
Der 43-jährige Lenker des Sattelschleppers war auf dem rechten, schneebedeckten Fahrstreifen unterwegs. Der Belgier musste plötzlich bremsen, nachdem der Pkw-Lenker vor ihm ebenfalls auf die Bremse gestiegen war.
Der Laster kam ins Schleudern, prallte zuerst gegen die mittlere, dann gegen die rechte Leitschiene. Dabei wurde eine Lärmschutzwand stark beschädigt. Die Ladung, Säcke mit Leinsamen, wurde überall verstreut. Der Lkw eines Neuhofeners wurde beschädigt, weil er über die verstreute Ladung fahren musste. Der Belgier wurde verletzt und von der Rettung in das AKH Linz gebracht.
Die Westautobahn war mehrere Stunden lang gesperrt. Es bildete sich ein zehn Kilometer langer Stau, der auch den Winterdienst in seiner Arbeit behinderte.
Rutsch- statt Fahrbahn
Oft verwandelten nur wenige Zentimeter Schnee wichtige Hauptverkehrsverbindungen in Rutschbahnen. Die Autobahnpolizei Haid zählte in der Nacht neun und in der Früh "unzählige weitere" Unfälle.
Zumindest bei zwei Crashs gab es Verletzte. Die Rettungsgasse habe "nicht einmal im Ansatz" funktioniert. "Überall kracht es", hieß es auch bei der Autobahnpolizei in Wels.
Überall schwierige Fahrverhältnisse
Die Innkreisautobahn (A8) war bei der Anschlussstelle Aistersheim nach zwei Unfällen teilweise gesperrt. Zusätzlich habe es zahlreiche weitere Kollisionen gegeben, jedoch keine Verletzten, sagt ein Polizist. Auf den übrigen Autobahnen und Straßen des Bundeslands war es zwar ruhiger, die Fahrverhältnisse wurden aber überall als schwierig beschrieben.
Zusammenstoß auf schneeglatter Fahrbahn
Mit der Beifahrerseite voran rutschte der Pkw einer 31-jährigen Frau aus Munderfing auf der Braunauer Landesstraße in das entgegenkommende Auto eines 34-Jährigen aus Friedburg. Die Lenkerin hatte auf Höhe der Ortschaft Achtal (Gemeinde Munderfing) die Kontrolle über das Auto verloren und war auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern gekommen.
Beide Autolenker und die Ehefrau des 34-jährigen Mannes, die auf dem Beifahrersitz saß, wurden verletzt. Die Rettung brachte das Paar ins Krankenhaus Braunau. Die Autolenkerin wurde mit dem Rettungshubschrauber Europa 3 in das Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht. An den Autos entstand Totalschaden.
Bei leichtem Schneefall war am Montag ein 19-jähriger aus Neumarkt im Hausruckkreis auf der B137 ins Schleudern geraten. Er kam von der Straße ab und wurde leicht verletzt.
Oberösterreich: 25000 Tonnen Salz verbraucht
25.000 Tonnen Salz hat der oberösterreichische Winterdienst in dieser Saison bisher verbraucht. Obwohl der Bedarf in den vergangenen Tagen enorm gewesen sei, habe man noch mehr als 42.000 Tonnen auf Lager, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (VP) am Dienstag. Der für Temperaturen jenseits von minus zehn Grad unübliche Schneefall erschwere die Arbeiten, sagte der Straßenbaureferent weiter. Da das Auftausalz bei der derzeit kalten Witterung nicht die gewünschte Wirkung entfalte, werde eine besondere Salz-Sole-Mischung auf die Straßen aufgetragen. "Dadurch wird die Gefriertemperatur unter die der Fahrbahntemperatur gesenkt."
Niederösterreich: Mehrere Unfälle auf der Westautobahn
Viel Geduld haben Autofahrer am Dienstag auch auf der Westautobahn in Niederösterreich gebraucht. Unfälle und Bergearbeiten behinderten den Verkehrsfluss erheblich. Die Rettungskräfte wurden allein bis 9 Uhr zu neun Unfällen gerufen. Bei einem Busunfall um 7.30 Uhr bei Böheimkirchen wurden fünf Schüler leicht verletzt. Der Bus, der eine Betonleitwand gerammt hatte, wurde durch ein Kranfahrzeug abtransportiert. Kurz darauf hat ein Lkw bei Böheimkrichen die Mittelleitschiene durchbrochen. Verletzt wurde niemand.
Auch auf der Bundesstraße B20 kam es zu einer Frontalkollision zwischen einem Pkw und einem Lkw-Transporter. Eine Autofahrerin war auf die Gegenfahrbahn geraten. Die Eingeklemmte wurde vom Notarzt aus dem Wagen gerettet. Auch die B35 war ebenfalls eine Stunde gesperrt, nachdem zwei Pkw frontal zusammengestoßen waren.
Burgenland: Fahrzeugbergungen halten Einsatzkräfte auf Trab
Das Burgenland ist seit Montagabend von Nord bis Süd mit Schnee bedeckt. Die weiße Pracht hält die Einsatzkräfte auf Trab. "Seit gestern, 17 Uhr, mussten die Feuerwehrmänner zu zwölf Fahrzeugbergungen ausrücken. Verletzt wurde niemand. Bis jetzt gibt es nur Blechschäden", sagt ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland am Dienstag. Seit Montagnachmittag waren laut Landesfeuerwehrkommando rund 100 Feuerwehrmänner mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Auch die Straßenmeistereien sind mit rund 90 Mitarbeitern und knapp 80 Fahrzeugen "im Vollbetrieb" unterwegs.
Problematisch sind auch die enorm tiefen Temperaturen, sagte Erwin Pausz, Leiter des Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd. "Das Salz wirkt langsam bis gar nicht", sagte er. Sein Appell an die Autofahrer: Unbedingt die Geschwindigkeit passen.
Salzburg: 185 Tonnen Splitt, 85 Tonnen Salz
Wegen der "sibirischen Kälte" und des Schneefalls hat der Magistrat der Stadt Salzburg den bisher "personalintensivsten" Räumungsdienst in diesem Winter verzeichnet. Von Montag, 23.00 Uhr, bis Dienstag, um 13.00 Uhr, seien 85 Tonnen Streusalz und 185 Tonnen Splitt gestreut worden. Ein Polizist der Verkehrsleitzentrale des Landespolizeikommandos sprach von einem "morgendlichen Chaos" auf Salzburgs Straßen, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Die winterlichen Fahrverhältnisse führten zu längeren Staus im Berufsverkehr. "Es herrschte großteils Schneefahrbahn, auch auf den Autobahnen. Es kam zu mehreren Unfällen, die meisten endeten mit Blechschäden."
Installateure tauten eingeeiste Unterflurkonvektoren in Wintergärten auf, wärmten vereistes Kaltwasser von Waschmaschinen, Waschbecken und WC-Anlagen in Häusern und Containern. Bei einer Tankstelle in Fuschl war eine Waschanlage eingefroren.
Wien: 2800 Kilometer Straßen und Radwege von Schnee zu befreien
In Wien fuhren knapp 1300 Magistrats-Mitarbeiter mit 409 Streu- und Räumfahrzeugen aus, um insgesamt 2800 Kilometer Straßen und Radwege vom Schnee zu befreien. Zudem waren 360 Personen für die Wiener Linien im Einsatz, um eventuellen Behinderungen vorzubeugen. Dennoch kam es zu punktuellen Verzögerungen. Am Dienstagabend nahmen darüber hinaus 132 private Streu- und Räumfahrzeuge ihren Dienst auf, in der Nacht folgten sämtliche Kleinfuhrwerke der Straßenreinigung. Aufgrund der anhaltenden Schneefälle und Schneeverwehungen sind in Wien am Dienstag die Kurzparkzonen aufgehoben worden. Die Regelung gilt den ganzen Tag.
Die winterlichen Verhältnisse haben am Dienstag den Flugverkehr am Wiener Flughafen behindert. "Es kam zu geringfügigen Verzögerungen sowohl bei Ankünften als auch bei Abflügen", sagte ein Sprecher. Er empfahl allen Reisenden, sich im Vorfeld auf der Homepage des Flughafens oder bei der jeweiligen Airline über die aktuellen Flugdaten zu informieren.
Von Eisenstadt bis Vorarlberg: Schneefall in allen Landeshauptstädten
"In allen Landeshauptstädten hat es heute früh Schneefall gegeben - das kommt nicht sehr oft vor", sagte ein Meteorologe der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Dienstag. Während es in Bregenz lediglich "Spuren von Neuschnee" gab, fielen in Eisenstadt und Klagenfurt acht Zentimeter Schnee.
Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee gab es in Kärnten, Verkehrsprobleme gab es dennoch kaum welche. Allerdings mussten auf zahlreichen Bergstraßen Ketten auf die Fahrzeuge montiert werden.

das gleiche gilt für gehwege und haltestellen - so auch heute in der innenstadt und bei den haltestellen der linz-linien.
das salz kann mann sich sparen! wäre ein angenehmeres gehen und mit weniger kraftaufwand.
wer gerne rutschen will macht das sowieso wo anders 
um 4Uhr 30 von der A1 über die A7 nach Linz unterwegs.Ich muss eines festhalten wer bei so einer schönen Schneefahrbahn das Fahren nicht kann(ich meine fahren und nicht schleichen)der sollte die Öffis nehmen und nicht hier herumsudern.In Tirol und Vorarlberg fahren bei dem bisschen Schnee nicht einmal die Räumahrzeuge aus.Bei uns wird Salz draufgestreut und dann geht die Rutscherei los...Schneefahrbahnen sollte man lassen wie sie sind.Empfehle Euch noch ein Winterfahrtraining dann habt Ihr beim Fahren nicht so die Hose voll.Ein kleiner Tipp an manche:Der Heckscheibenwischer und die dazugehörige Heizung darf und soll auch verwendet werden(zwecks Sicht nach hinten).

eine - bei diesen temperaturen supergriffige - schneefahrbahn ist kaum ein problem ...
est wenn das salz ... bei minusgraden jenseits unter 10° dazu kommt, dann wird`s eine stundenlange schmiererei!!!
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