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Ohne Protest Umfahrung eröffnet

MUNDERFING. Seit gestern ist die neue Straße in Munderfing für den Verkehr freigegeben. 

Bürgermeister Martin Voggenberger und Landesrat Günther Steinkellner wurden nach der Eröffnungsfahrt in einem KTM X-Bow-Wagen von KTM-Vorstand Viktor Sigl empfangen. 

Bürgermeister Martin Voggenberger und Landesrat Günther Steinkellner wurden nach der Eröffnungsfahrt in einem KTM X-Bow-Wagen von KTM-Vorstand Viktor Sigl empfangen.  Bild: mala

Ruhig war die Eröffnung der Umfahrung Munderfing – im Gegensatz zum lauten Spatenstich sogar extrem ruhig. Am ersten Knoten im Norden der neu errichteten Straße, kurz nach dem Gewerbegebiet, fanden sich die Ehrengäste ein, um die Umfahrung zu eröffnen. Polizei war genug vor Ort, von den Gegnern keine Spur.

Der zuständige Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) hatte große Freude, nicht (nur), weil es keine Störung gab, sondern weil KTM ein Rennwagen zur Verfügung stellte, das der Landesrat prompt mit Bürgermeister Martin Voggenberger (VP) auf der neuen Straße ausprobieren durfte.

Bis Mitte Dezember Restarbeiten

Auch der frühere Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP) war gekommen, um den ersten Abschnitt „seiner“ Umfahrung Mattighofen/Munderfing zu eröffnen. Die 3,3 Kilometer lange Haupttrasse, die um 15 Millionen Euro errichtet wurde und damit heuer das größte Straßenbauprojekt des Landes war, ist seit Dienstagabend befahrbar. Bis Mitte Dezember sind noch Restarbeiten zu erledigen, danach ist der erste Abschnitt der Umfahrung endgültig fertig. Von einem historischen Tag für die Gemeinde Munderfing sprach Bürgermeister Martin Voggenberger. „Mit vielen Höhen und Tiefen wurde das Projekt nach jahrzehntelanger Planung umgesetzt. Leider sind menschliche Kluften entstanden“, sagte er. Dennoch sei die neue Straße, die den Ortskern von Munderfing entlastet, unumgänglich gewesen. Er wünscht sich, dass beim nächsten Abschnitt „für die Region das Gemeinsame vor dem Trennenden steht.“

Wie berichtet, wurde der zweite Bauabschnitt bis nach Stallhofen bereits von den zuständigen Behörden straßenrechtlich und naturschutzrechtlich bewilligt. Gegen die straßenrechtliche Bewilligung wurde Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht erhoben. Auch wenn keine Gegner bei der Eröffnung des ersten Abschnittes protestierten, ist Landesrat Günther Steinkellner bewusst, dass der Weiterbau nicht einfach wird. „Das letzte Mail, das ich gegen das Umfahrungsprojekt erhalten habe, ist mit gestern datiert“, sagte er bei der Eröffnung am Dienstag.

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Artikel Von Magdalena Lagetar 29. November 2017 - 10:22 Uhr
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