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Mit Handbike in elf Tagen 15.330 Höhenmeter über Alpenpässe

RAINBACH. Innviertler Athlet Walter Ablinger meisterte „King of the Mountain“-Tour mit der Kraft der Hände.

Ablinger: „Wollte einmal zeigen, wozu Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung fähig sind.“ Bild:

Handbiker Walter Ablinger aus Rainbach im Innkreis überquerte zusammen mit einem Athleten-Kollegen in zehn Tagen elf Alpenpässe, wobei mit der Kraft der Arme 15.330 Höhenmeter absolviert wurden. Die unterschiedlichen Anstiege und wechselnden Bedingungen von sommerlichen Hochdruckwetter bis zu heftigen Regenschauern forderten die Fahrer zusätzlich.

Die letzten Etappen über Großglockner-Straße, Timmelsjoch und Stilfser Joch mit bis zu 28 Prozent Steigung verlangten Ablinger alles ab. Nach der Schlussetappe am Großglockner wurde er von seinem Fanclub empfangen.

„Eine unglaubliche Erfahrung, die mich an die Grenzen meiner körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht hat. Der Trainingseffekt sollte sich auf meine Form bei der WM in Südafrika Ende September positiv auswirken.“

Die gesamte „King of the Mountain“-Tour über 492 Kilometer startete mit dem Anstieg auf den Colle del Morti in Italien, Höhepunkt am dritten Tag war die Etappe nach L’Alpe d’Huez und zum Col du Galibier, der kurz darauf von den Startern der Tour de France überquert wurde. Aber auch das vom Giro d’Italia bekannte und berüchtigte Stilfser Joch überquerten die Handbiker mit ihren 17,5 Kilogramm schweren Geräten.

„Ich wollte mit dem Handbike einmal etwas Besonderes ausprobieren und mit meinen Kollegen zeigen, wozu Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung fähig sind“, so Walter Ablinger.
Die „King of the Mountain-Tour führte die zwei Topsportler und Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften über die schwersten und schönsten Alpenpässe in Italien, Frankreich, Schweiz, Südtirol und Österreich. Die höchste Passstrasse der Tour wurde am achten Tag befahren, das unter Bikern berüchtigte Stilfser Joch (2757 Meter Seehöhe), wo sich erst kürzlich die Teilnehmer des Giro d´Italia hinaufquälten.

Bei den Abfahrten erreichte Ablinger eine Spitzengeschwindigkeit von 85,4 km/h. „Es war ein unglaubliches Erlebnis mit zahlreichen Highlights. Die Mühen haben sich wirklich gelohnt. Unser europäisches Hochgebirge ist genial, wunderbar, kraftvoll und sanft zu gleich. Ich habe die Zeit genossen und die Eindrücke kann mir niemand mehr nehmen. Besonders wichtig war die Unterstützung durch unsere Betreuer und Begleiter sowie der Empfang durch die Familie und Fans beim Zieleinlauf am Glockner“, so Walter Ablinger.

 

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Artikel OÖN 17. Juli 2017 - 11:57 Uhr
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