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Drei Jahre regionaler Naturschutz: "Die Maßnahmen tragen Früchte"

BEZIRK BRAUNAU. Auf 120 Hektar sind neue Lebensräume für Kiebitze, Rotmilane und Co. entstanden.

Johann Priemaier, Manfred Haimbuchner, Josef Neuhauser und Franz Reinthaler Bild: lp

Naturschützer, Landwirte und Jäger gehen zwar nicht immer Hand in Hand, in diesem Fall aber schon: Vor drei Jahren hat man sich das gemeinsame Ziel gesteckt, neue Lebensräume für artenbedrohte Tiere zu schaffen. Das Projekt trägt bereits Früchte, die im Beisein von Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FP) in Moosbach präsentiert wurden. Als Landesrat für Naturschutz unterstützt dieser das Projekt finanziell.

Bis Ende 2017 investierten das Land und der Landesjagdverband rund 100.000 Euro. Haimbuchner: "Wir Menschen haben nicht das Recht, zu bestimmen, welche Tier- und Pflanzenart überleben darf und welche nicht. Vielleicht spricht auch der Vater aus mir, zu dem ich Anfang des Jahres geworden bin, aber wir müssen das Artenreichtum für nachfolgende Generationen erhalten."

Neue Lebensräume erschaffen

Kiebitze, Rebhühner, Feldlerchen, Rotmilane, Sumpfschrecken – sie alle und noch mehr sollen von dem regionalen Naturschutzplan profitieren. Mittlerweile werden 120 Hektar in zwölf Gemeinden bewirtschaftet. "Das entspricht einer Größe von etwa 170 Fußballfeldern", sagt Christopher Böck, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes.

Von Biologen entwickelt und bereits umgesetzt werden konnten intensive Grünland- und Gewässerrandstreifen sowie Feuchtflächen. Projektleiter Josef Neuhauser konkretisiert: "Wir haben unter anderem vorübergehend nicht bewirtschaftete ,Kiebitz-Inseln’ für Kolonien angelegt, Ackerbrachen und die Neuanlage von Wiesenrainen gefördert."

Auch gut für die Bienen

Auch die Bienen sollen sich an dem Mehr an Blühflächen bereichern. Wie bereits berichtet werden in den Gemeinden Moosbach, Burgkirchen, Jeging, Uttendorf und Mauerkirchen derzeit 2500 Päckchen Saatgut an Interessierte verteilt. Zusätzlich wurden zwanzig Hektar Bienenweiden angebaut. Denn eine lebendige Insektenwelt käme auch wieder den Wildtieren zugute, betont der Pressereferent des Bezirksjagdausschusses, Franz Reinthaler.

Bei einer Pressefahrt durch einige der Projektgemeinden konnte sich Haimbuchner von den Ausmaßen und der blühenden Entwicklung überzeugen, er bezeichnete es als ein "sehr gelungenes Projekt".

Reinthaler berichtete über die ersten Erfolge. So seien etwa nachweislich mehr Sumpfschrecken entlang des Moosbachs gesichtet worden, Rotmilane fühlen sich im Kobernaußerwald wieder heimisch, und auch die Kiebitz- und Rebhühnerzahlen steigen wieder an. "Die Maßnahmen greifen", so Franz Reinthaler und seine Projektpartner.

Denn es sei auch sehr vorbildhaft, wie gut Jägerschaft, Naturschutz und die Landwirte, die die Flächen zur Verfügung stellen, zusammenarbeiten.

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Artikel Lisa Penz 12. Juni 2018 - 01:04 Uhr
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