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Drei aus dem Bezirk Braunau haben Nationalrat-Chancen

BEZIRK BRAUNAU. Vor dem Wahlkampf: Spannend in der ÖVP, zittern in der SPÖ.

Drei aus dem Bezirk Braunau haben Nationalrat-Chancen

Andrea Holzner, Tarsdorf, ÖVP Bild: VP

Noch ist Harry Buchmayr, SPÖ, als einziger aus dem Bezirk Braunau im Nationalrat. Seine politische Tätigkeit auf Bundesebene endet mit der kommenden Wahl, so viel ist sicher. Wie die OÖNachrichten bereits berichteten, schickt die SPÖ die Braunauerin Gabriele Knauseder als Listenerste für den Wahlkreis Innviertel in den Wahlkampf. Ob sie den Einzug schafft, ist nicht sicher, zumal auch Buchmayrs Mandat schon ziemlich knapp abgesichert war.

ÖVP-Politiker aus dem Bezirk Braunau wollen erreichen, dass ein Vertreter aus ihren Reihen in den Nationalrat einzieht. Weil der Bezirk Braunau der größte im Wahlkreis Innviertel sei, lautet eine Begründung. Spannend ist, wer von der Bezirkspartei unterstützt wird. Andrea Holzner, Bürgermeisterin in Tarsdorf, ist hinter August Wöginger aus dem Bezirk Schärding auf der Innviertelliste als Zweite gereiht – gemäß dem beschlossenen Mann-Frau-...Reißverschlusssystem. Auf den Plätzen eins und drei sind mit Wöginger und Hofinger zwei derzeit aktive Nationalräte gesetzt, für Gerald Weilbuchner aus Burgkirchen bleibt somit nur der fünfte Listenplatz im Innviertel. Doch der Jungpolitiker bekam bei den vergangenen Wahlen viele Vorzugsstimmen. Und diese spielen nach den parteiintern jüngst beschlossenen Richtlinien eine entscheidende Rolle. Die erstellte Reihenfolge auf der Innviertel-Liste der ÖVP kann sich durch Vorzugsstimmen total ändern.

Drei aus dem Bezirk Braunau haben Nationalrat-Chancen

Gerald Weilbuchner

 

Wenn Weilbuchner einen Vorzugsstimmenwahlkampf führt – und das möchte er – hat er durchaus Chancen auf ein Nationalratsmandat. Eines in den Bezirk Braunau zu holen, ist Ziel der ÖVP-Funktionäre im Bezirk. Auch Holzner hat angekündigt, um Vorzugsstimmen werben zu wollen. Unterstützer aus den eigenen Reihen hat sie. Bezirksparteiobmann Franz Weinberger hat sie von der Kandidatur überzeugt. Doch Gerald Weilbuchner, der in Wien arbeitet und politisch eng mit Kanzlerkandidat Sebastian Kurz verbunden ist, auch. Seine Jugend gilt als Pluspunkt. Werben Holzner und Weilbuchner um Vorzugsstimmen, könnten es für beide zu wenig werden. Sollte Weilbuchner in den Nationalrat einziehen, könnte sein, dass Franz Weinberger doch die gesamte Periode Landtagsabgeordneter bleibt, der Landesparteivorstand müsste das beschließen. Der Wechsel war für Ende 2017 vorgesehen.

Drei aus dem Bezirk Braunau haben Nationalrat-Chancen

Gabriele Knauseder

 

Auf der Innviertelliste der Grünen ist David Stögmüller aus Braunau als Erster gereiht, auf jener der FPÖ Wolfgang Pohler aus Tarsdorf als Dritter – beide haben kaum Chancen auf ein Mandat.

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Artikel Monika Raschhofer 13. Juli 2017 - 06:29 Uhr
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