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Oberösterreich

Alpenverein kritisiert „leere Versprechen“ der Liftbetreiber

LINZ. Vorarlberg, Tirol und Salzburg haben die zehn Empfehlungen für Pistentouren und damit den Sport „offiziell“ anerkannt. Nur in Oberösterreich sei man von einer Lösung des Skitourenkonflikts meilenweit entfernt, kritisiert der Alpenverein.

4 Kommentare 15. Februar 2012 - 00:04 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
scarpanto (45)
15.02.2012 09:57 Uhr
Wie kommen die zahlenden Liftgäste dazu?

Obwohl ich selbst Alpenvereinsmitglied und zeitweise wirklicher Tourengeher (kein Pistengeher) bin, kann ich den Alpenverein in dieser Frage nicht unterstützen. Mit welchem Argument glauben manche, dass sie kostenlos Pisten benützen dürfen, für deren Herstellung und Präparierung Andere bezahlen? Warum sollten zahlende Benützer akzeptieren, dass ihnen neben der Kosten auch noch ein Sicherheitsrisiko aufgebürdet wird, weil Bergaufgehende naturgemäß einen anderen Bewegungsablauf haben als abfahrende Schifahrer?

Wer wirklich Tourengehen will, für den gibt es genügend Möglichkeiten, das wirklich zu tun, ein Parasitentum auf Schipisten ist nicht notwendig. Eine Ausnahme könnte man machen, wo bestehende Wege eben über Pisten verlaufen, aber dafür müsste man auch vernünftige Kennzeichnungen schaffen, damit sowohl Pistenbenützer als auch Geher klare Vorgaben haben.

(1)
Truchsess1 (194)
15.02.2012 09:08 Uhr
Unterschiedliche Sichtweisen

Als aktiver Tourengeher sehe ich diesen Trend unterschiedlich: einerseits bin ich froh, dass die Berge nicht noch mehr überlaufen werden, andererseits, kann ich aber auch die Liftbetreiber sehr gut verstehen, die eine Infrastruktur schaffen, die die Schifahrer bezahlen sollen und die Pistentourengeher mehr oder weniger gratis nutzen.
Ich möchte nur nicht, dass diese Pistentourengeher als Schitourengeher verpauschaliert werden. Ich betrachte sie nämlich nicht als Tourengeherkollegen im klassischen Sinne.

(1)
expertefueralles (1475)
15.02.2012 08:07 Uhr
die oberösterreichischen Seilbahnbetreiber

sind beim Handaufhalten für Unterstützungen aus öffentlichen Töpfen führend.

An einer Lösung der Tourengeherfrage (übrigens auch Steuerzahler) sind sie nicht interessiert. Siehe die diversen Stellungnahmen gewisser Seilbahn- und Liftbetreiber.

Die oberösterreichischen Touristiker handeln grob fahrlässig - treten sie doch eine für sie wie geschaffene Einnahmequelle mit Füßen.

Aufforderung an die Politik: sofortiger Stopp aller Unterstützungen und Förderungen für oberösterreichische Lift- und Seilbahnbetreiber. Solange die Tourengeher keine zufriedenstellenden Rahmenbedingungen vorfinden.

(1)
mue4tla (66)
15.02.2012 09:16 Uhr
Negativ-Beispiel Sternstein:

Die Liftgesellschaft hat 3 Geschäftsführer:
Alfred Hartl, Bürgermeister von Bad Leonfelden, Landessportdirektor!
Andreas Eckerstorfer, Tourismusdirektor von Bad Leonfelden, Sterngartl Geschäftsführer
Gerhard Zettler, Vorstand OÖ Ferngas

Bei zumindest 2 besteht ein massiver Interessenskonflikt was die Tourengeher-Thematik angeht.

Zumal ja auch die Stadt Bad Leonfelden als 11% Gesellschafter mit einigen Hafungen für die gesamte Gesellschaft einsteht.

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