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Vom Haunsberg aus in die unendlichen Weiten des Weltalls

NUSSDORF/OSTERMIETHING. Neue Sternwarte wird im Flachgau gebaut – 2,4 Millionen Euro betragen die Projektkosten.

Vom Haunsberg aus in die unendlichen Weiten des Weltalls

So wird die neue Sternwarte am Haunsberg aussehen. Bild: Architekturbüro Berger/Hofmann, Visualisierung: P. Kröll

Wer derzeit zum Haunsberg im Salzburger Flachgau blickt, erkennt neben der Radarstation am Grat zwei Kräne. Sie künden vom Bau der neuen Sternwarte des Hauses der Natur ebendort. Der schreitet seit einigen Wochen zügig voran. Im Sommer 2018 sollte eröffnet werden, sagte der Direktor des Hauses der Natur, Norbert Winding, kürzlich. Die Arbeitsgruppe für Astronomie begutachtete insgesamt 19 Standorte für die neue Sternwarte in Salzburg und Umgebung. Die Dunkelheit der Umgebung war bei der Auswahl besonders wichtig. Schließlich fiel die Entscheidung für den Standort am Haunsberg in unmittelbarer Nähe des Gasthofes Kaiserbuche im Gemeindegebiet von Nußdorf.

Ziele der neuen Sternwarte

Neben dem wissenschaftlichen Anspruch bildet der Bildungsauftrag einen Schwerpunkt. Möglichst viele Menschen sollen für Astronomie und Weltraumforschung begeistert werden. Einen Tag pro Woche wird die Sternwarte ohne Voranmeldung für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Regelmäßige Führungen, Vorträge und Veranstaltungen zu besonderen Himmelsereignissen sollen das Publikum an die Sternwarte binden. Die barrierefreie Zugänglichkeit wird ebenfalls gegeben sein. Das Observatorium bietet auch für Astronomie-Interessierte aus unserem Bezirk eine Anlaufstelle, da es für sie die nächste öffentlich zugängliche Anlaufstelle sein wird. Zwei Kuppeln mit jeweils sechs Metern Durchmesser werden je ein Spiegelteleskop beherbergen. Bis zu 50 Besucher können in einer der Kuppeln Platz finden. Im wissenschaftlichen Bereich wird auf die Jagd nach Kleinplaneten und Kometen gegangen werden. Schulen und Astronomie-Studenten der Innsbrucker Universität können sich künftig online in das System einwählen. Eine Besucherterrasse und ein Vortragsraum für etwa 150 Besucher sind für das breite Publikum gedacht.

Privater, großzügiger Sponsor

Die Gesamtkosten betragen rund 2,4 Millionen Euro. Ein anonymer, privater Sponsor übernimmt die Hälfte des Betrages. Darüber hinaus unterstützen das Land Salzburg, die Anrainergemeinden Nußdorf, Obertrum und Anthering sowie die Salzburg AG das Projekt. Über eine Bausteinaktion kann sich überdies jeder auch mit kleinen Beträgen beteiligen. Sternfreunde blicken der Eröffnung im Sommer 2018 erwartungsvoll entgegen und hoffen auf viele klare Nächte.

Sterne schauen

 

Anlässlich der diesjährigen Astronomietage veranstalten die Vereinsmitglieder von „L(i)ebenswertes Ostermiething“ einen öffentlichen Beobachtungsabend des Sternenhimmels mit Hobby-Astronom Manfred Fischer aus Ostermiething.

Beobachtet wird am Freitag, 29. September, ab 19 Uhr auf dem Parkplatz der Fahrschule Scharinger im Gewerbegebiet. Je nach Dunkelheit werden der Mond, der Planet Saturn mit seinen Ringen, die Raumstation ISS, einige Sternbilder, die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie ins Visier genommen. Fischer stellt sein Teleskop (152mm) sowie ein Fernglas (10 x 50 mm) auf Stativ zur Verfügung. Eigene Ferngläser bitte mitnehmen.

 

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Artikel Manfred Fischer 28. September 2017 - 12:04 Uhr
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