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Verzögerungen bei Vergabe von Langzeitpflegeplätzen

BRAUNAU. Die Österreicher werden durchschnittlich immer älter. Vor allem im Pflegebereich stellt das die Organisationen vor enorme Herausforderungen. Prekär ist die Situation derzeit im Bezirk Braunau.

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(Symbolbild) Bild: Wodicka

Er habe vom Sozialhilfeverband (SHV) Braunau erfahren, dass es für die nächsten Wochen keine Aufnahmen zur Langzeitpflege in SHV-Heimen des Bezirks gebe, sagt ein Mann, der anonym bleiben möchte, im Gespräch mit den OÖN. "Als ich nach dem Grund gefragt habe, wurde mir gesagt, dass sich die zwei Personen, die für die Aufnahmeformalitäten zuständig sind, im Langzeitkrankenstand befinden." Es herrsche absoluter Personalmangel, daher müssten die Personen, die einen Heimplatz benötigen, derzeit auf die angebotene Kurzzeitpflege zurückgreifen. Diese Kurzzeitpflege sei auch mit wesentlich höheren Kosten verbunden, so der Mann.

Braunaus Bezirkshauptmann Georg Wojak betont gegenüber den OÖN, dass es keinen Aufnahmestopp bei Langzeitpflegeplätzen in den Seniorenheimen des Bezirks gebe. Er räumt aber ein, dass es zu Verzögerungen komme. "Seit Wochen sind zwei Vollzeitmitarbeiter leider erkrankt. Unsere Mitarbeiter in der Sozialabteilung tun ihr Bestmöglichstes, um die Rückstände abzuarbeiten", so Wojak, der auf Personalkürzungen hinweist. Waren es 2008 noch 108 Vollbeschäftigte bei der Bezirkshauptmannschaft Braunau, so sind es aktuell nur noch 97,5 Vollbeschäftigte. "Bei diesen personellen Engpässen schmerzen uns natürlich zwei Langzeitkrankenstände in einer Abteilung sehr."

Wie lange die beiden Mitarbeiter nicht zur Verfügung stehen, dürfte derzeit noch nicht absehbar sein.

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Artikel Thomas Streif 22. Februar 2016 - 03:04 Uhr
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