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Wo die Quelle der Mattigtal-Forelle entspringt

MATTIGHOFEN. Aus unserer Serie "Innviertler Schmankerl": Die Fischerei Baumgartner in Mattighofen ist Produzent der weitum beliebten Mattigtal-Forelle.

Wo die Quelle der Mattigtal-Forelle entspringt

Die Mattigtalforellen der Familie Baumgartner Bild:

Die Bachfischerei Baumgartner ist die Quelle der Mattigtal-Forelle – eine Marke, die bereits weit über die Talgrenze hinaus bekannt ist. Vier Produzenten gibt es im Bezirk Braunau, einer sind die Baumgartners aus Mattighofen. Die Genussregion "Mattigtal-Forelle" wurde 2008 ins Leben gerufen.

Die Fischerei Baumgartner beginnt beim Quellursprung des Kühbachs, dem Kaltwasserbringer der Mattig. "Die Quelle ist unbezahlbar und ausschlaggebend für die Fischqualität. Die Wassertemperatur liegt überwiegend bei acht Grad Celsius, im Sommer sind es manchmal auch zehn", sagt Ulrike Sander-Baumgartner.

Zehn bis 15 Tonnen Fisch befinden sich derzeit in der naturbelassenen, drei Hektar großen Fischerei: Bach-, Regenbogen- und Lachsforellen, Saiblinge und Huchen. Letztere sind nicht zum Verzehr gedacht, denn sie gelten bei den Baumgartners neben Hund Felix zu den Haustieren. Filetiert, mariniert, küchenfertig, geräuchert und gebeizt werden die Fischprodukte auf Wochenmärkten und ab Hof angeboten.

Die Nachfrage ist groß. "Es herrscht generell Fischmangel", sagt Heinz Baumgartner. Der Selbstversorgungsgrad ist klein, die Baumgartners schätzten ihn nur auf sechs Prozent. Der Rest wird importiert.

Wo die Quelle der Mattigtal-Forelle entspringt

Heinz Baumgartner und Ulrike Sander-Baumgartner.

Die Zukunft des Betriebes, dessen Geschichte bis 1829 zurückreicht, ist gesichert. Sohn Philipp wird nach Absolvierung des Fischermeisters den Betrieb weiterführen. Damals, vor 188 Jahren, wurde Fischerei erstmals urkundlich erwähnt. "Diese Quelle hat bereits um 1900 der Wasserversorgung der Stadt Mattighofen gedient. Das Trinkwasser wurde damals im "Wasserturm" gelagert", sagt Sander-Baumgartner.

Unter natürlichen Aufzucht-Bedingungen wachsen die Fische langsam heran und bilden feines, festes Fleisch. 300.000 Fischeier wurden im Herbst abgestreift, befruchtet und in einem Art Brutkasten aufgelegt. Forellen sind Herbstlaicher, vom Ei bis zum Speisefisch dauert es zwei bis drei Jahre. Privat isst Ulrike ihren Fisch am liebsten nur mit Salz. Ihr Tipp: den Fisch am Vortag einsalzen, am nächsten Tag in eine Alufolie wickeln und ab in den Ofen. Beruflich bereitet sie auch Fischspießchen, Fischleibchen, Fischpfanne, Aufstriche, Salate, Fischsuppen, -Röllchen und -Sugo zu. Ihre Produkte wurden bereits bei verschiedenen Qualitätswettbewerben mehrfach ausgezeichnet.

Ab Hof (Höpflinger Weg 2 - 4) werden die Produkte immer dienstags und mittwochs von 10 bis 15 Uhr, donnerstags 15 bis 18 Uhr und samstags 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung unter 0664/2802944 angeboten.

 

Rezept: Saiblingaufstrich mit Kren und grünem Peffer

60 dag geräucherten Saibling faschiert
2 bis 2,5 Becher Sauerrahm
Kren
eingelegter grüner Pfeffer nach Belieben
alles vermengen und mit Salz abschmecken

(Mengenangaben für zirka ein Kilo Aufstrich)

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Artikel Marina Mayrböck 07. Juli 2017 - 12:00 Uhr
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