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Donnerstag, 24. Mai 2012, 09:51 Uhr Linz  16°C ·  Freistadt  19°C ·  mehr Wetter »
Oberösterreich

Kein Ende der Eiseskälte: Minus 19,6 Grad in Windischgarsten

LINZ. In ganz Oberösterreich zeigen die Thermometer Tiefstwerte an: Mit Abstand am kältesten war es Montagmorgen in Windischgarsten mit Minus 19,6 Grad. Auf Platz zwei der Kältepole im Bundesland liegt Bad Ischl: minus 18,9 Grad. In den Nachtstunden hatte es an 67 Orten in Österreich minus 20 Grad. In ganz Europa kämpfen Länder mit der anhaltenden Kältewelle.

Meteorologin Claudia Riedl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat nachrichten.at die zehn kältesten Orte Oberösterreichs am Montag verraten.

Hinter Windischgarsten (minus 19,6 Grad) und Bad Ischl (minus 18,9 Grad) liegt Bad Zell mit minus 18,8 Grad auf Platz drei.

Auf Platz zehn mit minus 16,9 Grad

Die Blech-Medaille unter den Eistemperaturen holte Frankenmarkt mit minus 18,6 Grad, gefolgt von Reichenau und Kollerschlag mit jeweils minus 18,3 Grad. Bad Goisern frierte auf Platz sieben bei minus 18,1 Grad. In Freitadt zeigte das Thermometer minus 17,3 Grad, in Mattighofen war es ein bisschen wärmer mit minus 17 Grad. Auf Platz zehn liegt Micheldorf: minus 16,9 Grad.

Minus 15,1 Grad in Steyr

Im Vergleich dazu war es in der Linzer Innenstadt mit minus 12,4 Grad angenehm. In Steyr war es mit minus 15,1 Grad noch kälter, in Wels wurden minus 14,1 Grad gemessen.

Die "absoluten Minimaltemperaturen" wurden laut Riedl am Montag, 6. Februar, wie an jedem Tag, in der Früh gemessen.

Minus 16 Grad am Dienstag

Laut ZAMG-Prognose überwiegen am Dienstag dichte Wolken, es schneit leicht, wobei am meisten Schnee in der Region Pyhrn-Eisenwurzen zusammen kommt. Am Nachmittag kann es ein wenig auflockern. Am Morgen reicht die Temperatur von minus 16 bis minus zehn Grad, die Höchstwerte reichen von minus zwölf bis minus acht Grad. Es weht kalter Nordwind.

Geht es nach den Meteorologen, wird sich an der Wettersituation in Österreich soblad nichts ändern. Strengen Frost mit Spitzenwerten unter minus 20 Grad wird es weiter geben. Es wird zwar sonnig sein, es ist aber im Süden und Osten mit ein wenig Neuschnee zu rechnen. Am Donnerstag und am Freitag kann es vor allem in der Westhälfte Österreichs schneien.

Eis bringt Donauschifffahrt zum Erliegen

Zwar ist die Donau in Österreich erst an einzelnen Stellen wegen Eisbildung unpassierbar, da aber sowohl in Bratislava als auch in Deutschland nahe der österreichischen Grenze nichts mehr geht, kommt die Schifffahrt auf der Donau zum Erliegen. In Österreich stoppt das Eis die Schiffe in Altenwörth, auch die Schleuse Aschach ist gesperrt, sagte Reinhard Vorderwinkler von der obersten Schifffahrtsbehörde. Die OÖN berichteten bereits, dass Eis auf der Donau die Schifffahrt behindert.

Gesperrt werden Abschnitte oder Schleusen, wenn einzelne Schiffe nicht mehr durchkommen. "Der erste der steckenbleibt bekommt einen Eisbrecher, dann machen wir zu", sagte Vorderwinkler. Sobald die Außentemperaturen wieder über Null liegen, werde das Eis jedenfalls "mürbe" und bricht wieder auf. Die Donau friere im Winter oft zu, ungewöhnlich sei diesmal nur, dass es so schnell gegangen ist. Aber um auf die Donau hinauszugehen ist das Eis viel zu dünn. Selbst wenn es länger kalt bleiben sollte, empfiehlt er, der Eisfläche fernzubleiben.

Das Verkehrsministerium gibt den Eis-Status der Donau mit den gesperrten Abschnitten im Netz bekannt.

Viel Arbeit beim ÖAMTC wegen Kälte: 2222 Pannen am Wochenende

14857 Mal wurde die Nothilfe-Nummer 120 des ÖAMTC in Oberösterreich und Salzburg seit Monatsbeginn gewählt. 12 673 Mal wollten die Anrufer Hilfe bei einer Panne. Die restlichen 2184 Anrufe entfielen auf Schutzbrief-Hilferufe und Informationsgespräche. Alleine am Wochenende gingen  5312 Anrufe ein – 5052 Mal wegen einer Panne. "Wir erleben gerade ein extremes Einsatzhoch. Vom 1. bis zum 5. Februar wurden doppelt so viele Gespräche bearbeitet wie sonst", sagt Markus Achleitner, Leiter der ÖAMTC-Notrufzentrale Oberösterreich. Die meisten Anrufe für Oberösterreich und Salzburg gingen am Freitag, den 3. Februar, ein. Insgesamt waren es 4332 Anrufe, 3804 Mal wurde um Pannenhilfe gebeten. In Oberösterreich allein gab es 2222 Panneneinsätze am Wochenende.

Die meisten Einsätze seit Kälteeinbruch gab es am Freitag, 3. Februar. 2357 Mal wurde die Pannenhilfe beansprucht. Die meisten Einsätze betreffen Probleme mit der Batterie. Schöberl: "Die extreme Kälte macht alten oder schwachen Starterbatterien zu schaffen."

Österreich: 67 Ort unter minus 20 Grad

Wer sich derzeit in Österreich auf die Suche nach einem Ort begibt, an dem es Plusgrade hat, wird scheitern. Am Montagvormittag war Frohnleiten in der Steiermark der wärmste Ort des gesamten Landes - mit minus 8,9 Grad. Laut ZAMG hatte es in den Nachtstunden an 67 Orten minus 20 Grad und darunter. "Gefriertruhe" des Landes war Tannheim in Tirol mit minus 28,9 Grad. Temperaturen im zweistelligen Minus-Bereich gibt es in ganz Österreich, wie in Schoppernau in Vorarlberg (minus 26,1), auf der Rax (minus 20,9), am Salzburger Flughafen (minus 17,1), in Bad Bleiberg in Kärnten (minus 17,0) oder auf der Jubiläumswarte in Wien (minus 15,8).

Italien: 21 Menschen Opfer von Kältewelle

Nachdem am Wochenende 18 Menschen wegen der anhaltenden Kältewelle ums Leben gekommen sind, stieg die Zahl der Todesopfer am Montag auf 21. Ein Lkw-Fahrer wurde tot in seinem Fahrzeug in den Abruzzen gefunden. Die Leiche eines 84-Jährigen wurde in seiner Wohnung unweit der süditalienischen Stadt Tremoli gefunden. Der Mann war durchnässt in seine Wohnung zurückgekehrt. Ein Mann erfror in einem Haus in der lombardischen Provinz Mantua. Im Südtiroler Schliniger Tal ist eine Lawine abgegangen und hat eine Person verschüttet, die seither als vermisst gilt. Auch die Hügel rund um die sizilianische Metropole Palermo waren mit Schnee bedeckt. In ganz Italien stieg der Stromverbrauch enorm.

Europa: Mehr als 300 Menschen starben wegen der Kälte

In ganz Europa, speziell in Osteuropa, sind seit Beginn der Kältewelle, die bereits elf Tage andauert, mehr als 300 Menschen gestorben. Alleine in der Ukraine sind nach offiziellen Angaben 135 Menschen erfroren, in Rumänien kostete die Kälte 39 Menschen das Leben, in Ungarn starben allein am Wochenende zwölf Menschen, am Balkan 17, in Russland 64.

Bulgarien: Dorf unter Wasser

Nach der arktischen Kälte haben starke Regenfälle in Bulgarien zu Überschwemmungen geführt. Dabei kamen laut Radio mindestens fünf Menschen ums Leben. Das Dorf Bisser im Süden des Balkanlandes mit rund 800 Einwohnern stand am Montag fast komplett unter Wasser. Die Flut kam aus einem nahe gelegenen Stausee, dessen Damm die Wassermassen durchgebrochen hatten.

Mallorca: Eingeschneite Badestrände und Minusgrade

Die spanische Ferieninsel hat die tiefsten Temperaturen seit 40 Jahren registriert. An der Balearen-Universität in Palma de Mallorca sind am Sonntag minus 5,7 Grad gemessen worden. Eine solche Kälte hatte es zuletzt im Jahr 1972 gegeben. Die Höchsttemperatur stieg in der Inselhauptstadt nicht über 4,8 Grad, was ebenfalls den tiefsten Wert seit vier Jahrzehnten bedeutete. Am Wochenende hatte die Insel die stärksten Schneefälle seit 1956 erlebt. Im Bergland lag eine Schneedecke von bis zu 30 Zentimeter. Zeitweise waren auch die Badestrände eingeschneit.

Auch im Nordosten Tunesiens war es ungewöhnlich kalt. Die Temperatur sank auf minus vier Grad, mehrere Dörfer waren nach Schneefällen abgeschnitten.

Tschechien: Bis minus 39,4 Grad

Die Gemeinde Kvilda an der Grenze zu Bayern hält weiter den Kälterekord in Tschechien. Dort zeigte das Thermometer am Montag minus 39,4 Grad. Auch in der Hauptstadt Prag war es mit minus 19,2 Grad ungewöhnlich kalt. Die Extremkälte forderte am Wochenende sechs Tote. Zwei ältere Menschen kamen etwa ums Leben, nachdem ihre Heizungsanlagen Feuer gefangen hatten. Insgesamt sind in Tschechien 18 Menschen gestorben.

Die Feuerwehr warnte unterdessen davor, Metallgegenstände zu berühren. Bereits drei tschechische Jugendliche froren seit dem Kälteeinbruch vor einer Woche mit ihrer Zunge an Laternenpfosten fest. Sie wollten den Frost lecken.

Frankreich: Stromausfall befürchtet

Die Bewohner Südfrankreichs verbrauchen wegen der Kälte mehr Energie, weshalb Stromausfälle befürchtet wurden. Netzbetreiber RTE gab für die südfranzösischen Departements Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe aus. RTE erwartet, dass am Abend mit mehr als 97.900 Megawatt wieder ein Rekord im Energieverbrauch aufgestellt wird.

Türkei: 117.000 Erdbebenopfer wegen Kälte in Wohncontainern

Mehr als drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben in der osttürkischen Provinz Van trotzen 117.000 Menschen dem Winter in Wohncontainern. Gouverneur Münir Karaoglu sagte am Montag, bisher seien 28.500 Container aufgestellt worden. Rund 7500 Menschen müssen trotz eisiger Temperaturen noch immer in Zelten leben. In Van sinken die Temperaturen derzeit nachts bis auf minus 16 Grad.

Polen: 62 Menschen gestorben

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien neun Kältetote im Nordosten gezählt worden, sagte die polnische Polizei am Montag. Die meisten seien Obdachlose, die betrunken gewesen seien. Wegen Öfen, die nicht richtig verwendet wurden, kam es vermehrt zu Bränden und Vergiftungen mit Kohlenmonoxid. Von Freitag bis Sonntag wurden landesweit 1.543 Brände gemeldet, die 15 Menschenleben forderten.

Rumänien: Opferzahl auf 39 gestiegen

In Rumänien sind in der Nacht auf Montag fünf Menschen erfroren, teilte das Gesundheitsministerium in Bukarest mit. Die Gesamtzahl der Kältetoten stieg damit auf 39. Bei den Opfern handelte es sich vor allem um Obdachlose, aber auch um Menschen, die kein Geld für die Heizung hatten. Unterdessen tobten neue Schneestürme, vor allem im Süden des Landes. 2.667 Schulen wurden geschlossen.

Serbien: Ausnahmezustand verhängt

Zehn Menschen hat die Kälte inzwischen in Serbien das Leben gekostet. Die Regierung hat wegen des anhaltenden Frosts am Sonntagabend den Ausnahmezustand verhängt. Er soll den Behörden ermöglichen, auch private Unternehmen in die Schneeräumung einzubinden. Ab Montag sollen 19.000 Soldaten zum Einsatz kommen. Nach Angaben der Behörden sind in Kroatien und Serbien derzeit 70.000 Menschen von der Umwelt abgeschnitten.

Schweiz: Minus 35,1 Grad gemessen

In der Schweiz wurde in der Nacht auf Montag die tiefste jemals gemessene Temperatur auf bewohntem Gebiet festgehalten: Minus 35,1 Grad zeigten die Thermometer in Samedan (Kanton Graubünden). Auf der Glattalp (Kanton Schwyz) wurden minus 45 Grad registriert.

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Jja Kleidung, da haperts! · von wilderer (1259) · 06.02.2012 21:00 Uhr

Lauter Plastikklumpert aus Südostasien und das beste sind die Winterstiefel Sorel(früher Kanadische Schuh), die ich meiner Tochter kaufen wollte - made in China! Ich faß es nicht! Na sind wir halt zum Roither Schuster auf ein Paarl Bilgeri! Jetzt gehn die Winterstiefel mit Ihr und bald die Füß ausgewachsen sind, gibts ein Paarl in Ochsenblutrot maßgschneidert, die halten dann bis zur Pension!

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wilderer! exakt, so ist es! · von mausfanger (18420) · 06.02.2012 21:07 Uhr

mit zb. € 19.90 deichfrauen-patscherl kommt eine(r) nie durch diesen winter!

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SORRY · von ryke (26) · 06.02.2012 20:35 Uhr

weiß nicht wieso mein komentar so oft da steht - habe ihn nur 1x abgeschickt

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Artikel 06. Februar 2012 - 10:44 Uhr
nachrichten.at
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Bild: Reuters

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