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"Bei uns ist alles Handarbeit. Wir achten auf die Qualität"

EBERSCHWANG. Innviertler Knödel: Schon seit den 1970er Jahren wird die Original Innviertler Delikatesse in Eberschwang hergestellt.

"Bei uns ist alles Handarbeit. Wir achten auf die Qualität"

Brat- (Foto), Grammel-, Speck- und Chiliknödel hat die Firma Fuchsberger im Angebot. Bild: Fuchsberger GmbH

"Qualität und Handarbeit ist unser Erfolgsgeheimnis. Unsere Knödel sind alle handgedreht, die Zutaten kommen aus Oberösterreich und der näheren Umgebung", verrät Roland Fuchsberger, Geschäftsführer der gleichnamigen Knödelmanufaktur in Eberschwang. Der 31-Jährige ist mit der Firma groß geworden und seit zwölf Jahren im elterlichen Betrieb tätig. Der Innviertler absolvierte die Hotelfachschule in Bad Ischl, bevor er 2015 die Geschäftsführung des Familienbetriebs übernahm.

Lange Tradition

"Vor fast einem Jahrhundert hat meine Uroma das Gasthaus in Eberschwang eröffnet. Dann hat es meine Oma weitergeführt und später mein Vater. Schon in den 1970er Jahren standen die Innviertler Knödel bei uns auf der Speisekarte. Die Firma hat mein Vater auf Anregung der Gäste gegründet, bei denen unsere Knödel sehr beliebt waren und der Wunsch bestand sie auch nach Hause mitnehmen zu können", schildert Fuchsberger die Firmengeschichte.

Tausende Knödel täglich

Sein Vater, Betriebsgründer Kurt Fuchsberger, hat vor fast 50 Jahren ganz klein angefangen. "In der ersten Zeit gab es nur ein, zwei Angestellte", erzählt der 31-Jährige. Jetzt beschäftigt das Innviertler Traditionsunternehmen 40 Mitarbeiter und stellt täglich Tausende der begehrten Innviertler Schmakerl her. Besonders gefragt sind die Knödel in Oberösterreich und Salzburg. Auch einige Geschäfte in Bayern und dem Wiener Raum führen die Delikatessen aus Eberschwang. Die Auslieferung erfolgt in den firmeneigenen LKW. "Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird und ich die Qualität sicherstellen kann", erklärt Fuchsberger. Erhältlich sind die Knödel nicht nur in den großen Handelsketten, sondern auch direkt vor Ort im betriebseigenen Verkaufsraum.

Das Familienunternehmen hat vier verschiedene Sorten der Innviertler Spezialität im Angebot: Brat-, Grammel-, Speck- und Chiliknödel. Den Chiliknödel gibt es erst seit einigen Jahren. Er ist eine Erfindung des Juniorchefs. "Ich esse selbst gerne scharf. Die Rezeptur habe ich gemeinsam mit meinem Vater entwickelt. Der Chiliknödel ist im Prinzip eine Variante des Bratknödels. Er schmeckt nur ein bisschen würziger und schärfer. Ich wollte ausprobieren, ob der Geschmack auch bei den Kunden ankommt und es hat funktioniert", erzählt Fuchsberger, der die Knödel am liebsten mit Salat oder Erdäpfeln und Sauerkraut zubereitet.

Ein Produkt wie selbstgemacht

Und wie schafft der Unternehmer den Spagat zwischen industrieller Fertigung und einem Geschmack wie selbstgemacht? "Weil die Knödel im Grunde selbstgemacht sind. Jeder sieht ein wenig anders aus. Bei uns ist alles Handarbeit und wir achten sehr auf die Qualität der Rohprodukte. Unsere Knödel sind mit Liebe gemacht", erklärt der Geschäftsführer.

Nachahmer in ganz Österreich

Wer ein erfolgreiches Produkt herstellt, hat natürlich Konkurrenz. Nachahmer gäbe es österreichweit viele, erzählt der Eberschwanger Knödelfabrikant.

"Es gibt einige Firmen in Österreich, die unsere Knödel kopieren. Die sind aber weder handgemacht, noch aus der Region. Das Innviertler Original gibt es nur von der Firma Fuschberger", sagt der Firmenchef.

 

Gegrillte Knödel mit Ratatouille-Gemüse

Zutaten:
24 Stk. Fuschberger-Knödel, jeweils 180 g Zucchini, Melanzani und Paprika, 100 g entkernte Tomaten, 1/8 Liter Tomatensaft, 2 Knoblauchzehen, 80 g Zwiebel, 8 El Olivenöl, Salz, Pfeffer, Oregano, Thymian.

Die Knödel wie gewohnt nach Packungsanleitung kochen. Danach mit Olivenöl bestreichen. Den Gasgriller auf die höchste Stufe stellen und die Knödel auf dem Rost verteilen. Deckel schließen. Die Temperatur sollte zwischen 200 und 250 Grad betragen. Nach zwei Minuten die Knödel erneut mit Olivenöl bestreichen und wenden. Vorgang zwei Minuten später wiederholen. Nach etwa sechs bis sieben Minuten sind die Knödel außen goldbraun und knusprig, innen saftig.

Gemüse waschen und in ein Zentimeter große Stücke schneiden. Zwiebel glasig dünsten. Gemüse hinzugeben, mit Tomatensaft begießen. Garzeit: ca. 12 Minuten.

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Artikel OÖN 13. August 2017 - 10:04 Uhr
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