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Sechstes Windrad genehmigt – Bau dürfte aber noch auf sich warten lassen

MUNDERFING. Behördenverfahren für sechste Anlage in Munderfing dauerten mehr als zwei Jahre.

Sechstes Windrad genehmigt – Bau dürfte aber noch auf sich warten lassen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 33,05 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, so die Betreiber. Bild: Energie AG/Astrid Knie

Fünf Windkraftanlagen sind im Munderfinger Kobernaußerwald in Betrieb, nun ist auch ein lange geplantes sechstes Windrad genehmigt, so Erwin Moser, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Die Errichtung dürfte aber noch auf sich warten lassen. Mehr als zwei Jahre hat es gedauert, bis alle Behördenverfahren für die Genehmigung der geplanten sechsten Windkraftanlage abgeschlossen werden konnten.

Obwohl schon fünf Anlagen bestehen, mussten wieder mehrere Gutachten – zum Beispiel für Fledermäuse und Uhu – beauftragt werden. Gegen den Rodungsbewilligungsbescheid der Bezirkshauptmannschaft wurde von einer Gemeindebürgerin Einspruch erhoben. Diesem sei vom Landesverwaltungsgericht mangels Begründung nicht stattgegeben worden, so die Windparkbetreiber.

Noch weitere zwei Jahre?

Die Projektverantwortlichen haben es geschafft, dass rechtzeitig vor Jahresende 2017 für die Erlangung der Anerkennung der Windkraftanlage als Ökostromanlage alle Bewilligungen – sieben Bescheide – vorliegen: Damit konnte der Tarif 2017 gesichert werden, welcher um 8,5 Prozent höher liegt als der Tarif 2018, so die Projektanten. Aufgrund der vorgemerkten Windparks bei der Ökostrom-Förderstelle ÖMAG sei in den nächsten zwei Jahren aber vermutlich nicht mit einer Errichtung der sechsten Windkraftanlage zu rechnen.

Die Zielsetzung der neuen Bundesregierung laute, dass die Stromversorgung in Österreich ab dem Jahr 2030 zu hundert Prozent aus erneuerbarer Energie erfolge. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, bedürfe es gemeinsamer Anstrengungen.

Mit dem Windpark leiste die Gemeinde Munderfing bereits jetzt einen nicht unwesentlichen Beitrag – im Ausmaß einer jährlichen Stromproduktion, die dem Verbrauch von 10.000 Haushalten entspreche.

Mit der sechsten Anlage könne zusätzlich Strom für mehr als 3000 Haushalte produziert werden.

Ertragsprognose überschritten

Im Geschäftsjahr 2017 seien im Windpark Munderfing insgesamt 33,05 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt worden – das bedeute ein Überschreiten der Ertragsprognose um zwei Prozent. Im Vergleich zu 2016 sei dies eine Ertragssteigerung um 4,22 Millionen Kilowattstunden Strom beziehungsweise 401.000 Euro an Mehreinnahmen.

Seit Inbetriebnahme des Windparks Munderfing im Sommer 2014 seien insgesamt 114 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt worden. Dies entspreche einer Reduktion von 73.000 Tonnen CO2, einer Einsparung von 12,6 Millionen Kubikmeter Gas und 1,8 Millionen Liter Öl.

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Artikel OÖN 23. Januar 2018 - 04:37 Uhr
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