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Michael und seine große Leidenschaft – die Orgel

LENGAU. Michael Greifeneder (10) aus Lengau spielt schon regelmäßig bei Gottesdiensten und hilft in anderen Pfarren aus.

Michael und seine große Leidenschaft – die Orgel

Volle Konzentration beim Orgelspiel in der Wallfahrtskirche Heiligenstatt. Bild: mala

Beeindruckend, wie der zehnjährige Michael Greifeneder in der Wallfahrtskirche Heiligenstatt schwierige, klassische Musikstücken erklingen lässt. Noch muss er beim Spielen auf der Bank umherrutschen, damit er mit seinen Beinen auch an alle Pedale kommt. "Aber ich wachse ja noch", sagt er. Die Orgel hat es dem Zehnjährigen mehr als angetan.

Wie es dazu kam, weiß er selber nicht mehr. "Irgendwann wollte ich einfach Orgel spielen", sagt er. Der ungewöhnliche Wunsch stieß bei den Eltern nicht auf taube Ohren, aber: "Wir haben ihn erstmal zum Klavierunterricht angemeldet. Dass es mit dem Orgelspielen so ernst wird, hätten wir nicht gedacht", erzählt Mutter Heidi.

Ein echter Routinier

Sehr ernst ist es schon geworden, denn der Zehnjährige spielt schon regelmäßig bei Gottesdiensten. "Nervös bin ich bei solchen Messen nicht mehr. Nur wenn Patrozinium gefeiert wird oder ein Wallfahrtsgottesdienst ist oder ein anderer besonderer Gottesdienst, dann schon", erzählt der aufgeweckte Bub aus Teichstätt. Täglich übt er auf dem Klavier, das in seinem Kinderzimmer steht. Ein Ausflug in die nahe gelegene Kirche in Heiligenstatt steht auch auf dem Tagesprogramm. Die Eltern oder die Oma bringen das Musiktalent dorthin. Routiniert weiß Michael schon, wie er die heiligen Gemäuer aufsperren muss. Sonntags, wenn er während des Gottesdienstes spielt, singt auch ein Chor mit. "Das funktioniert ganz gut", erzählt der Bub. Aber nicht nur in Heiligenstatt musiziert Michael, sondern auch in Friedburg. Einmal musste er auch in Pischelsdorf aushelfen. In Mattighofen und Braunau hat er auch schon die Orgel ausprobieren dürfen.

"Die Organisten sind gut vernetzt", schildert Vater Kurt die bisherigen Erfahrungen. Michael falle auch bei Orgelkonzerten, die er mit seinen Eltern regelmäßig und gerne besucht auf. "Weil er das einzige Kind ist", sagt Mutter Heidi.

Während seine Freunde lieber Fußballspielen, sitzt Michael gerne in der Kirche und spielt Orgel oder hört Musik. Vorwiegend klassische, auch ein paar Pop-CDs hat er. Die Musik von Vater Kurt, der früher in einer Rockband gespielt hat, gefällt ihm übrigens gar nicht.

Ab Herbst wechselt Michael in das Musische Gymnasium Salzburg und darauf freut er sich schon. Groß war auch die Freude, als er erfuhr, dass er die schwierige Aufnahmeprüfung geschafft hat. "Da musste man auch singen und das mag ich überhaupt nicht", erzählt Michael. Das musikalische Talent ist ihm sozusagen in die Wiege gelegt worden, denn sowohl Vater Kurt als auch Mutter Heidi spielen Instrumente. Auch Schwester Ida spielt auf einem seltenen Musikinstrument: der Harfe.

Viele Ausflüge in Kirchen

Neben dem Klavier, das in Michaels Kinderzimmer steht, wünscht er sich eine Orgel. Denn wo auch immer es geht: Er will jede ausprobieren. So ist es auch schon gang und gäbe, dass die Greifeneders in Städte mit schönen Kirchen und großen Orgeln fahren. Passau, Prag, Braunau und so weiter standen schon auf dem Programm. Auch in der Schule ist der junge Organist bereits bekannt: Er spielt bei den Schulgottesdiensten, zuletzt auch bei der Kindermette.

Das nächste Mal ist der Teichstätter Michael Greifeneder beim Sonntagsgottesdienst am 28. Februar in der Wallfahrtskirche Heiligenstatt zu hören.

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Artikel Magdalena Lagetar 28. Februar 2016 - 19:01 Uhr
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