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Alles, was recht ist, wenn man krank ist

RIED. Großes Interesse bei Info-Veranstaltung von AK und OÖN in Ried über Rechte und Pflichten im Krankenstand.

Alles, was recht ist, wenn man krank ist

Mehr als 120 Besucher informierten sich am Dienstagabend in der AK Ried zum Thema "Achtung Falle - Krankheit und ihr gutes Recht" Bild: VOLKER WEIHBOLD

"Das Thema Krankenstand ist in unseren Beratungsgesprächen ein Dauerbrenner", sagt Siegfried Wambacher, Leiter der Arbeiterkammer-Bezirksstelle Ried. Dass dieses Thema vielen unter den Nägeln brennt, zeigte sich Dienstagabend. Mehr als 120 Besucher aus dem Innviertel und den angrenzenden Bezirken kamen zur gemeinsamen Informations- und Diskussionsveranstaltung "Achtung Falle - Krankheit und ihr gutes Recht" der Oberösterreichischen Nachrichten und der Arbeiterkammer in die AK Ried.

Die Anzahl der Krankenstandstage sei grundsätzlich rückläufig, 2016 waren es in Oberösterreich durchschnittlich 13,3 Tage pro Arbeitnehmer. Laut Reinhard Haider, Experte für Arbeitsbedingungen, sei das auch auf den Rückgang der Arbeitsunfälle und dem Arbeitsschutzgesetz zurückzuführen.

Hingegen würden die Kurzzeitkrankenstände steigen. "In der Gesamtstatistik machen diese jedoch nur rund zehn Prozent aus. Die Langzeitkrankenstände belaufen sich hingegen auf rund 50 Prozent der Gesamttage", so AK-Präsident Johann Kalliauer.

"Grundsätzlich ist zu beachten, dass man eine Krankmeldung unverzüglich dem Arbeitgeber melden soll", betont Michael Steffan, Rechtsexperte der AK Ried. In welcher Form diese zu erfolgen habe, sei rechtlich nicht festgelegt. "Auch in Zeiten von WhatsApp ist aber das gute alte Telefon wohl die beste Option", so Steffan.

Auch das Thema "Präsentismus" – so wird es bezeichnet, wenn man trotz Krankheit zur Arbeit geht – wurde angesprochen. Mehr als die Hälfte jener, die krank sind und arbeiten, machen dies aus falsch verstandenem Pflichtgefühl.

Video:

Reaktionen

Das Thema Krankenstand beschäftigt viele Arbeitnehmer, das wissen wir aus vielen Beratungen. Die vielen Besucher bei der gemeinsamen Veranstaltung der AK und der OÖN haben diese Einschätzung bestätigt.“

Siegfried Wambacher, Leiter der AK Ried

 

 

Ich habe in meinem Beruf als Physiotherapeutin mit vielen Menschen zu tun, die im Krankenstand sind. Die rechtlichen Hintergründe interessieren mich deshalb. Ich habe heute viele interessante Informationen erhalten.“

Tina Jagereder, Neuhofen im Innkreis

 

 

Informationen zu diesem komplexen Thema einzuholen, gibt einem eine gewisse Sicherheit. Vor allem ist ein Basiswissen gut, falls man selber einmal in eine solche Situation kommen sollte. Der Abend war für mich sehr informativ.“

Franz Hager, Ried im Innkreis

 

 

Wie muss eine Krankmeldung erfolgen, wann muss ich mich krank melden, was ist, wenn ich im Urlaub krank werde – das sind alles Fragen, die mich interessiert haben. Es ist einfach wichtig, dass man sich auch darüber richtig informiert.

Elisabeth Fuchs, Tumeltsham

 

 

Es hilft schon, wenn man weiß, worauf man bei Krankheit achten muss. Ich bin nach einer Unfallverletzung in der Situation, dass sich einige Fragen über Krankenstand und die Folgen ergeben. Für mich ist das Thema derzeit aktuell.

Engelbert Salomon, Ried

 

 

Ich habe mich aus der Sicht als Arbeitgeber über das Thema informiert. Es geht mir darum, Bescheid zu wissen, worauf man Anrecht hat und was man zum Thema Krankenstand wissen und beachten muss. Etwa bei den Ausgehzeiten.

Bettina Hofmann, Ampflwang

 

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Artikel Roman Kloibhofer und Thomas Streif 07. Dezember 2017 - 12:04 Uhr
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