Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 23. Juni 2018, 19:50 Uhr

Linz: 17°C Ort wählen »
 
Samstag, 23. Juni 2018, 19:50 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Innviertel

SV Guntamatic Ried: Den Worten müssen jetzt endlich Taten Folgen

RIED. Nach fünf Unentschieden in Folge steht die SV Guntamatic Ried erstmals seit dem 12. Spieltag nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsplatz. In den kommenden Wochen muss der Aufstiegsfavorit endlich liefern.

#05 Die SVR will nach oben

Am Saisonende will die SV Ried mit den treuen Fans jubeln Bild: APA/EXPA/ROLAND HACKL

„Ich bin überzeugt davon, dass wir gut unterwegs sind und die Mannschaft die Qualität hat, auch Erster zu werden“, sagte SV Ried-Trainer Lassaad Chabbi nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden im Oberösterreich-Derby gegen BW Linz. Die (aktuelle) Realität sieht nach dem fünften Unentschieden in der Sky Go Erste Liga in Folge aber anders aus. 13 Runden vor Schluss liegt die SV Ried einen Punkt hinter Wiener Neustadt nur noch auf dem dritten Platz. Diese Platzierung würde bedeuten, dass man im Playoff-Modus gegen Sankt Pölten, den abgeschlagenen Tabellenletzten der Bundesliga, um den Wiederaufstieg spielen müsste. Dieses Nervenduell will man bei den Riedern unbedingt vermeiden.

Blau-Weiß im Himmel, Ried auf dem Boden

Ausgerechnet die SV Ried-Leihgabe Gabriel Lüchinger erzielte gegen seinen Verein den Ausgleich. Thomas Reifeltshammer erzielte bei seinem Comeback ein Tor - zu einem Sieg reichte das aber einmal mehr nicht

Die jüngsten Auftritte – sieht man von der starken Leistung bei der knappen Cup-Niederlage gegen Rapid ab – waren eines Titelfavoriten alles andere als würdig. Selbst gegen die Tabellennachzügler FAC und BW Linz war kein wirklicher Klassenunterschied erkennbar. Bei einer Heimniederlage am Freitag gegen Innsbruck wäre im Innviertel endgültig Feuer am Dach. Sieht man von Standardsituationen ab, geht in der Offensive derzeit nichts zusammen, die Stürmer Seifedin Chabbi, der im Herbst 15 Tore erzielte, und Thomas Fröschl warten noch immer auf den ersten Treffer im Jahr 2018. Auch der Neuzugang Philipp Prosenik (Rapid) ist noch torlos.

Mit relativ einfachen Mitteln gegen die SV Ried erfolgreich

Dass in der Winterpause wiederholt betont wurde, dass der Kader auch in der Bundesliga eine gute Rolle spielen kann, dürfte die Gegner in der Sky Go Erste Liga noch mehr motiviert haben. Jede Mannschaft geht gegen den selbsternannten Titelfavoriten aus Ried bis in die Haarspitzen motiviert ins Spiel. Für die Gegner geht es nicht darum, spielerisch zu überzeugen, Ziel ist, der Chabbi-Elf das Leben so schwer wie möglich zu machen – und dafür benötigte es in den bisherigen Spielen im Frühjahr nicht viel: Eine kompakte, kampfstarke Defensive und Nadelstiche nach vorne. Vor allem spielerisch läuft bei der SV Guntamatic Ried im Frühjahr noch viel zu wenig zusammen.

Thomas Reifeltshammer, der im Derby ein gutes Comeback gab und das 1:0 für Ried erzielte, fand nach dem unnötigen 2:2 klare Worte. „Wir laden unsere Gegner immer wieder zum Toreschießen ein, diese Eigenfehler müssen wir endlich abstellen.“ Damit spielte der Innenverteidiger auf die Fahrlässigkeit seiner Mannschaft an. In den vergangenen sechs Spielen verspielten die Rieder fünf Mal eine Führung. Gegen Wiener Neustadt sogar ein 2:0, gegen Blau-Weiß Linz führte man auch zwei Mal. Besonders bitter: Sowohl gegen den FAC, Liefering und BW Linz kassierten die Rieder unmittelbar nach dem Führungstreffer den Ausgleich. Diese Konzentrationsfehler gilt es schleunigst abzustellen.

Führungstrio: Manager Fränky Schiemer, Trainer Lassaad Chabbi, Finanzvorstand Roland Daxl

Die immer wiederkehrenden Aussagen, dass man die Qualität habe, Meister zu werden, müssen ein Ende haben, denn es steht außer Zweifel, dass Ried mit diesem Kader grundsätzlich (mindestens) den zweiten Platz erreichen muss. Daher sind Taten gefordert, die Qualität des von Manager Fränky Schiemer zusammengestellten Kaders steht vom Potenzial her grundsätzlich außer Frage.

Wenig überraschend ist, dass die treuen Fans bereits unruhig sind, alles andere als ein Sieg gegen Innsbruck könnte zu (heftigen?) Protesten auf der Stehplatztribüne führen. Bei einer Niederlage gegen das Team von Karl Daxbacher, der bereits mit dem LASK und St. Pölten den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte, wäre bei der SV Ried in der Länderspielpause Feuer am Dach.

Es geht um die Zukunft eines Traditionsvereins im Profifußball

In Panik zu verfallen ist zwar keine Option, allerdings darf man davon ausgehen, dass bei den Verantwortlichen die Nervosität langsam steigt.

Spätestens nach dem Unentschieden im Derby muss endlich jedem im Verein, vor allem den Spielern, bewusst sein, worum es im Saisonfinish geht: Um die Zukunft des Profifußballs bei der SV Ried, einem Verein der 2012 seinen 100. Geburtstag feierte, 20 Jahre lang fixer Bestandteil der Fußball-Bundesliga war, zwei Cupsiege feiern durfte und seit Jahrzehnten das sportliche Aushängeschild des Innviertels ist.

Und nicht zuletzt geht es auch um die Arbeitsplätze der Vereinsangestellten, die zum Teil schon viele Jahre für die SV Ried tätig sind. Die Spieler, das Betreuerteam und die Vereinsverantwortlichen haben es in den noch ausstehenden 13 Spielen in der Hand, wichtiger Bestandteil der Vereinshistorie zu werden. Dafür muss jeder Verantwortung übernehmen, die Zeit der Worte ist endgültig vorbei, jetzt zählen nur noch Taten, um die SV Ried zurück in die Bundesliga zu bringen.

Vor dem Cup-Schlager gegen Altach: Gurten hofft auf erneute Sensation

Diese Bilder wollen die SV Ried-Fans in den kommenden Wochen sehen

Kommentare anzeigen »
Artikel Thomas Streif 13. März 2018 - 09:58 Uhr
Mehr Innviertel

Schwerer Unfall mit Radlader

LOCH AM SEE. Am Samstag kam es in Lochen am See (Bezirk Braunau) zu einem Unfall mit einem Radlader.

"Traut euch!" Schärdinger Kiwanis warten auf Bewerbungen für Teen Award

SCHÄRDING. Engagierte Jugendliche können ein Preisgeld in Höhe von je 1000 Euro gewinnen.

Himmlisches Vergnügen: Der Brandner Kaspar kommt nach Mining

MINING. Mehr als 80 Schauspieler bringen die Komödie auf die Naturbühne Frauenstein

Gastschülerin Krishna: "Vor allem die Ruhe bin ich aus Indien nicht gewohnt!"

OBERNBERG. Indische Austauschschülerin feiert heute ihren 17. Geburtstag – Rückreise am 30. Juni.

Über die Zeit, als der Seeleiten-Hof noch dem Grafen von Zeppelin gehörte

MOOSDORF. Die deutsche Lore Bertsch, die mit dem jungen Grafen Vinzenz von Zeppelin verheiratet war, ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!