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Patrick Möschl: "Auch für meine Eltern ist ein Traum in Erfüllung gegangen"

RIED. Nach zehn Jahren bei der SV Ried wechselt Möschl zum Traditionsklub Dynamo Dresden.

Patrick Möschl: "Auch für meine Eltern ist ein Traum in Erfüllung gegangen"

Patrick Möschl im Trikot von Dynamo Dresden Bild: Dynamo Dresden/ Frank Dehlis

"Dass ich derzeit Stammspieler bin, freut mich, ist aber gleichzeitig Ansporn, noch mehr an mir zu arbeiten", sagte Patrick Möschl im August 2013. Möschl, damals 20, erzielte kurz zuvor sein erstes Bundesligator für die SV Ried.

Bundesliga-Fußball in Ried ist nach dem bitteren Abstieg zumindest für die kommende Saison vorbei. Einer, der trotzdem einen Sprung nach vorne gemacht hat, ist der 24-jährige Ex-SVR-Spieler, der beim deutschen Traditionsverein Dynamo Dresden (2. Bundesliga) einen Vertrag bis Sommer 2020 unterschrieben hat.

Zehn Jahre lang war der quirlige Offensivspieler in Ried, er durchlief mehrere Stationen in der Fußballakademie, ehe er ab Sommer 2013 so richtig bei den Profis Fuß fasste.

Spiele vor 30.000 Zuschauern

Dresden, Nürnberg, Kaiserslautern, Berlin statt Ried, Kapfenberg, Hartberg oder Liefering. In Dresden, einem Verein mit einer langen Historie und derzeit mehr als 20.000 Mitgliedern, wird Möschl meist vor 30.000 Zuschauern auflaufen – eine andere (Fußball-) Welt. Trainingsstart beim Tabellenfünften der vergangenen Saison, der erst 2016/2017 aus der dritten Liga in die zweithöchste Spielklasse aufstieg, ist am 22. Juni. "Meine Vorfreude ist riesengroß. Das Stadion in Dresden hat den Ruf, das lauteste in der zweiten deutschen Liga zu sein", sagt Möschl, den seine Familie immer voll und ganz unterstützt.

Wieder einmal hat er es seinen Zweiflern mit diesem Karrieresprung gezeigt. Die Zeit sei nicht immer einfach gewesen, Zweifler habe es zur Genüge gegeben, so Möschl kurz vor seinem Umzug nach Dresden im OÖN-Gespräch. "Es gab immer welche, die meinten, ich würde es nicht schaffen", sagt Möschl, der auch in Dresden den Sprung in die Kampfmannschaft so schnell wie möglich packen möchte.

Auf die Frage, welcher Karrieremoment für ihn in Ried der prägendste war, antwortet der gebürtige Salzburger: "Als ich im Dezember 2012 gegen die Admira vor meinem ersten Bundesliga-Spiel als Einwechselspieler an der Seitenlinie stand, sind mir viele Gedanken durch den Kopf gegangen. Damals wurde es mir bewusst, dass es richtig war, in meiner Jugend auf so viele Sachen zu verzichten."

Wer schießt jetzt die Elfmeter, Herr Gludovatz? "Möschl"

Jubel im Trikot des "Herzensvereins"

Stolze Eltern

Groß ist die Vorfreude naturgemäß auch bei der Familie von Patrick Möschl im salzburgischen Saalfelden. "Die hat es zuerst gar nicht glauben können. Da meine Familie gewusst hat, dass ein Wechsel nach Deutschland ein sehr großes Ziel von mir war, waren sie vor meiner Unterschrift in Dresden wahrscheinlich noch nervöser als ich. Für meine Eltern ist damit, wie auch für mich, in einer gewissen Weise ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie haben in all den Jahren so viel Zeit und Energie investiert", sagt Möschl.

Als er mit 14 Jahren in den Rieder Nachwuchs wechselte, seien sie in einem Jahr rund 50.000 Kilometer gefahren. Der Abschied fällt ihm trotz der großen Vorfreude auf die neue, große Herausforderung nicht leicht. Ried wurde im vergangenen Jahrzehnt zu seiner neuen Heimat. Vor allem der Abstieg schmerze noch immer, so Möschl, der auch ein Angebot von der Wiener Austria hatte.

"Als nach dem Mattersburg-Spiel endgültig klar war, dass wir es nicht geschafft haben, hat es unglaublich weh getan. Wir hätten genügend Chancen gehabt, es zu richten, haben es aber leider nicht geschafft", sagt Möschl, der die SV Ried als seinen "Herzensverein" bezeichnet. Er habe dem Verein alles zu verdanken. Jetzt aber wartet eine andere Fußballwelt auf den 24-Jährigen. "Ich möchte mich in die Mannschaft reinkämpfen und eine wichtige Stütze werden." Die SV Ried, da ist sich Möschl sicher, wird schon bald wieder zu den besten Vereinen in Österreich gehören. "Ried gehört in die erste Liga, die Mannschaft schafft den Wiederaufstieg und ich werde von Dresden aus mitzittern."

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Artikel Thomas Streif 19. Juni 2017 - 18:46 Uhr
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