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Bessere Anschlüsse an Mattigtalbahn - Bus-Zubringerlösung für Gemeinden

INNVIERTEL. Bessere Anbindung an Salzburg und die Westbahn fix, Ersatz für nötige Halte-Reduzierung.

Bessere Anschlüsse an Mattigtalbahn – Bus-Zubringerlösung für Gemeinden

Details zu Änderungen per Fahrplanwechsel im Dezember Bild: OÖN

Der Bahn-Fahrplanwechsel per 10. Dezember bringt auch für das Innviertel Änderungen. Wegen geänderter Zeitlagen beim ICE sind auch zeitliche Anpassungen auf der Bahnstrecke Linz–Passau erforderlich. Und es kommt zu einer Neuordnung des Angebots auf der Mattigtalbahn von Braunau nach Salzburg.

Details wurden gestern von Landesrat Günther Steinkellner und ÖBB-Regionalmanager Paul Sonnleitner aus Andorf präsentiert: Auf Initiative des Landes Salzburg wurde eine Überarbeitung des Fahrplangefüges im Grenzraum Oberösterreich-Salzburg geplant. Wichtiges Ziel ist die Verbesserung und Taktverdichtung der S-Bahn (S2) auf der Achse Straßwalchen–Freilassing, die aufgrund der stark belasteten Strecke nur möglich ist, wenn in das nach Oberösterreich reichende Angebotsgefüge eingegriffen wird.

Das Paket enthält mehrere voneinander abhängige Änderungen: Stündlicher Railjet-Halt in Neumarkt-Köstendorf, Umsteigemöglichkeit von der Mattigtalbahn in den Railjet in Richtung Wien mit verkürzter Reisezeit, stündliche Führung der Züge der Mattigtalbahn – umsteigefrei nach Salzburg/Freilassing. Dazu ein zusätzlicher Zug Steindorf–Braunau zu Mittag und ein zusätzlicher Zug Vöcklabruck–Steindorf (samstags). Durch die bessere Erreichbarkeit des Fernverkehrs, die konsequenteren Durchbindungen aus der Mattigtalbahn und das zusätzliche Angebot im Flachgau werde das Öffi-Angebot in der Region stark attraktiviert.

In Summe komme es im oberösterreichischen Abschnitt zu einer Mehrleistung von rund 15.000 Zugkilometern. Die Verbesserung ist aber, wie berichtet, nur durch Einschränkungen der Halte in Munderfing-Achenlohe und Lengau-Teichstätt möglich.

Kompromiss Zubringerbusse

Bei den betroffenen Pendlern hält sich die Freude in Grenzen, es wurden Unterschriften gesammelt, die Gemeinden haben sich an das Land gewandt. Nun soll eine diskutierte Kompromisslösung mittels Zubringerbussen zu den nächstgelegenen Halten umgesetzt werden. Um zu gewährleisten, dass die Schüler und Pendler zu den gängigen Heimreisezeiten wieder an ihren Ausgangsort gelangen können, wird ein kleinräumiger Busersatz von den Haltestellen Friedburg Bahnhof und Munderfing Bahnhof eingerichtet. Eine von den Bürgern vorgeschlagene Streckenführung über die bestehenden Gemeindestraßen sei bereits vom Sachverständigendienst geprüft und bestätigt, so Landesrat Steinkellner.

"Fahrgäste, die in einem Zug sitzen, der in Teichstätt oder Achenlohe nicht hält, können in Lengau beziehungsweise aus Braunau kommend in Munderfing aussteigen. Dort wartet ein Bus, der sie abholt", so Erich Rippl, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister in Lengau, der froh sei, dass es zumindest einen brauchbaren Schienenersatzverkehr geben werde.

Investitionen der vergangenen Jahre in Park-and-ride-Stellplätze wie in Teichstätt wären ohne Ersatzlösung mittels Bussen umsonst ausgegebenes Geld, so Rippl. "Wir konnten eine Ersatzlösung erreichen, sodass die beiden Haltestellen trotz gestrichener Verbindungen zu den Hauptverkehrszeiten für Schüler und Pendler attraktiv bleiben." (sedi)

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Artikel 15. November 2017 - 00:04 Uhr
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