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Maries Bauch sieht aus, als hätte sie eine Kugel verschluckt, sagt ihre Mutter. (Symbolbild) Bild: shutterstock

62,2 Kilo mit zehn Jahren: Krankheit lässt Marie nicht satt werden

GRIESKIRCHEN. Durch den Leptin-Rezeptor-Gendefekt hat das 1,41 Meter große Mädchen kein Sättigungsgefühl.

Von Verena Gabriel, 07. Dezember 2017 - 00:04 Uhr

Marie kann essen, so viel sie will. Sie wird nicht satt. Das Mädchen hat wegen ihrer Erkrankung, dem Leptin-Rezeptor-Gendefekt, dauernd Hunger.Trotz strenger Diät steigt das Gewicht der Zehnjährigen Monat für Monat an. Aktuell wiegt sie 62,2 Kilogramm bei einer Größe von 1,41 Meter.

Jahrelange Ungewissheit

Maries unstillbarer Appetit hatte ihre Eltern fast zur Verzweiflung gebracht. Noch viel schlimmer sei aber die jahrelange Ungewissheit gewesen. "Wir haben schon früh gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Als wir dann einen Arzt aufgesucht haben, hat der uns nur geraten, dass wir der Kleinen nicht so viel zum Essen geben sollten", sagt Maries Mutter, die lieber anonym bleiben möchte. Der Arzt schickte das Mädchen zu einem sechsmonatigen Abnehmkurs, der allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Neun Kilo mehr zeigte die Waage am Ende an. Erst als Marie acht Jahre alt war, ergab ein Befund, dass sie krank ist.

Nach außen hin sieht die Zehnjährige nicht wie ein krankes, sondern wie ein extrem übergewichtiges Kind aus. "Wenn wir unterwegs sind, drehen sich die Leute immer nach Marie um und schauen sie entgeistert an", erzählt die Mutter. Die Chancen auf Heilung ihrer Tochter rechnet sie sich gering aus, zumal die Krankheit erst Anfang 2015 entdeckt wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Leptinspritzen das einzige Heilmittel. Doch die sind bei Marie wirkungslos. Ihre Zellen sind zu. Mit viel Bewegung und einem strikten Ernährungsplan erhoffen sich Maries Eltern, dass die Volksschülerin nicht noch weiter zunimmt. Im Vorjahr wurde ein Therapierad für sie angeschafft. Weil das übergewichtige Mädchen auf dem Fahrradsattel nach kürzester Zeit außer Atem ist, hält es sich am liebsten im Wasser auf. Dreimal in der Woche geht es zum Schwimmen. Zu Hause im Garten hat die Familie zudem einen Pool aufgestellt. Der Spielplatz im Wasser ist im heurigen Sommer zu einem Hindernisparcours für Marie geworden. "Sie schaffte es nicht mehr über die Leiter, die in das Schwimmbecken hineinführt", erzählt die Mutter.

Nicht nur beim Baden – jeden Tag ist Maries massiger Körper ein Hindernis. Das beginnt bei der Turnstunde in der Schule und endet beim Kaufen ihrer Kleidung. Für eine Hose benötigt die Zehnjährige mit ihren 62,2 Kilogramm bereits Damengröße M. Umso problematischer war es, ein Kleid für ihre Erstkommunion zu finden. "Sie hat so geweint, weil nichts gepasst hat. Das bricht einem als Mutter das Herz."

OÖN-Christkindl hilft

Neben dem hohen Übergewicht äußert sich die Krankheit des Mädchens unter anderem in einem gestörten Gleichgewichtssinn. Das OÖN-Christkindl unterstützt die Familie beim Kauf eines adäquaten Kindersitzes.

Helfen Sie mit einer Spende an AT94 2032 0000 0011 1790

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