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Seit einer Krankheit setzt Innviertlerin auf die Heilkraft der Natur

SANKT RADEGUND. Daniela Moser (40) ist Kräuterfrau – ihr Wissen über die Natur gibt sie in Kursen weiter.

Seit einer Krankheit setzt Innviertlerin auf die Heilkraft der Natur

Daniela Moser aus St. Radegund beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Wirkung der Kräuter und mit den Heilkräften der Natur. Bild: privat

Kräuterhexe. Nein so will sie nicht bezeichnet werden. Das klingt zu verschroben und nach Kesselchen mit Wässerchen und Tinkturen à la Miraculix. Viel lieber bezeichnet sich Daniela Moser als Kräuterfrau. "Ich war schon als Kind sehr naturverbunden. Vielleicht liegt es daran, dass mein Vater Biologe war. Mich hat das, was mich draußen umgeben hat, immer fasziniert", erzählt die 40-jährige Radegunderin, die eigentlich eine Ausbildung an der Handelsakademie abschloss und jahrelang als Trainerin am Berufs- sowie am Wirtschaftsförderungsinstitut arbeitete.

So richtig für die Heilkräfte und Wirkungen des Pflanzenreichs begann sich Moser zu interessieren, als bei ihr in jungen Jahren Neurodermitis diagnostiziert wurde – besonders stark ausgeprägt. Also mussten Alternativen aus der Natur her. "Ich war immer schon sehr kritisch und habe gemerkt, dass mir chemische Mittel nicht helfen." Mit Neugierde und Erfolg wuchs auch das Wissen, das Moser seit mehr als zwei Jahren in Kursen weitergibt. "Ich hab’ vor 17 Jahren eine Heilpraktische Ausbildung an der deutschen Paracelsus Schule Freilassing gemacht, vor drei Jahren kam eine Ausbildung nach der traditionellen europäischen Heilkunde, kurz TEH, dazu", erzählt die gebürtige Salzburgerin und Mutter von drei Kindern (14, zwölf und fünf Jahre alt).

Ihre Motivation ist, Wissen, längst vergangener Generationen weiterzugeben, neu ausarbeiten und nutzbar zu machen. "Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im letzten Jahrhundert haben es viele als nicht mehr notwendig gesehen, die Natur zu beobachten und sie zu nützen. Der chemische Weg wurde gewählt, oft mit Nachwirkungen", erzählt Moser über die Gründe, warum Heilpflanzen und die Kenntnisse darüber nicht mehr eingesetzt wurden.

Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet, denn das Bedürfnis nach natürlichen Hilfsmitteln in Küche, Kosmetiklade und Apothekerschrank wachse stetig. "Besonders junge Mütter, die zu mir zur Stillberatung kommen, und die von den Eltern wenig bis kein Wissen über Heilpflanzen mit auf den Weg bekomme haben, sind neugierig." Bewusstseinsbildung lautet das Zauberwort und ist ein wesentlicher Aspekt ihrer Kurse. "Es gehört auch aufgezeigt, dass der Mensch keinen Raubbau betreiben soll, dass Pflanzen geschützt und mit Maß und Ziel genommen werden." Sie selbst schwört auf verschiedene Kräuter, die von vielen Gartenbesitzern als Unkraut verteufelt werden – wie etwa der Löwenzahn, Spitzwegerich, Holunder sowie die Schafgarbe.

"Bin keine Ärztin, heile nicht"

Ihre Schätze, die Moser aus ihrem etwa 1000 Quadratmeter großen Garten pflückt und ausgräbt, werden verkocht, zu Smoothies, Kräutersalz, Salben oder Tinkturen verarbeitet. "Das mache ich nur für die Familie, nicht für Außenstehende. Mein Auftrag ist, aufzuzeigen und Wissen weiterzugeben. Ich bin keine Ärztin, ich heile auch niemanden, denn das macht der Körper selbst. Ich bin aber dazu da, Selbstheilungskräfte zu aktivieren", sagt Moser selbstbewusst.

 

Termine und Infos

Ein Überblick über die nächsten Heilpflanzen-Vorträge:

Räuchern zu Lichtmess: Donnerstag, 28. Jänner, ab 19 Uhr, Anmeldung bis 21. Jänner

Wickel, Auflagen und Hausmittel: Donnerstag, 25. Februar, ab 18.30 Uhr, Anmeldung bis 11. Februar.

Frühlingsfit mit Wildkräutern: Donnerstag, 7. April, ab 18.30 Uhr, Anm. bis 24. März.

Die ersten drei genannten Termine finden beim Erlebnishof Sommerauer in Tarsdorf statt.

Frühlingskräuter-Wanderung: Samstag, 16. April, ab 9 Uhr, St. Radegund, Treffpunkt wird bei Anmeldung (bis 9. April) bekanntgegeben.

Anmeldung bei Daniela Moser unter 062788848 und per E-Mail: office@heilpflanze.at

Weitere Informationen und Termine bei Daniela Moser und online auf ihrer Homepage www.heilpflanze.at

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Artikel Valentina Dirmaier 24. Januar 2016 - 18:03 Uhr
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