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Schweizer B&R-Käufer errichtet im Innviertel neuen Forschungscampus

EGGELSBERG. Schnell wachsender ABB-Konzern hat gewaltigen Bedarf an zusätzlichen Fachkräften.

Schweizer B&R-Käufer errichtet im Innviertel neuen Forschungscampus

Nach der B&R-Übernahme setzt der ABB-Konzern auch am Standort Eggelsberg Akzente. Bild: apa

Die im Juli 2017 vom Schweizer ABB-Konzern übernommene B&R Industrial Automation GmbH mit Sitz in Eggelsberg braucht dringend zusätzliche Fachkräfte. "Weil wir so schnell wachsen, ist der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern hoch – und er wird noch größer werden", weiß Geschäftsführer Hans Wimmer.

Durch die ABB-Integration bestünden neue Möglichkeiten auf dem internationalen Markt. "Die Übernahme war dabei nicht auf Einsparungspotentiale, sondern voll und ganz auf Wachstum, Innovation und Technologie ausgerichtet. Dazu zählt auch, dass wir zum Zentrum der industriellen Automatisierung werden sollen." Am Hauptsitz in Eggelsberg gebe es bereits grünes Licht für einen neuen Forschungscampus.

Im Wissen, dass die Menschen in Österreich nur bedingt mobil seien, habe B&R schon früh die Strategie verfolgt, dezentrale Forschungs- und Entwicklungsstandorte aufzubauen.

"Dadurch wird der Radius der erreichbaren Mitarbeiter deutlich erhöht. Wir glauben, dass wir diese durch die Nähe zu den Universitäten, Fachhochschulen und HTLs finden", so Wimmer. Dennoch sei es eine ständige Herausforderung, an Fachkräfte zu kommen. "Aber wir haben eine sehr geringe Fluktuation, das ist in diesem Zusammenhang wichtig."

Individuelle Kundenwünsche

Nötig seien die zusätzlichen Mitarbeiter wegen des ungebrochenen Trends zur Vollautomatisierung. Wimmer: "Es wird nicht nur immer mehr automatisiert, auch die Produktionsanlagen werden flexibler, um auf individuelle Kundenwünsche eingehen zu können." Der Markt verlange nach Lösungen, um bei niedrigen Kosten auch kleine Stückzahlen bis hin zu einer einzelnen Einheit erzeugen zu können, ohne Maschinen aufwändig um- und einstellen zu müssen.

"Wir haben im eigenen Werk selbst viel automatisiert. Die Wettbewerbsfähigkeit ist dadurch gestiegen, und wir haben nie Arbeitsplätze abgebaut, sondern im Gegenteil massiv aufgestockt. Und die Jobs sind dabei hochwertiger geworden", ortet Wimmer in der Automatisierung durchaus auch Chancen für den Arbeitsmarkt.

B&R wurde 1979 in Eggelsberg von Erwin Bernecker und Josef Rainer gegründet und hat heute 3200 Mitarbeiter, rund ein Drittel davon in Österreich. Das Unternehmen stellt für Maschinenbauer Produkte zur Automatisierung ihrer Anlagen her.

Geschäftszahlen nennt das Unternehmen seit der Übernahme durch ABB keine mehr. Den Weg des neuen Eigentümers, den B&R-Umsatz von 600 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2015/16 binnen fünf Jahren auf mehr als eine Milliarde Dollar zu steigern, sei man laut Geschäftsführer aber schon zu drei Viertel gegangen. (ho)

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Artikel 29. November 2017 - 00:04 Uhr
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