Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 23. Mai 2018, 03:17 Uhr

Linz: 17°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 23. Mai 2018, 03:17 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Innviertel

1036 Stimmen: Braunauer mit extra großem Musikwerk in Wien zu Gast

BRAUNAU / WIEN. Partitur umfasst 1036 Stimmen und 1,6 Millionen Notenzeichen – in Wien zu hören.

1036 Stimmen: Braunauer mit extra großem Musikwerk in Wien zu Gast

1,6 Millionen Notenzeichen: Rudolf Wakolbingers Werk derzeit im Naturhistorischen Museum in Wien Bild: (Stefan Schlögl)

Ein Team aus dem Bezirk Braunau bringt die Evolution des Universums als Klanginstallation zur Aufführung. Die Initiatoren Martin Schlögl und Rudolf Wakolbinger haben mit Unterstützung durch Martin und Sebastian Bachmayr eine Installation geschaffen, die aus 216 Lautsprechern erklingt und derzeit im Naturhistorischen Museum Wien zu hören ist.

Die Partitur "Expansion of the Universe" des Braunauer Komponisten Rudolf Wakolbinger umfasst 1036 Stimmen und 1,6 Millionen Notenzeichen auf einer "Fläche" von 240 Quadratmetern – vom Urknall bis zur Gegenwart, wobei mehrere Milliarden Jahre anhand wissenschaftlichen Materials in eine musikalische Sprache "übersetzt" werden.

Entwickelt und konstruiert wurde das System mit 216 Lautsprechern durch die Braunauer Firma Netzteil um Martin und Sebastian Bachmayr. Als Vorlage für die Partitur dienten unter anderem sogenannte Mikrowellen-Aufnahmen des Universums, erstellt durch die US-Raumfahrtbehörde NASA.

Die darin enthaltenen Informationen, wie zum Beispiel die Entstehungsprozesse von Galaxien oder die Verteilung der Materie im Universum, wurden zeitgetreu dem Verlauf der Expansionsgeschwindigkeit angeglichen und in zweieinhalb Jahre dauernder Arbeit in eine innovative musikalische Sprache übertragen. "Expansion of the Universe" wird in dieser Form der Klanginstallation umgesetzt.

In den NASA-Aufnahmen werden die Entstehungsprozesse von Sternen und Galaxien durch elektromagnetische Schwingungen farblich dargestellt. Wakolbinger übertrug diese Schwingungen in einen akustisch wahrnehmbaren Bereich, um so einen formalen Rahmen für seine Komposition zu erhalten: zeitgetreu dem Verlauf der Expansionsgeschwindigkeit angeglichen und in eine musikalische Sprache übertragen.

Das Stück dauert 13,8 Minuten entsprechend der 13,8 Milliarden Jahre vom Urknall bis in die Gegenwart. Die Partitur umfasst 1036 Stimmen. Der Komponist Rudolf Wakolbinger wurde 1983 in Braunau am Inn geboren. Er begann in seiner frühen Jugend zu komponieren und ließ sich dabei von Musikern wie Frank Zappa, der Industrial-Band "Einstürzende Neubauten" oder auch von Johann Sebastian Bach und Anton Webern inspirieren. Seit seiner Studienzeit beschäftigt sich der Komponist mit Mathematik und Musik. Insbesondere interessierte er sich für die Umrechnung von Lichtwerten (Farben) in Tonhöhen. 

Kommentare anzeigen »
Artikel (sedi) 30. Mai 2017 - 01:04 Uhr
Mehr Innviertel

Siedlungs- und Gewerbegebiete sollen in Region besser abgestimmt werden

Vier Gemeinden ziehen an einem Zukunftsstrang – Manche Themen spießen sich.

Schüler arbeiteten zwei Jahre lang an Buch – 250-seitiges Werk nun fertig

OBERNBERG. Schüler arbeiteten mit Historikern zusammen und befragten Zeitzeugen in der Region.

Außenstelle der Römer-Landesschau lockt bald auch nach Engelhartszell

HAIBACH/SANKT AGATHA/ENGELHARTSZELL. Schauplätze in Haibach und St.

Feuerwehr Frauschereck unter neuer Führung

SANKT JOHANN AM WALDE. Standing Ovations für Ex-Kommandant Erich Feichtenschlager bei der Verabschiedung ...

Peter Hackmair präsentiert "Träum weiter"-Buch

RIED. ORF-Fußballexperte und Ex-SV-Ried-Kicker fasste die Geschichten von 25 Personen zusammen.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!