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Bernhofer: "Die Trappisten haben immer als Erste geholfen"

ENGELHARTSZELL. Ex-Landtagspräsident Friedrich Bernhofer bricht eine Lanze für die Flüchtlingshilfe in Engelhartszell.

Bernhofer: "Die Trappisten haben immer als Erste geholfen"

Einladung für die Flüchtlinge zu einer spannenden Donau-Schifffahrt in Engelhartszell Bild: privat

Rund 50 Flüchtlinge sind in der 1000-Einwohner-Gemeinde Engelhartszell einquartiert. Ein Großteil davon lebt im Stift Engelszell bei den Trappisten, auch in der Jugendherberge im Zentrum der Marktgemeinde wurden Asylwerber untergebracht.

Die Kritik in den vergangenen Tagen, dass Klöster und Pfarren zu wenig Flüchtlingsquartiere anbieten, treffe für Engelhartszell nicht zu, sagt der frühere Landtagspräsident und Abgeordnete Friedrich Bernhofer. Er sagt: "Bürgermeister Roland Pichler hat schon 2013 als einer der ersten im Lande mitgeteilt, dass Engelhartszell bereit ist, wieder Flüchtlingsfamilien aufzunehmen."

Damit erfülle die Gemeinde die vom Bund vorgegebene Gemeindequote schon lange, sagt Bernhofer im Gespräch mit den OÖNachrichten. Engelhartszell sei im Übrigen Flüchtlingen gegenüber schon in der Vergangenheit sehr offen eingestellt gewesen. Trotz der niedrigen Einwohnerzahl habe die Gemeinde seit 1945 eine große Zahl von Flüchtlingen aufgenommen, diese hätten sich auch gut integriert. "Es war beeindruckend, wie die Flüchtlinge im Jahre 2013 nach dem großen Hochwasser spontan mitgeholfen haben, im privaten und öffentlichen Bereich die Schäden zu beseitigen, obwohl auch ihr Haus betroffen war, berichtet Bernhofer.

"Sowohl bei der Polenkrise als auch während des Jugoslawienkrieges haben Stift, Pfarre und Gemeinde bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen eng zusammengearbeitet", sagt er.

Große Hilfsbereitschaft

Die Einwohner von Engelhartszell seien immer gut informiert gewesen, dadurch sei die Hilfsbereitschaft durch die örtliche Bevölkerung gesichert gewesen. Die Trappisten hätten dabei als erste die Bereitschaft gezeigt, Flüchtlinge aufzunehmen, betont Bernhofer, der von 1979 bis 2002 als Bürgermeister aktiv war. Am Donnerstag haben er und Bürgermeister Roland Pichler alle 50 Flüchtlinge aus Engelhartszell zu einer Donau-Schiffahrt nach Schlögen eingeladen. Die Firma Wurm+Köck hatte dazu 50 Plätze kostenlos zur Verfügung gestellt. (rokl)

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Artikel 08. September 2015 - 00:04 Uhr
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