
„Seit 8.30 Uhr geht in Aschach gar nichts mehr“, meldete gestern die Österreichische Wasserstraßengesellschaft „Via Donau“. Auch die Schleuse Ottensheim werde in nächster Zeit „zugehen“, und für die weiter stromabwärts gelegenen Schleusen in Abwinden, Wallsee und Ybbs/Persenbeug sollte es spätestens am Freitag ebenfalls heißen: Keine Passage mehr möglich. So die Auskunft von Reinhard Vorderwinkler von der Obersten Schifffahrtsbehörde in Wien.
Gesperrt würden die Durchfahrten, sobald die Schleusenverschlüsse nicht mehr gefahrlos bedient werden könnten. Im Einzelfall hänge das von der jeweiligen Wetterexponiertheit (speziell Ostwind) und der Geschwindigkeit der Strömung ab.
Stromversorgung gesichert
Müssen wir jetzt auch um die Stromversorgung durch die Wasserkraftwerke auf der Donau fürchten? Da gibt Florian Seidl vom „Verbund Österreich“, der für die Wartung der Schleusen zuständig ist, Entwarnung: „Das Eis stellt für uns überhaupt kein Problem dar“, sagt er. Es werde durch die vor den Turbinen installierten Rechen genauso abgehalten wie etwa angeschwemmtes Treibgut.
Entscheidend für die Stromversorgung sei die Wasserführung des Flusses, und die entspreche derzeit „einem durchschnittlichen Februarmonat“. Die großen Seen des Salzkammergutes haben derzeit noch keine tragfähige Eisdecke gebildet. Auf dem Traunsee treiben Eisschollen, nur in engen Buchten etwa im Bereich von Schloss Orth ist die Eisdecke begehbar. Zur Gänze zugefroren war der tiefste See des Salzkammergutes zuletzt am 30. Jänner 1963.
Gefahrlos eislaufen am Attersee kann man derzeit nur in der Bucht beim Schlosspark in Kammer. Und der Hallstätter See ist abgesehen von einem dünnen Eisrand noch „das reinste Wasser“.
Um 0 Grad, wärmer wird’s nicht
Normalerweise müssten die Temperaturen um den 7. Februar tagsüber schon deutlich im Plus liegen. Doch dieser Februar spielt da nicht mit: Die Werte bleiben bis auf weiteres „unterdurchschnittlich“.
Es sind keine guten Nachrichten, die Claudia Riedl, Wetterfee der Servicestelle Salzburg/Oberösterreich der Zentralanstalt für Meterorologie und Geodynamik (ZAMG), zu verkünden hat: Zwar werde am Mittwoch etwas mildere Luft nach Oberösterreich vordringen. Luft vom Süden. Doch wirksam werde sie eher in höheren Lagen. „In 2000 Metern steigen die Werte am Mittwoch immerhin von zuletzt minus 20 auf nur noch minus fünf Grad.“
Der Wind könnte die Luft an manchen Stellen kräftig durchmischen, dort kann es dann im Flachland bis zu zwei Grad „warm werden“, ansonsten bleibt’s bei bei Werten zwischen minus 2 und 0 Grad.
Die Kaltluft von Nordosten lässt sich nicht lange abschirmen: Am Donnerstag und Freitag sacken die Werte wieder deutlich ab. Am Wochenende setzt sich dieses „Wechselbad“ fort. Es wird eine Spur milder, doch auch dann sind zarteste Plusgrade im Flachland schon das höchste der Gefühle.
Pflanzen haben Frostschutz
Die „sibirische Kälte“ hat Oberösterreich fest im Griff. Tiere und Pflanzen verkraften die extrem frostigen Temperaturen laut Experten besser als viele Menschen.
Pflanzen haben einen dem Glykol ähnlichen Frostschutz. „Dieser verhindert, dass der Pflanzensaft gefriert und Zellen zerstört werden. Es entstehen keine Eiskristalle“, sagt Martin Pfosser, Botaniker des Biologiezentrums Linz. Im sehr milden Jänner zeigten sich bereits die ersten Schneeglöckchen, Schneerosen, Blausternchen und der Winterling. Pfosser: „Diese Pflanzen werden die Kältewelle problemlos überstehen – auch exotische Zierpflanzen wie die Zaubernuss aus Asien. Bei Maronibäumen können im Flachland wegen der fehlenden Schneedecke die Wurzelstöcke geschädigt werden.“
Vögel, die im Jänner mit ihren fröhlichen Gesängen schon den vermeintlichen Frühling begrüßten, haben nun wieder eine härtere Zeit. Naturbeobachter Herbert Rubenser von der Naturkundlichen Station der Stadt Linz: „Mit den frostigen Temperaturen kommen die Vögel gut zurecht. Durch das Aufplustern entsteht im Gefieder ein Luftpolster, der die Vögel gegen die Kälte schützt. So wird die Körpertemperatur von 40 bis 41 Grad gehalten.“
Ein Vogelsterben sei nicht zu befürchten. Rubenser: „Nur sehr schwache Kleinvögel sterben, wenn sie zwei Tage kein Futter finden. Für Wasservögel wird die Nahrungssuche wegen der zufrierenden Gewässer schwieriger.“ In der Donau und im Mitterwasser in Linz suchen allein 1500 Blässhühner, aber auch viele Enten, Schwäne, Reiher und 400 Möwen Futter. Futterhäuschen werden laut Rubenser von Singvögelscharen besucht: „Besonders begehrt sind Sonnenblumenkerne, Meisenringe, Freiland-Mischfutter, Apfelspalten und Nüsse.“
Jetzt trägt das Eis
Mindestens zehn Zentimeter dick muss die Eisdecke sein, dann kann man sich gefahrlos hinauswagen. Eislaufen und Stockschießen sind derzeit auf den meisten kleineren Steh- und Fließgewässern im Land bereits möglich. Auf dem Kamp in Liebenau sowieso, denn dort wurden gestern früh minus 25 Grad gemessen, da wächst das Eis. In Schärding ist die Pram schon zugefroren, am tragfähigsten ist das Eis in der „Lutzbucht“. Beste Eisverhältnisse gibt’s auch im Taferlklaussee bei Altmünster, im Krottensee und Laudachsee bei Gmunden, im Langbathsee und im Schilfgürtelbereich des Offensees bei Ebensee. Nur am Rand vom Eis „beleckt“ sind hingegen die großen Salzkammergutseen
Nur nicht einbrechen!
In den kommenden Tagen dürfte die Donau in Linz in ganzer Breite zufrieren. Betreten sollte man die Eisdecke aber ja nicht, denn sie bleibt zu dünn, um einen Menschen zu tragen. Was tun, wenn man plötzlich im Eis einbricht? Da rät Wasserretter Martin Haunschmidt (siehe „Oberösterreicher des Tages“):
• Hände aus dem Wasser strecken und bis zu den Unterarmen auf das Eis legen.
• Wie beim Brustschwimmen mit den Füßen strampeln.
• Auf die Eisfläche hinaufrollen.
• In Richtung Ufer wegrobben, keinesfalls aufstehen.
Vorsicht, wenn das Eis beim Betreten knirscht, wenn sich Risse zeigen oder Luftblasen aufsteigen.
Wetter auf nachrichten.at
Sehen Sie hier aktuelle Messwerte und Prognosen für die kommenden Tage!
Fotos gesucht!
Schicken Sie uns Ihre Winterbilder an online@nachrichten.at! Alle Einsendungen werden in einer Fotogalerie veröffentlicht.

... um den 7. Februar tagsüber schon deutlich im Plus liegen. Doch dieser Februar spielt da nicht mit: Die Werte bleiben bis auf weiteres „unterdurchschnittlich“.
das ist die "Klima"erwärmung!!!!
Auf die Frage eines deutschen Kollegen, warum er denn so blass sei, antwortete Josef Hader in einem Interview:
"Wissens, I komm aus Österreich.
Wir Österreicher haben da einen gewissen geschichtlichen Hintergrung.
Aus diesem Gurnd ist das Einzige, was i wirklich ned werden will - BRAUN!!!"
94-Jähriger fiel auf Trickbetrüger rein - Bankmitarbeiter rief Polizei
Marktforscher Tobias Weber: „Müssen den Mittelständlern die Angst nehmen“
Gmunden will am Donnerstag in Klosterneuburg ein Entscheidungsspiel erzwingen
Landesrechnungshof-Direktor Brückner: „Man muss eine dicke Haut haben“