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Behörde ließ "amtlichen" Betonklotz von Lokaltür entfernen

SCHÄRDING. Gegen einen Schärdinger Lokalbetreiber, dem vorgeworfen wird, illegales Automatenglücksspiel angeboten zu haben, sind die Behörden zuletzt "schwergewichtig" vorgegangen.

Behörde ließ "amtlichen" Betonklotz von Lokaltür wieder entfernen

Behördlicher "Schließungsbeton" ist mittlerweile wieder entfernt. Bild: Streif Thomas

Wie berichtet, habe sich der Betreiber behördlich vorgeschriebenen Teilschließungen des Lokals widersetzt: Die Bezirkshauptmannschaft ließ vor der Eingangstür zum Lokal einen 600 Kilogramm schweren Betonklotz abladen. Die Tür selbst wurde mit amtlichen "Schließungssiegeln" versehen.

Eine Kombination, die unübersehbar zeigen sollte, dass das Lokal behördlich geschlossen ist. Solange geschlossen, bis der Betreiber glaubhaft machen könne, dass kein illegales Automatenglücksspiel mehr angeboten werde.

Betreiber unter Beobachtung

Mittlerweile ist es zu einer Einigung gekommen, wie seitens der Bezirkshauptmannschaft Schärding betätigt wird. Der Lokalbetreiber habe im Bereich, wo zuvor Automaten standen, Gitter angebracht, sodass dort keine Automaten mehr aufgestellt werden können. Nun dürfe das Lokal wieder geöffnet halten.

"Wir haben den Betonklotz am Freitag wieder entfernen lassen. Der Lokalbetreiber bleibt aber unter unserer Beobachtung", so Jurist Friedrich Burgstaller von der Bezirkshauptmannschaft. Damit hat der Lokalbetreiber, für den die Unschuldsvermutung gilt, wohl neue "Stammgäste" erhalten.

"Wenn wieder Automaten mit illegalem Glücksspiel aufgestellt werden, sperren wir wieder zu – und nie wieder auf." Gegen illegales Glücksspiel im Bezirk werde mit voller Härte durchgegriffen. Gegen den Schärdinger Lokalbetreiber steht übrigens eine Gesamt-Strafsumme im sechsstelligen Euro-Bereich im Raum. Der Betreiber habe "Schließungs-Amtssiegel" entfernt und immer wieder aufgesperrt.

Seitens der Finanzpolizei wurde das "rigorose und konsequente" Vorgehen der Schärdinger Behörde gelobt. "So ein Vorgehen wie hier in Schärding würde ich mir in allen Bezirken wünschen", so Peter Weldy, Leiter der Finanzpolizei Oberösterreich und Salzburg, der sein Büro in Schärding hat und beim "betonhaltigen" Schließen des Lokals vor Ort war.

Die Bezirkshauptmannschaft Schärding habe zu der ungewöhnlich plakativen Schließung des Lokals "positivste Reaktionen von vielen Seiten" erhalten, so Friedrich Burgstaller.

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Artikel Dieter Seitl 19. September 2016 - 00:04 Uhr
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