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Penguins zünden Feuerwerk und stehen im Finale

EISHOCKEY. Vor allem im Rückspiel überzeugten die Rieder Eishockeyspieler – Im Finale treffen sie auf die Traunsee Sharks.

Penguins zünden Feuerwerk und stehen im Finale

Die Innviertel Penguins waren im Rückspiel nicht zu bremsen und zogen mit einem 3:2-Sieg ins Finale ein. Bild: privat

Ende gut, alles gut! So lassen sich die beiden Begegnungen im Halbfinale zwischen den Innviertel Penguins und den Voralpenkings aus Vöcklabruck am besten zusammenfassen. Während die Mannschaft von Trainer Robert Dostal im Hinspiel meist einem Rückstand nachlaufen mussten (schlussendlich aber 6:5 siegte), drehten die Rieder im Rückspiel den Spieß um. Offenbar hatte die "Ansprache" ihres Trainer Wirkung gezeigt. Den Vöcklabruckern flog der Puck nur so um die Ohren und am Ende feierte der 1. Rieder Eishockeyverein einen souveränen 13:2-Sieg. Damit ziehen sie bereits zum zweiten Mal ins Finale ein und treffen dort auf ihren schärfsten Ligakonkurrenten: die Traunsee Sharks aus Gmunden.

Der erste Streich

Die entscheidende Phase in dieser Saison begann für die Innviertel Penguins bereits am Freitag mit dem ersten Playoff-Spiel gegen die Voralpenkings. Die Stimmung unter den 200 Zuschauern war von Beginn an gut und auch die Penguins starteten motiviert bis in die Haarspitzen ins Spiel. Während die Innviertler am Vöcklabrucker Schlussmann scheiterten, nützten die Voralpenkings bereits in der vierten Minute einen Konter zum 1:0. Dieser frühe Gegentreffer brachte die Rieder aus dem Konzept und 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittel erhöhten die Kings sogar auf 2:0.

Während der Pause war die Stimme von Trainer Robert Dostal deutlich aus der Kabine zu hören. Von der lautstarken Ansprache wachgerüttelt, setzten sich die Penguins gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts im Drittel ihrer Gegner fest. Der Trainer selbst mischte ebenfalls mit und erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2. Allerdings währte die Freude darüber nicht lange, denn die Voralpenkings stellten nur zwei Minuten später den alten Abstand wieder her. Trotzdem ließen die Innviertler nicht locker und am Ende war es erneut Robert Dostal, der den Puck im Vöcklabrucker Tor versenkte. Das zweite Drittel war geprägt von einigen Unter- bzw. Überzahlspielen und somit sehr intensiv. Am Zwischenstand änderte sich aber nichts mehr, deshalb mussten die Rieder in Abschnitt drei weiter einem Rückstand hinterherlaufen.

Im letzten Drittel zeigten die Penguins enormen Kampfgeist. Diesen Einsatz belohnte Christoph Arnoldner mit seinem Treffer zum 3:3-Ausgleich. Als nur eine Minute später Jürgen Führer die Innviertler erstmals an diesem Abend in Führung schoss, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Bänken. In der schnellen, rassigen und spannenden Partie ging das Toreschießen munter weiter. Zunächst zum Leidwesen der Penguins.

Ein herber Rückschlag

Innerhalb einer Minute mussten die Rieder Eishockeyspieler nicht nur den Ausgleich, sondern einen erneuten Rückstand hinnehmen (4:5). Trainer Dostal nahm darauf hin ein Time Out, um die Kräfte erneut zu bündeln. Nach kurzen, taktischen Anweisungen ging es weiter. Eine Traumvorlage von David Wimmer versenkte Michi Münzker zum erneuten Ausgleich für die Penguins im Vöcklabrucker Tor. In der 58. Minute nahm sich Christoph Arnoldner ein Herz, umspielte die Kings-Abwehr, ließ dann auch noch den Goalie aussteigen und netzte zum 6:5 für die Rieder ein. In der verbleibenden Spielzeit passierte nichts mehr und so konnten die Penguins nach dem Ertönen der Schlusssirene über das 1:0 in der "Best of Three"-Serie jubeln. "Ich bin nur damit zufrieden, dass wir gewonnen haben. Die Mannschaft hat Moral gezeigt und nicht aufgesteckt. Aber unser Spiel war eine Katastrophe. Wir müssen uns am Dienstag steigern, sonst werden wir ein drittes Spiel brauchen", fasste Penguins-Trainer Robert Dostal den "Krimi" zusammen.

Penguins zünden Feuerwerk

Gesteigert haben sich die Penguins – und wie. Im Rückspiel am Dienstagabend ließen sie den Voralpenkings nicht den Hauch einer Chance. Eingeleitet wurde der klare 13:2-Sieg der Innviertler in der zehnten Minute mit einem Treffer von Christoph Arnoldner (Assist David Wimmer). Nur beim Stand von 2:0 gelang es den Voralpenkings, den Anschlusstreffer zu erzielen. Dann gaben die Rieder wieder Gas, trafen im Schnitt alle paar Minuten und kassierten erst in der letzten Spielminute den zweiten Gegentreffer. "Wir haben uns das Finale erarbeitet und verdient. Und wir sind heiß auf die Begegnung mit den Traunsee Sharks", war Trainer Dostal zufrieden.

Die Spieltermine (Finale) stehen bereits fest. Das erste Match wird am Sonntag, 21. Februar, um 19 Uhr in Vöcklabruck ausgetragen. Das Rückspiel findet dann am Sonntag, 28. Februar, um 17.35 Uhr in Gmunden statt. Falls ein drittes Spiel notwendig wird, geht dieses am 6. März, um 18.05 Uhr, ebenfalls in Gmunden, über die Bühne. "Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer bei unserem Heimspiel am 21. Februar. Wir werden uns für unsere Fans wieder etwas Besonderes ausdenken", verkündet Penguins-Obmann Mario Wimmer.

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Artikel 11. Februar 2016 - 07:00 Uhr
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