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Burgkirchner JUZ schließt, in Altheim öffnet neues

ALTHEIM, BURGKIRCHEN. Das Jugendzentrum in Burgkirchen wurde selten besucht, in Altheim scheint die Nachfrage vor Neueröffnung größer.

Burgkirchner JUZ schließt, in Altheim öffnet neues

Altheims Jugend bei der Besichtigung der Räume, in denen das neue Jugendzentrum eröffnet wird. Bild: privat

Seit Jahresbeginn ist der Kellerraum in der Burgkirchner Mehrzweckhalle leer. Das Jugendzentrum des OÖ-Jugendcenter-Unterstützungsvereins (JCUV) wurde geschlossen. Besonders voll sei er ohnehin nie gewesen, sagt Bürgermeister Albert Troppmair (VP). "Es ist einfach nicht angenommen worden. Zwei Tage in der Woche war es geöffnet, im Schnitt kamen null bis drei Teilnehmer. Deshalb haben wir einen Schlussstrich gezogen", so der Bürgermeister. Der Vertrag mit dem JCUV wurde mit Jahresende gekündigt.

Viel Jugendarbeit der Vereine

Von einem Rückschlag für die Jugendbetreuung vor Ort spricht der Verein. "Es ist immer schade, wenn ein Jugendzentrum zusperren muss. Wir hätten den Standort gerne weiter betrieben, müssen aber mit der Entscheidung leben", sagt JCUV-Geschäftsführer Kurt Winter zur Schließung. Bürgermeister Albert Troppmair verweist auf die stetigen Bemühungen der vergangenen Jahre auch seitens der Gemeinde, das Jugendzentrum bekannter zu machen. "Es ist einfach nicht in Schwung gekommen. Bei uns gibt es eine starke Jugendarbeit der Vereine. Musik, Feuerwehr, Judo, Fußball, Landjugend. Da ist wahrscheinlich einfach keine Zeit für das Jugendzentrum geblieben", sagt Troppmair. Die rund 15.000 Euro, die die Gemeinde jährlich für das Jugendzentrum aufbrachte, stehen mit dem geringen Besuch nicht in Relation.

Räume, in denen sich Jugendliche zwanglos treffen können und Zeit miteinander verbringen können – ist das nicht überholt? Nein, sagt Lisa Etzinger. Die gebürtige Riederin wird das neue Jugendzentrum in Altheim, das voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres eröffnet, leiten. "Ich habe viele positive Rückmeldungen der Jugendlichen bekommen. Es fehlt ein Treffpunkt für Zehn bis 15-Jährige", sagt die 24-Jährige.

Schon jetzt, noch bevor das JUZ der "4Yougend" eröffnet wurde, treffen sich regelmäßig etwa 25 Jugendliche, die gemeinsam Ideen für "ihr" Jugendzentrum in der Bahnhofstraße sammeln. "Das wird bestimmt so eine fixe Kerngruppe, die kommt. Es ist aber natürlich jeder Jugendliche willkommen", sagt sie. Besonders über die Neue Mittelschule würden viele schon auf das neue Angebot aufmerksam. Auch aus den umliegenden Gemeinden.

Große Bedeutung habe, dass das Jugendzentrum zentral liegt und gut erreichbar ist, so Etzinger. "Das ist ja gerade das Wichtige. Unsere Zielgruppe ist ja noch nicht mobil und kann nicht einfach in eine andere Stadt fahren", sagt sie.

Nicht nur einfaches "Chillen" mit Freunden stehe im neuen JUZ im Mittelpunkt, es sollen auch Infoabende zu relevanten Themen aber auch Workshops, zum Beispiel Kochkurse, veranstaltet werden.

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Artikel Magdalena Lagetar 11. Januar 2018 - 08:04 Uhr
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