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Über stille Wasser und Film-Freunde

MUNDERFING. Der neue Film des Munderfinger Freundeskreises "Wunderkreis" heißt "Stille Wasser" und behandelt ein ernstes Thema.

Über stille Wasser und Film-Freunde

Sebastian Paischer (vorne rechts) übernahm die Hauptrolle. Bild: wunderkreis

Sie haben es schon wieder getan. Zweieinhalb Jahre lang dauerte er diesmal: Der neue Film des Munderfinger Freundeskreises "Wunderkreis". Der Film "Stille Wasser" behandelt ein ernstes Thema: Nachdem sich Flos bester Freund das Leben genommen hat, ist dieser am Boden zerstört. Monatelang ist er zu nichts zu gebrauchen, gibt sich selbst die Schuld am Selbstmord seines Freundes Andi. Bis er diese Schuldgefühle auf jemand anderen überträgt: Andis Chef. Der mochte ihn sowieso nicht und jetzt soll er dafür büßen. Hartnäckig bleibt er dran, dem Standortleiter eines internationalen Konzerns irgendwelche strafbaren Handlungen nachzuweisen.

Großer Erfolg mit "Wüdara"

Flo wird gespielt von Sebastian Paischer. Er hatte auch schon eine wichtige Rolle im ersten großen Film der Munderfinger Freunde "Dem Wüdara" – er spielte einen der Polizisten. Der Erfolg mit diesem sehr Munderfing spezifischen Film (700 Gäste bei der Premiere, 55.000 YouTube-Aufrufe, elf Vorstellungen im Biz) ermunterte die acht Freunde weiterzumachen. "Wir wollten etwas mit einer Tauchszene machen, vom Wald- zum Seen-Thema", erklärt Leonhard Moser, Kameramann und Drehbuchautor. Letztendlich ist die Tauchszene im Film nur zehn Sekunden lang – gedreht wurde sie übrigens im Mattighofner Freibad. Dreieinhalb Monate dauerten die Dreharbeiten in Lochen, Mattighofen, Matsee, Linz, Munderfing und sogar in Italien. Laienschauspieler vom Theaterverien St. Pantaleon und Lochen übernahmen Rollen und auch Hans Moser – der Mann, der den Wilderer im vorherigen Film jagt, hat eine Rolle bekommen. "Wir haben oft nachts gedreht. Gruppenszenen drehen war sehr schwierig, weil natürlich die Termine abgestimmt werden mussten", sagt Leonhard Moser. Ein Jahr lang wurde am 90-seitigen-Drehbuch geschrieben, der finale Schnitt ist bald getan.

Viel Equipment selbst gebaut

"Das ist schon sehr aufwändig. Wir haben auch viel Technik selbst gebaut und entwickelt", erklärt Valentin Moser, ebenfalls Kameramann. Das ganze Team ist übrigens nicht gerade Film-unerfahren, hat es doch bereits mit mehreren kleineren Projekten ihre Leidenschaft für das Filmemachen entdeckt.

Doch neue Herausforderungen werden vom "Wunderkreis" gerne angenommen. Ob es noch einmal einen so aufwändig gemachten Film von Tobias Kriechhammer, Gerald Emersberger, Martin Schalk, Valentin Moser, Sebastian Paischer, Christopher Maier und Martin und Leonhard Moser geben wird, steht noch nicht fest. "Wir beenden ja bald das Studium, da wird wahrscheinlich für solche Projekte nicht mehr viel Zeit bleiben", sagt Leonhard Moser.

Sein Bruder Valentin und er wollen aber dem Filmemachen auch beruflich treu bleiben. Sie machen sich selbstständig und wollen vor allem Werbefilme drehen. Zuerst muss aber die Premiere von "Stille Wasser" über die Bühne gehen. Sie ist am Freitag, 15., und Samstag, 16. September, Beginn 20 Uhr, Einlass 18.30 Uhr, in der großen Halle von Transporte Graf in Munderfing. Tickets gibt es im Gemeindeamt.

Den Trailer zum neuesten Film "Stille Wasser":

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Artikel Magdalena Lagetar 03. September 2017 - 12:01 Uhr
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