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OÖ-Derby: SV Ried muss liefern, sonst werden die Fans unruhig

RIED/LINZ. Nach dem mäßigen Saisonauftakt steht das Team am Freitag (ab 18:30 Uhr, Liveticker auf nachrichten.at) gegen Blau Weiß Linz und Innsbruck unter Druck.

OÖ-Derby in Linz: SV Ried muss liefern, sonst werden die Fans langsam unruhig

In Grödig waren wohl mehr SV Ried-Fans als Anhänger des FC Liefering anwesend. Doch der Anhang der Rieder Wikinger fordert im heutigen Derby ein völlig anderes Gesicht ihrer Mannschaft Bild: Scharinger

Es war ein bezeichnendes Bild nach der 0:4-Schlappe der SV Ried gegen Liefering. Die Spieler schlichen mit hängenden Köpfen zu den zahlreich mitgereisten Fans. Doch die machten den Kickern, die in den 90 Minuten zuvor von den jungen Red Bull-Spielern phasenweise vorgeführt wurden, mit eindeutigen Gesten klar, dass sie ziemlich sauer sind. Sogar jene Fans, die auch nach der 2:3-Niederlage gegen Mattersburg, die den Abstieg besiegelte, der Mannschaft applaudierten, hielten sich diesmal auffallend mit positivem Beifall zurück.

Heute Abend gastieren die Innviertler gegen Blau Weiß Linz erstmals seit dem 30. April 2011 auf der Linzer Gugl. Damals trennten sich der LASK und die Rieder vor 5800 Zuschauern mit einem 1:1-Unentschieden. Bei der SV Ried standen damals unter anderem Robert Zulj (Hoffenheim), Philipp Huspek (Sturm Graz), Anel Hadzic (Videoton FC), Thomas Schrammel (Rapid) oder Daniel Royer (New York) im Kader. Doch das ist längst Schnee von gestern, die Realität für die SVR heißt Sky Go Erste Liga und die Gegner Hartberg, FAC oder eben BW Linz.

Gemeinsame Zugfahrt der Fans

Sicher ist, dass die Mannschaft auch heute Abend (Anstoß: 18.30 Uhr, Liveticker auf nachrichten.at) von zahlreichen Fans in die Landeshauptstadt begleitet wird. Unter dem Motto "Ganz Ried mit dem Zug zu Blau Weiß" treffen sich viele Anhänger der Wikinger bereits um 14.45 Uhr am Rieder Bahnhof, um gemeinsam nach Linz zu fahren.

Nach dem bisher durchwachsenen Saisonstart erwarten die Fans nun ein Zeichen der Mannschaft. Den Ansagen müssten nun endlich auch Taten auf dem Platz folgen. Setzt es in Linz im Derby eine Niederlage, dann könnte es im Heimspiel am kommenden Montag, 14. August, gegen Wacker Innsbruck schon ungemütlich werden. "Die Fans, die nach Liefering mitgereist sind, waren zurecht unzufrieden. Wir wollen gegen Blau Weiß Linz die Fans wieder auf unsere Seite ziehen, ihnen ein anderes Gesicht zeigen und gewinnen. Ich bin überzeugt davon, dass wir die bessere Mannschaft sind", sagt SV Ried-Verteidiger Peter Haring.

Worte, denen die Innviertler besser heute als morgen Taten folgen lassen sollten. Ein Kenner der Szene sagt im Gespräch mit den OÖN, dass die Stimmung bei einer Derbyniederlage rasch kippen könne. "Es war in Liefering schon grenzwertig, kein Applaus, die Mannschaft wurde vor dem Auswärtssektor weggeschickt."

Fans fordern Einsatz

Damit der Mannschaft auch beim Spiel gegen Innsbruck die Unterstützung der Fans gewiss ist, muss heute Abend der Einsatz zu 100 Prozent passen. "Es geht nicht nur darum, ob man verliert, sondern vor allem darum wie", so ein Fan nach der bitteren Schlappe gegen Liefering. "Wir müssen jeden Gegner ernst nehmen, man hat klar gesehen, dass es kein Spaziergang gegen Blau Weiß Linz wird", sagt Trainer Lassaad Chabbi vor dem Derby. Ein Spaziergang werden auch die 31 Spiele nach dem Derby nicht - im Gegenteil.

Tabellen:

 
 

"Bilanz nach erstem Saisonviertel ziehen"

"Gemeinsam den Wiederaufstieg schaffen", lautet das Motto der SV Guntamatic Ried. Vor allem beim hart erkämpften 3:2-Heimsieg gegen den FAC peitschten die schwarz-grünen Fans ihre Mannschaft bis zur letzten Minute nach vorne. Nach dem heutigen Derby geht es für die Kicker der SVR bereits am Montag mit dem Heimspiel gegen Wacker Innsbruck weiter.

Das Duell der beiden Traditionsvereine und Ex-Bundesligisten dürfte bereits ein gewisser Gradmesser für die kommenden Runden sein. Man solle noch Ruhe bewahren, so die Meinung einiger Fans. Ob jedoch alle Anhänger des langjährigen Bundesligisten nach den vielen Rückschlägen zuletzt so viel Geduld haben, ist fraglich.

 

"Die Mannschaft sollte sich möglichst bald finden, um den Anschluss an die Spitze nicht frühzeitig zu verlieren." - Stephan Schustereder, Andorf

"Ich denke, es ist wichtig, in dieser Phase Ruhe zu bewahren. Die Mannschaft arbeitet erst seit zwei Monaten zusammen. Man sollte dem Trainer Zeit geben." - Georg Steinschnack, Ried

"Auch wenn der Auftakt nicht großartig war, Ried schafft den Aufstieg! Das neue Team muss erst zusammenfinden." - Thomas Karba, Unternehmer aus Ried

"Es ist sicher keine leichte Situation, wenn man einen Großteil des Teams austauscht. So etwas braucht Zeit. Bilanz sollte man erst nach einem Viertel ziehen." - Reinhard Furthner, Ried

 

"Ein Derby ist immer etwas ganz Spezielles"

Mehr als vier Jahre sind vergangen seit sich die SV Guntamatic Ried zuletzt in einem Pflichtspiel mit einem Verein aus Linz duellierte. Damals setzte sich die SV Ried gegen den LASK, der damals in der Regionalliga spielte, mit 2:1 im ÖFP-Cup durch. Heute Abend soll gegen Blau Weiß Linz der dritte Saisonsieg eingefahren werden. Das letzte Pflichtspiel gegen BW Linz ist bereits elf Jahre her.

"Ein Derby ist etwas ganz Spezielles. Wir sind hochmotiviert und ich bin zuversichtlich, dass wir als Sieger vom Platz gehen", sagt SV Ried-Innenverteidiger Thomas Reifeltshammer im Interview mit BTV.

 

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Artikel Thomas Streif 11. August 2017 - 04:04 Uhr
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