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Ein Sommertheater ohne Gelsen und Regenschutz

WALDKIRCHEN. Lumpazivagabundus treibt im Seminarkulturhotel sein Unwesen – Wesenufer soll "Fixplatz guter Theaterkunst" werden.

Ein Sommertheater ohne Gelsen und Regenschutz

Intendant Reinhold Gugler, Claudia Pauzenberger, Bürgermeister Herbert Strasser und Friedrich Bernhofer (v.l.) Bild: (Burgstaller)

Das Seminarkulturhotel Wesenufer ist zu einer beliebten Anlaufstelle an der Donau geworden – sowohl für Touristen als auch Kursbesucher. Im August wird das beliebte Zentrum um eine Attraktion reicher – das Sommertheater Wesenufer. Eine Profitruppe um den in der Nachbargemeinde Oberranna geborenen Reinhold Gugler gibt sowohl Nestroys "Lumpazivagabundus" als auch Zweigs "Schachnovelle" zum Besten.

Und das "abseits von lästigen Gelsen und noch lästigeren Regengüssen", verrät Intendant Gugler: Das Sommertheater Wesenufer geht im Kultursaal des Hotels über die Bühne. Intendant, Regisseur und Hauptdarsteller Reinhold Gugler ist zuversichtlich, dass das Sommertheater Wesenufer Zukunft hat: "FÖTA, der von mir und einem Freund zu Jahresbeginn gegründete Verein zur Förderung österreichischer Theateraktivitäten, hat sich viel vorgenommen. Wir organisieren österreichweit Veranstaltungen im Bereich der darstellenden Kunst, Autoren-Wettbewerbe, Workshops und Seminare. Wesenufer ist unser erstes Sommertheater. Diese Premiere ist uns allen Ansporn, wir – das sind neun Profischauspieler verschiedener Wiener Bühnen – werden uns besonders anstrengen, Wesenufer zum Fixplatz guter österreichischer Theaterkunst zu machen."

Mit dem Seminarkulturzentrum um Marketingchefin Claudia Pauzenberger, engagierten Gemeindevertretern um Bürgermeister Herbert Strasser und Amtsleiter Walter Humer sowie einem Werbeprofi wie Friedrich Bernhofer als Vorsitzendem der Tourismusregion Donau ist Gugler nicht bange, mit dem Theatersommer Wesenufer ein künftiges Vorzeigeprojekt aus der Taufe zu heben. "Nicht zu vergessen die vielen Kleinsponsoren, die erfreulicherweise relativ schnell gefunden werden konnten", sagt Gugler. Weil Kultur ein fixer Bestandteil des Hauses sei, sei es für die Verantwortlichen des Seminarkulturhotels selbstverständlich gewesen, auf den Zug "Sommertheater" aufzuspringen, als die Idee zu die Vorhaben geboren wurde. "Auch deshalb, weil es von den Seminaren her im Sommer bei uns etwas ruhiger ist", gibt Marketingprofi Pauzenberger gerne zu.

Bürgermeister Herbert Strasser will mit dem Sommertheater den Tourismus zusätzlich ankurbeln: "Wir liegen ideal zwischen Passau, Linz, Wels und Ried, sind also auch aus diesen Zentren schnell erreichbar, und bieten außerdem Profitheater vom Feinsten." Für Tourismusobmann Friedrich Bernhofer war es selbstverständlich, mit seinem 49 Gemeinden umfassenden Donau-Tourismus auf den Wesenuferer Theaterzug aufzuspringen. "Benutzer des beliebten Donau-Radweges sind für eine Abwechslung auf ihrer Urlaubsfahrt genauso dankbar wie Donausteig-Wanderer. Und schließlich sind ja auch die Betreiber der Tourismusbetriebe hier im oberen Donautal interessiert, dass Gäste nicht in einem Schwung durchradeln oder -wandern, sondern hier einen Stopp einlegen." Es sei nun wichtig, Radler wie Wanderer auf das Sommertheater Wesenufer aufmerksam zu machen: "Dafür werden meine Donau-Mitarbeiter sorgen", ist Bernhofer überzeugt. (burgstaller)

„Hoffen auf eine schwarze Null“

Er sprüht geradezu vor Tatendrang und beeindruckte bereits bei der Medienpräsentation des Sommertheaters Wesenufer kurzzeitig als Lumpazivagabundus: Reinhold Gugler, Intendant, Regisseur, Organisator, Marketingmann und Hauptdarsteller in einem. Der in der Nachbargemeinde Oberranna geborene ehemalige Casino-Manager und spätberufene studierte Theatermacher, gibt sich keine Illusionen hin und bilanziert für die Sommertheater Wesenufer-Premiere mit einer Schwarzen Null. Weil er aber höchst ambitionierte Mitveranstalter (Seminarkulturhotel, Gemeinde, Donau-Tourismus und viele Kleinsponsoren) hinter dem Projekt weiß, ist Gugler zuversichtlich, „dass das Sommertheater Wesenufer eine Dauereinrichtung wird. Künftig vielleicht sogar verteilt auf mehrere Wochenenden.“

Der „Lumpazivagabundus“ von Nestroy wurde deshalb gewählt, „weil es sich dabei um ein bekanntes und beliebtes Stück handelt. Eine Boulevard-Komödie mit vielen Angriffspunkten und einem gerne zu beobachtenden Spannungsfeld zwischen Geld und Liebe.“ In der Bearbeitung von Reinhold Gugler wurde aus der Komödie „eher eine Satire, bei der menschliche Abgründe aufgegriffen werden“, verrät dieser vielsagend lächelnd.

Die Termine: „Lumpazivagabundus“: Premiere am Sonntag, 7. August, weiters Donnerstag, 11., und Freitag, 12. August, jeweils 20 Uhr. Vorverkauf (wesenufer.foeta.at, tickets@foeta.at, 0660 / 7705140, oder direkt im Seminarkulturhotel Wesenufer): 20 Euro, Abendkassa 25 Euro. Weil es sich beim Sommertheater Wesenufer um ein „Theaterfestival“ handle, wird laut Intendant Gugler auch ein weiteres Stück angeboten, die „Schnachnovelle“ von Stefan Zweig am Mittwoch, 10. August, um 20 Uhr. Es handelt sich dabei um ein Gastspiel des Pygmalion-Theaters Wien. Vorverkauf 15, Abendkassa 20 Euro.

 

 

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Artikel 21. Juli 2016 - 07:00 Uhr
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