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"Pickerl" von Rieder Radarauto abgelaufen, Pannen auch andernorts

INNVIERTEL. Plaketten-Lapsus, Strafzettel kassiert, abgefackelt: Kurioses um Innviertler Radarautos.

"Pickerl" von Rieder Radarauto abgelaufen, Pannen auch andernorts

Rieds Radarauto ist derzeit in der Rennerstraße stationiert Bild: sedi

Wie die Städte Braunau und Schärding betreibt auch die Stadt Ried ein mobiles, in einem Pkw "verstecktes" Radargerät zur Geschwindigkeitskontrolle – um die Verkehrssicherheit im Stadtgebiet zu erhöhen, wie betont wird. Dass ausgerechnet bei diesem Auto das "Pickerl" – die Prüfplakette (§ 57) – per Ende August abgelaufen ist, bringt Beobachter zum Schmunzeln. Zumal das "Pickerl" eben der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient, indem es jährlich den ordnungsgemäßen und sicheren Zustand des Fahrzeugs bescheinigen soll.

Auch wenn das Erneuern des "Pickerls" bis zu vier Monate überzogen werden kann und somit im Fall des Rieder Radarautos (noch) kein Verstoß gegen die geltende gesetzliche Bestimmung vorliegt, sei die Optik nicht die beste, so Beobachter. "Abzockevorwürfen" im Zusammenhang mit dem mobilen Radar werde genau mit dem Argument der Verkehrssicherheit begegnet. Auch für das Radarauto, das derzeit in der Rieder Rennerstraße gegenüber der dortigen Tennishalle stationiert ist, gilt die Pickerlpflicht. Aus Sicht vieler Verkehrsteilnehmer jedenfalls fair: Auf der Homepage der Stadt werden die jeweiligen Standorte, die üblicherweise monatlich wechseln, bekanntgegeben.

"Pickerl" von Rieder Radarauto abgelaufen, Pannen auch andernorts

Schärding: Kurioser Strafzettel

Bei anderen Verkehrsangelegenheiten als beim Pickerl haben es die Betreiber städtischer Radarautos besser. In Schärding wurde vor zwei Jahren das dortige Radarauto in einer Kurzparkzone ohne Parkuhr angetroffen und mit einem Strafzettel in Höhe von 20 Euro bedacht. Die Strafe musste allerdings nicht entrichtet werden.

Das Auto sei auf den öffentlichen Sicherheitsdienst zugelassen, es sei somit nicht an die entsprechenden Bedingungen der Straßenverkehrsordnung gebunden, hieß es damals aus dem Schärdinger Stadtamt. Der Strafzettel, der umgehend storniert wurde, war durch eine Mitarbeiterin des privaten Parkraum-Überwachungsdienstes ausgestellt worden, unterwegs im Auftrag der Stadtgemeinde. Bei der Mitarbeiterin hatte es sich um eine auswärtige, firmeninterne Vertretung gehandelt. Sie habe das Fahrzeug nicht gekannt.

Radar durch Feuer vernichtet

Mit deutlich größeren "Radar-Problemen" hat die Stadtgemeinde Braunau zu kämpfen. Im März des Vorjahres wurde das dortige Radarauto durch Feuer völlig vernichtet. Als wahrscheinliche Ursache gilt Brandstiftung. Laut Polizei gab es zwar einen Verdächtigen, das Verfahren wurde aber eingestellt, weil die Beweislage nicht ausreichend gewesen sei. Das abgefackelte Radarauto wurde mittlerweile durch ein neues ersetzt.

Teure Verwechslung

In der weiteren Vergangenheit gab es beim Braunauer Radarauto bereits Vorfälle: Reifen wurden zerstochen, Fenster mit schwarzer Farbe beschmiert. Auch indirekt gab es Aufregung: Im Dezember 2014 war das abgestellte Auto einer Braunauerin über eine Böschung gekippt worden – an einer Stelle, an der das Radarauto schon oft stand. Eine Verwechslung wird nicht ausgeschlossen.

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Artikel 13. September 2017 - 02:47 Uhr
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