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Ein Abschied nach 38 Jahren mit etwas Wehmut: "Mein Leben ist die Messe"

RIED. Für Projektleiterin Marieluise Dietringer war es die letzte große Rieder Herbstmesse.

Ein Abschied nach 38 Jahren mit etwas Wehmut: "Mein Leben ist die Messe"

Marieluise Dietringer ist seit 1979 bei der Messe Ried – mit Jahresende geht sie in Pension. Bild: streif

Vergangener Sonntag, 16.30 Uhr, Marieluise Dietringer, Projektleiterin der Rieder Landwirtschafts- und Herbstmesse, wird auf der ORF-Bühne interviewt. Eineinhalb Stunden sind es noch bis zum Ende "ihrer" letzten großen Herbstmesse. Auf die Frage, ob sie die Messe noch weiterhin beratend unterstützen werde, antwortet die 59-Jährige: "Ja, das glaube ich schon, mein Leben ist die Messe." Schon vor einigen Jahren hielt Dietringer im OÖN-Gespräch fest, dass die Messe zu einem Bestandteil ihres Lebens geworden sei. "Ich identifiziere mich mit der Messe – so, als ob sie zu mir gehören würde."

Ende des Jahres wird sich Dietringer, die seit 38 Jahren für die Messe Ried arbeitet, in die Pension verabschieden. Angefangen hat die gebürtige Hausruckviertlerin 1979 als Assistentin der Messedirektion, seit 2003 ist sie als Projektleiterin der Herbstmesse dafür verantwortlich, dass mehr als 800 Aussteller alle zwei Jahre bei Laune gehalten werden.

"Ja, wenn ich daran denke, dass das jetzt die letzte große Messe für mich als Projektverantwortliche war, dann ist da schon Wehmut dabei, so ehrlich muss ich schon sein", sagt die 59-Jährige im OÖN-Gespräch.

In dieser Sache ist sich Franz Dim, Aufsichtsratsvorsitzender und viele Jahre Präsident der Messe Ried, mit Dietringer voll und ganz einig: "Die Wehmut, die sie hat, die teile ich uneingeschränkt mit ihr", sagt Dim und fügt hinzu: "In all den Jahren hat man sich auf Marieluise Dietringer immer zu 100 Prozent verlassen können. Ihre Erledigungen erfolgten mit einer beispiellosen Konsequenz." Dass Dietringer im Jahr 2004 vor der Bestellung von Helmut Slezak zum Messedirektor sogar zwei Monate lang Geschäftsführerin war, wissen nur die wenigsten. Er habe sie als damaliger Messepräsident mehr oder weniger dazu nötigen müssen, so Dim mit einem Schmunzeln.

Ihre "Abschiedsmesse" ließ Dietringer am Sonntagabend um 18.30 Uhr noch bei einer traditionellen Jause und einem Bier mit den Arbeitskollegen im Büro ausklingen. "Da wissen wir immer, dass wir es geschafft haben", so Dietringer. Eine Stärkung, die sich die langjährige gute Seele der Messe mehr als verdient hatte.

16.000 Schritte an einem Tag

Laut Schrittzähler war sie während der fünf Messetage mehr als 61 Kilometer zu Fuß unterwegs. Rekord war der Mittwoch mit mehr als 16.000 gezählten Schritten.

Harald Heindl, der Marieluise Dietringer nachfolgen wird, braucht also mit Sicherheit eine gute Kondition.

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Artikel Thomas Streif 12. September 2017 - 04:37 Uhr
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