gibt Experte Rolf Schilling ab 20 Uhr im Rieder Bildungszentrum St. Franziskus am Beispiel Vorarlberg Einblick in die Welt der Zweitwährung.
Ohne Militär ist keine Währung zu halten - das wissen wir schon seit dem WWW = WörglerWirtschaftswunder, welches von der Nationalbank mit Panzervorrückungsdrohung abgestellt wurde.
Wir haben den Feind im Land, nämlich die Österreichische Nationalbank und ihre Vasallen im Parlament.
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