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Dieser Surspeck ist eine Sünde wert

ALTHEIM, INNVIERTEL. Genuss-Bauernhof Jenichl: Blütenweißer Speck, der wie Butter auf der Zunge zergeht.

Dieser Surspeck ist eine Sünde wert

Eingespieltes Team: Brigitte und Franz Jenichl bei der Zerlegung eines Schweines, die am eigenen Hof geschlachtet werden. Bild: Furtner

Fein geschnitten, mit Pfeffer und Schnittlauch gewürzt auf frischem Bauernbrot, oder verkocht in den "Innviertler Speckknödeln" – der Surspeck ist immer eine Sünde wert. Dem "weißen Gold" des Innviertels ist mittlerweile eine eigene Genu ss-Region gewidmet!

Franz und Brigitte Jenichl aus Wagham sind weitum bekannt als Produzenten dieser Innviertler Delikatesse. "Das ist ja reines Fett und sicher total ungesund", begegnen viele Menschen dem Surspeck auch mit großer Skepsis. "Wir haben am Anfang sehr viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten müssen. In Maßen genossen ist Speck nicht ungesund. Wenn ich zwei Brote mit Extrawurst esse, ist das sicher nicht gesünder. Der Surspeck enthält genauso Omega 3-Fette wie der Fisch", schwört Franz Jenichl auf die Qualität seines Produktes.

Zirka 80 Schweinderl stehen in seinem Stall. Und genießen den Luxus eines Strohbettes. "Wir füttern unsere Tiere nur mit eigenem Getreide. Ein Mastbetrieb muss seine Tiere in drei Monaten verkaufen, bei uns stehen die Schweine mindestens sechs Monate im Stall. Die Specksauen eineinhalb Jahre. Dann ist das Fleisch wirklich gut ausgereift. Schnelligkeit ist bei uns verpönt. Außerdem füttern wir weder Kraftfutter noch Mais und sind natürlich antibiotikafrei. Darauf lege ich großen Wert", sagt Franz Jenichl.

Dieser Surspeck ist eine Sünde wert

Obwohl es beim Besuch der OÖN am Jenichl-Hof schwül ist, fällt eines sofort auf: Es "riecht" nicht nach Schweinestall, man hört kein Tiergeschrei und auch die Fliegen sind nicht lästig.

"Unsere Tiere sind keinem Stress ausgesetzt, können Tag und Nacht fressen und trinken. Deshalb haben sie auch keinen erhöhten Adrenalin-Ausstoß. Schnell gefütterte Schweine bekommen oft auf dem Transport zum Schlachthof einen Herzinfarkt", begründet Franz Jenichl die Ruhe auf seinem Hof.

Drei Tonnen Surspeck im Jahr

Bis zu drei Tonnen Surspeck verarbeitet die Familie Jenichl jährlich. "Ganz wichtig ist, dass der Speck beim Schlachten in noch warmem Zustand herausgeschnitten wird. Danach wird er in grobes Salz eingedreht, etwas Knoblauch kommt dazu, anschließend wird der Speck fest in Kunststoffbehälter geschlichtet. Mit viel Gefühl würzen, schließlich soll das Produkt nicht nach Knoblauch schmecken. Nach sechs Monaten hat der Speck ein eigenes Aroma und ist butterweich. Dafür sind wir weitum bekannt", freuen sich Brigitte und Franz Jenichl über eine stark steigende Kundenzahl.

Mittlerweile kommen Kundschaften aus Linz, Salzburg, Wels und sogar München in den Hofladen der Familie und decken sich mit dieser leckeren Innviertler Spezialität ein.

Qualität hat ihren Preis! Feilschen mag Franz Jenichl gar nicht: "Wenn einer glaubt, er möchte die Ware billiger haben, verzichte ich gerne auf dieses Geschäft. Da bin ich beinhart!"

 

Dieser Surspeck ist eine Sünde wert

Rezept: Surspeck-Knödel

Zubereitung: Für die Fülle den Speck in ganz kleine Würfel schneiden und mit frisch gemahlenem Pfeffer (je nach Geschmack) würzen und mit Schnittlauch vermengen.

Aus dieser Masse kleine Knödel formen.

Für den Teig das Knödelbrot, Salz, Eier, Milch und Mehl gut vermischen und durchkneten. Den Teig in gleichmäßige Stücke schneiden, diese flachdrücken und mit Speckkugerl belegen.

Den Teig darüber schlagen und Knödel formen.

Anschließend zirka 12 bis 15 Minuten kochen.

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Artikel Josef Schuldenzucker 21. Juli 2017 - 12:04 Uhr
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