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Oberösterreich  > Innviertel

Stadtkern beleben, Grünes bewahren

BRAUNAU. Grüne: Wie Braunau zukunftsfit wird

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Nationalratskandidatin Gabriela Moser und Bundesrat David Stögmüller bei einer Pressekonferenz in Braunau. Bild: Foto: mora

Von einer Begegnungszone am Stadtplatz bis zum Verzicht auf Glyphosat im gesamten Stadtgebiet reichen die Vorschläge der Grünen, mit denen sie die Stadt Braunau zukunftsfit machen will. Bundesrat David Stögmüller fordert ein Verkehrskonzept, das ein Parkleitsystem, sichere Rad- und Gehwege beinhaltet. “Der Citybus gehört ausgebaut, er soll auch samstags fahren“, verweist der Braunauer auf um ein Drittel gestiegene Fahrgastzahlen. Was zwischen Salzburg und Freilassing schon seit Jahrzehnten funktioniere, müsse auch in Braunau möglich sein, fordert er eine Verbindung nach Simbach. 

„Ich kann mir kein Elektro-Auto kaufen, weil es in meinem Wohnumfeld keine Ladestation gibt“, sagt Stögmüller, der in einem Mehrparteienhaus lebt. Eine Park-and-Ride-Anlage mit versperrbaren Fahrradboxen will er beim Bahnhof: „Und die Elektrifizierung der Bahnstrecke. Weg von den umweltschädigenden Dieseltriebwägen“. Auch die Fachhochschule Innviertel ist für ihn immer noch Thema. Allerdings hat er die Schwerpunkte Technik und Gesundheit im Fokus, diese würden am besten zu Braunau passen.

„Den Lehrlingsmangel angehen, flexible Kinderbetreuungseinrichtungen und ein barrierefreies Braunau“, sprudeln weitere Ziele aus dem Grün-Politiker heraus. Weil es mehr ältere und mehr pflegebedürftige Einwohner geben wird in Zukunft, seien die Versorgung mit Hausärzten und ein Supermarkt am Stadtplatz wichtige Themen. 

Auf den neuen Motorikpark in der Braunauer Au ist Stögmüller stolz und verweist in diesem Zusammenhang auf den Arzt Kurt Roitner als Ideengeber. Verkehrskonzept und Parkleitsystem seien da wichtig: “Wir wollen nicht, dass die Besucher unten in der Au parken.“ Auch das Grüne Kernthema Bodenverbauung spricht der Braunauer an und schlägt eine Brücke zum Leerstand in der Innenstadt. In Deutschland werden nachhaltige städtebauliche Programme gefördert, zitiert er ein Vorbild. Und schlägt eine Differenzierung vor: Schärding sei Tourismusstadt, Ried Einkaufsstadt, Braunau brauche auch einen Schwerpunkt, sagte er und nannte Kunst oder Sport als Möglichkeiten. 

Dass auch leistbare Wohnungen für die Entwicklung einer Stadt wesentlich sind, betont Nationalrats-Kandidatin Gabriela Moser beim Pressegespräch. Sie setzt sich für gesetzlich geregelte Mietzinsobergrenzen, transparente Vergabelisten und Sanierung von Gebäudesubstanz ein.

„Es ist ein Grüner Erfolg: Jahrelang haben wir einen Verzicht auf Glyphosat gefordert. Auf den Flächen, die die Stadtgemeinde betreut, wird es nicht mehr verwendet“, freut sich David Stögmüller und verfolgt weiter, dass das Verbot auch auf private Gärten im Stadtgebiet ausgeweitet wird. Stolz ist der Politiker auf seine Heimatstadt in Sachen Erneuerbare Energie. „Da sind wir gut aufgestellt“, verweist er auf Solarschulen und -kindergärten, auf Erdwärme und die erste LED-Flutlichtanlage Österreichs auf der Sportanlage in Laab. 

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Artikel Von Monika Raschhofer 04. Oktober 2017 - 14:03 Uhr
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