
Zwei wunderbare kleine Mädchen, das Haus gerade fertig gebaut – das Glück der jungen Familie schien perfekt. Bis zu jenem Tag im Oktober 2010, an dem Mutter Emma ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die zart gebaute 27-Jährige hatte tagelang erbrochen, war abgemagert, am Ende ihrer Kräfte. Etliche Untersuchungen später die niederschmetternde Diagnose: Multiple Sklerose. Eine spezielle Form, die Entzündungen im Kopf auslöst. Betroffen ist bei Emma R. jene Region im Gehirn, die für Organisation zuständig ist.
„Sie kann jetzt nur ganz schwer planen und organisieren“, sagt Stefan R. Die Kinder fertig machen für Kindergarten und Schule, Mittagessen kochen, am Nachmittag lernen mit der Älteren – all diese scheinbar einfachen Dinge zu planen, überfordert die Frau derzeit. „Sie kann zwar planen, aber das ist mit solchem Stress für sie verbunden, dass sie noch mehr Entzündungen bekommt“, so der 30-Jährige. „Oder sie fängt etwas an und hört mittendrin wieder auf. Sie kann sich ganz schwer konzentrieren.“
Große Herausforderung
Seit einigen Tagen ist Emma R. auch wieder daheim bei ihrer Familie. Davor verbrachte sie viel Zeit im Krankenhaus. Immer wieder kamen neue Komplikationen dazu: Eine Borreliose musste sie ebenso ausheilen wie Probleme mit den Augen und eine schwere Magengrippe. Für die bereits geschwächte Frau waren all die neuen Probleme eine große Herausforderung.
Wie auch die gesamte Situation für die junge Familie eine Herausforderung ist. Nicht nur psychisch, auch finanziell. „Meine Frau hatte gerade eine Ausbildung abgeschlossen, wollte sich als Masseurin selbstständig machen. Ihr Einkommen war fix eingerechnet in unsere Planung“, sagt Stefan R. Dieses Einkommen fehlt jetzt an allen Ecken und Enden.
Suche nach Zweitjob
„Derzeit bin ich auf der Suche nach einem Zweitjob, den ich möglichst von daheim erledigen kann“, erzählt Stefan R. „Anders wird es finanziell nicht gehen.“ Bis vor Kurzem musste der 30-Jährige neben seiner Arbeit in einem Büro auch noch Haushalt und Kinder managen. „Ich hab in der Früh die Kinder hergerichtet für Schule und Kindergarten, bin dann kurz ins Büro, danach wieder nach Hause zum Kochen und Hausübungenmachen mit der Großen. Dann bin ich wieder zurück in die Firma und hab dort bis in die Nacht hinein gearbeitet, damit ich die Arbeit des Tages erledigen konnte. Da war ich oft von sechs Uhr früh bis um Mitternacht mit Arbeit eingedeckt.“ Erst seit Kurzem unterstützt eine Familienhilfe der Caritas Stefan und Emma R. „Es geht sonst natürlich mit der Zeit schon sehr an die Substanz“, sagt der junge Ehemann.
Kleine Unterstützung
Eine Spende kann der Familie ihr Schicksal nicht abnehmen. Eine Spende kann jedoch helfen, zumindest die finanziellen Sorgen ein wenig zu mindern. Bitte helfen auch Sie dem OÖNachrichten-Christkindl beim Helfen. Spenden auch Sie auf das Christkindl-Konto Nr. 111.790, Sparkasse OÖ (BLZ: 20.320). Herzlichen Dank!
*Alle Namen geändert
Der österreichische Staat macht gerne auf sozial. Es wird uns immer wieder eingeredet, dass der Staat so viel Geld braucht, um soziale Leistungen zu erbringen. Aber wenn es um die Familien geht, dann hört sich die soziale Leistung des Staates auf, da fühlt sich der Staat auf einmal nicht mehr zuständig.
Ein Kind in einem Kinderheim kostet monatlich etwa 4000 Euro, bei 2 Kindern erbringt eine Familie demnach eine Leistung im Wert von 8000 Euro.
Aber wie sagte schon Adenauer: Für Kinder braucht man nichts tun, die kommen von alleine.
Unser Staat übernimmt sehr viel Kosten für Familien und deren Derivate.
Warum sollte allerdings die öffentliche Hand für alle Unwägbarkeiten und Unglücke des Lebens aufkommen? Das tägliche Betteln und Gesudere über die Ungerechtigkeiten des Alltags und der Firmen, deren Dienste man in Anspruch nimmt, geht auf keine Kuhhaut mehr! Sozialstaat JA! Aber bitte in Grenzen! Übrigens frage ich mich, wie uns unsere Eltern OHNE die diversen Beihilfen GROSS GEBRACHT haben ohne selbst dabei zu verhungern oder - wie heute gerne als Entschuldigung vorgebracht - kriminell zu werden.
Übrigens - Sozialbetrug ist auch strafbar!
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