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Dringend gesucht: Krisen-Manager für Linzer Ars Electronica Center

Bild vergrößern Dringend gesucht: Krisen-Manager für Linzer Ars Electronica Center

Rätselraten und Unruhe dominieren derzeit im Linzer AEC.  Bild: unbekannt

LINZ. Der 2007 geholte Geschäftsführer ist weg, freie Mitarbeiter proben den Aufstand, der Wirtschaftsplan für das neue Jahr fehlt. In dieser Situation braucht die Stadt Linz für ihr krisengebeuteltes Ars Electronica Center dringend einen neuen Manager.

Nötig ist in dieser Situation ein Krisenmanager, der innerhalb kurzer Zeit tätig werden kann. Da bis zur endgültigen Bestellung eines neuen kaufmännischen Leiters an die sechs Monate vergehen, suchen die Verantwortlichen der Stadt Linz einen Übergangskandidaten. Bei Linzer Banken und renommierten Wirtschaftstreuhändern sind bereits Anfragen eingetroffen.

Großer Imageschaden

Nun muss ganz schnell entschieden werden, um große Imageschäden für das neue, 30 Millionen Euro teure Computerkunst-Museum an der Donau zu verhindern. Denn am 2. Jänner 2009 wird der Neubau mit der acht Millionen Euro teuren Leuchtfassade eröffnet.

Gelingt es nicht, bis zur Eröffnung das kulturelle Renommierunternehmen auf guten Kurs zu bringen, droht eine internationale Blamage, da das neue AEC besonderes Prunkstück für das Linzer Kulturhauptstadtjahr 2009 sein soll.

Die Verantwortlichen haben bereits viel Zeit vergeudet. Denn die strittigen Personalfragen gären schon länger. Mehrere freie Dienstnehmer des AEC haben auf Anstellung geklagt. Die Gebietskrankenkasse hat bei einer Prüfung festgestellt, dass etliche freie Mitarbeiter des AEC ins Angestelltenverhältnis übernommen werden müssten.

Doch das ist noch immer nicht erfolgt. Der Linzer Kulturreferent und AEC-Aufsichtsratschef Vizebürgermeister Erich Watzl (VP) tritt nun dafür ein, einen Großteil der freien Mitarbeiter (als Teilzeitbeschäftigte) anzustellen: „Die finanziellen Auswirkungen berechnen wir noch genau.“

Laut einer ersten Berechnung würden dadurch die Personalkosten des AEC um 2,6 auf 5,7 Millionen Euro pro Jahr steigen. Die zuständigen Linzer SP-Politiker empfehlen, mit Anstellungen zurückhaltend zu sein. Sonst würde der AEC-Betrieb zu teuer, sagen SP-Rathauspolitiker.

Allerdings müssen die Probleme nun sehr schnell gelöst werden. „Ein Sonder-Aufsichtsrat soll noch vor Weihnachten dafür sorgen, dass die arbeitsrechtlichen Verfahren außergerichtlich geklärt werden“, sagt der stellvertretende AEC-Aufsichtsratschef und Personalstadtrat Klaus Luger (SP).

2 Kommentare
ich höre immer nur chefs! · von hanspeter72 · 13.12.2008 15:01 Uhr

aufsichtsrats-chef watzl!
aufsichtsrats-chef stv. luger!
nur eines wissen beide augenscheinlich nicht - wie man das aec führt!
kaufmann müsste man halt gelernt haben und nicht politiker!

 
Ganz so leicht ist's auch wieder nicht · von hopfo · 15.12.2008 09:28 Uhr

Die sind ja nicht dazu da das AEC zu führen, sondern jemanden für die Führung des AEC zu bestellen. Und schon geht's mit den Befindlichkeiten los, weil Personen reinprotegiert werden. D. h. nicht, dass die Personen unfähig sind, sondern dass sie von denen, die sich benachteiligt fühlen, boykottiert werden. 2009 ist Wahljahr und Kulturhauptstadtjahr, also was haben wir wohl an Zusammenarbeit zu erwarten? Wem nützt's, wenn das Kulturhauptstadtjahr ein Erfolg wird und wem, wenn's ein Misserfolg wird?

 

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