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Innviertler Gstanzlsingen: Auch nach zehn Jahren ein Renner

ASPACH. Das Innviertler Gstanzl–singen geht zum zehnten Mal über die Bühne. Mit ungebrochenem Interesse: Alle acht Aufführungen der Kult-Veranstaltung sind ausverkauft.

Innviertler Gstanzlsingen: Auch nach zehn Jahren ein Renner

Vor ihr ist niemand sicher: Hochzeitsladerin Renate Maier aus Bayern beim Aussingen von Aspachs Pfarrer Wolfgang Schnölzer (r.) Bild: r

„Sepp, tatst du då mit?“ So werden im Innviertel Erfolgsveranstaltungen ausgemacht. Maria Kastinger vom Katholischen Bildungswerk Aspach hatte Sepp Hintermaier vom Aspacher Volksbildungswerk im Jahr 2000 mit der Idee eines Gstanzlsingens konfrontiert. Der Sepp tat mit. Was daraus geworden ist? Eine volksmusikalische Kult-Veranstaltung, deren Bedeutung mittlerweile weit über das Innviertel hinausreicht.

Schon am Premierenwochenende tummelte sich Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft im Zwink-Saal in Aspach. Auch die Vertreter der Politik und Wirtschaft scheuen die Konfrontation mit den Gstanzlsängern nicht, ist es doch längst eine Ehre, „ausgesungen“ zu werden. So stellten sich Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, die SPÖ-Nationalratsabgeordneten Marianne Hagenhofer und Hermann Krist, die Landtagsabgeordneten Erich Rippl und Franz Weinberger, Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Franz Reisecker und Bezirkshauptmann Georg Wojak, Energie-AG-Geschäftsführer Hans Zeinhofer tapfer der „Gefahr“, ausgesungen zu werden.

Franz Hiesl, nach eigenen Worten ein „Westring-Geschädigter“, bekam am Premierenabend einiges ab. Die Aspacher Tridoppler hatten auch gleich einen Vorschlag für ihn parat: „Wann da Westring nix wird, brauchst ned so fad schaun, dann muasst halt in Aspach a paar Güterweg baun!“

Auf die „Belohnung“ von Hiesl in Form einer Runde Bier konterte Tridoppler-Chef Pepi Wimmleitner: „Allerhand, dass da Hiesl oa Jahr nach der Wahl nu a Bier spendiert. Vor da Wahl hätt’s uns eh fast datränkt ...!“

Auch OÖN-Chefredakteur Gerald Mandlbauer wurde ausgesungen. Seine schüttere Haarpracht bezeichnete Gstanzlsingen-Debütant Bene Weber aus Bayern als „eine Art Flächenstilllegung“.

Auf einen Gast warteten die Veranstalter am Sonntag vergebens. Auf Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl. Dieser hatte telefonisch zwei Karten reservieren lassen. Ein Josef Ackerl kam dann auch – allerdings ein Namensvetter aus Sierning, der mit verschmitztem Lachen seinen Ausweis zückte und sich die Karten abholte.

Am Freitag und Samstag stehen die letzten drei Gstanzlsingen am Programm. Sie sind ausverkauft.

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Artikel Von Roman Kloibhofer 18. November 2010 - 00:04 Uhr
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