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Das Handwerk als Familientradition

EBERSCHWANG. Keramische Werkstätte Angermayer: Individuelles Design und höchste Qualität seit 90 Jahren.

Das Handwerk als Familientradition

Handwerkskunst in Vollendung: Michael und Christoph Angermayer Bild: privat

Die keramische Werkstätte Angermayer gilt als Handwerksbetrieb der Meisterklasse, die sich mit hoher Qualität und exquisitem Design einen Namen gemacht hat. Die Firma ist seit 90 Jahren ein Spezialist für Kachelöfen-Unikate. Der Eberschwanger Betrieb ist der zweitgrößte Keramikhersteller in Österreich.

Unter der Leitung von Geschäftsführer Michael Angermayer werden Öfen in Einzelanfertigung, abgestimmt auf den individuellen Kundenwunsch und die Raumsituation, produziert. Zwischen 70 bis 80 Öfen jährlich werden von Sohn Christoph und den sechs Mitarbeitern erzeugt.

Die Rohstoffe für die Kacheln kommen aus dem Westerwald in Deutschland, werden aber selber zusammengemischt. Die Einzelteile werden etwa 14 Tage getrocknet, bevor sie das erste Mal bei 940 Grad über Nacht gebrannt werden. Danach müssen sie etwa einen Tag auskühlen, anschließend wird die Farbe aufgetragen.

"Wir schütten die flüssige Glasur mit einem Schöpfer über die Kacheln. Durch den Glasurfluss wirken die Kacheln nicht lackiert und sind so ein wenig individueller", erklärt Michael Angermayer. Anschließend werden die Kachelofenteile zum zweiten Mal gebrannt, diesmal bei 1000 Grad. Auch die Bemalung der Kacheln ist nach wie vor reine Handarbeit. Von rustikalen Motiven bis hin zu individuellen, wie beispielsweise Familienwappen, ist alles möglich. Besonders beliebt sind derzeit Jagdmotive.

Seit 1989 führt Michael Angermayer die Werkstätte. In zwei bis drei Jahren wird sie sein Sohn Christoph, der bereits 2012 die Meisterprüfung abgelegt hat, übernehmen.

Handwerkspreis für Angermayer

Im vergangenen Jahr erhielt Angermayer-Keramik den ersten Platz beim OÖ. Handwerkspreis und heuer feierte das Unternehmen das 90-jähriges Firmenjubiläum. Etwa 20 Prozent der Produkte gehen in den Export, der Rest wird österreichweit verkauft. Neben Restauration werden sowohl traditionelle als auch moderne Ofenvariationen angeboten. Beispiele können im hauseigenen Schauraum in Eberschwang begutachtet werden. Ebenso viel verschiedene Musterkacheln.

Wer wärmt sich an einem Angermayer-Kachelofen? Riccardo Muti hat einen, Didi Mateschitz und auch die Familien Underberg, Hipp oder Porsche wärmen sich an einem "Angermayer"-Ofen.

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Artikel OÖN 12. August 2017 - 15:04 Uhr
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