
"Es bleibt bis Mittwoch kalt", sagt Claudia Riedl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Außenstelle Salzburg (ZAMG). Samstag pendeln sich die Temperaturen in Oberösterreich zwischen -7 und -13 ein. Nachdem sich Samstag der Himmel eher bedeckt zeigen wird, erwartet die Meteorologin für Sonntag mehr Sonne.
Lawine tötete Südtiroler Biathlon-Rennleiter und Schwager
Bei einem Lawinenabgang im Hinterern Antholzer Tal in Südtirol sind am Samstag der bekannte Biathlet Hubert Leitgeb aus Antholz und dessen Schwager Lorenz Keim (43) aus Sterzing getötet worden.
Vorchdorf: Feuerwehr rettete eingefrorene Schwäne
Vier Einsätze innerhalb von drei Tagen hielten die Freiwillige Feuerwehr Vorchdorf auf Trab. So mussten am vergangenen Mittwoch zwei eingefrorene Schwäne befreit werden. Die beiden Tiere wurden in der Nacht vom Eis überrascht und konnten sich selbstständig nicht mehr daraus befreien. Anrainer bemerkten dies und alarmierten unverzüglich die Freiwillige Feuerwehr Vorchdorf. Mit einer Stange wurde das Eis zertrümmert. Somit konnten die Vögel sicher an Land gelangen.
Bereits am nächsten Tag waren erneute Auswirkungen des strengen Winters zu spüren. Eisplatten versperrten einen Zufluss zum Messenbach und verursachten so einen Eisrückstau. Wiederum von aufmerksamen Anrainern alarmiert, rückte die Freiwillige Feuerwehr Vorchdorf aus. Die Eisplatten wurden zerstoßen und somit war der Zufluss wieder frei.
Noch am selben Abend kam es in der Streiningerstraße zu einem Rohrbruch. Das Wasser stand im Keller des Einfamilienhauses 10 cm hoch. Mittels Nasssaugern wurde das Wasser von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Vorchdorf abgepumpt.
Kärntner erfror vor seinem Haus
Ein 66-jähriger Kärntner hatte sein Auto abgestellt und wollte das letzte Stück - knapp 50 Meter - auf dem schneebedeckten, eisigen Weg zu seinem Haus gehen. Dabei kam er zu Sturz. Der Mann konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen und erfror. Der Tote wurde Samstag früh von einem Gemeindearbeiter auf dem Zufahrtsweg zu einer Wochenendhaussiedlung auf der Turracher Höhe (Bezirk Murau) gefunden.
Salzburg: Fernwärme fiel aus
Ein Lagerschaden beim Schwerölkessel im Heizkraftwerk Mitte (HKW) ist die Ursache für die Störung der Fernwärmeversorgung in der Stadt Salzburg. Betroffen sind rund 10.000 Haushalte vor allem in den östlichen Stadtteilen Aigen und Parsch sowie Teilen der Innenstadt. Dort werden die Heizkörper nicht warm. Es hänge vom jeweiligen Versorgungsstrang ab, ob man betroffen ist oder nicht, erklärte Martin Jager von der Salzburg AG.
Eislaufen mitten in Klagenfurt
Der Lendkanal, der von der Klagenfurter Innenstadt zum Wörther See führt, ist am Samstag vom Eislaufverein Wörthersee für den Winterspaß auf Kufen freigegeben worden. "Ich habe das Eis geprüft, es ist 22 Zentimeter dick und in Ordnung", sagte Eismeister Friedrich Rupnik.
267 Kälte-Tote
Superkälte und Schneemassen haben weite Teile Europas ins größte Winterchaos seit Jahrzehnten gestürzt. Nach zwei Tagen ununterbrochenen Schneefalls in Serbien bereitet die Regierung laut Medienberichten den Ausnahmezustand vor. In Belgrad, Rom und anderen Städten brach der Verkehr zusammen, Menschen waren nach Lawinen in Tunnel eingeschlossen. Die Zahl der Kältetoten stieg europaweit auf über 267. Die Kältewelle erreichte inzwischen sogar Nordafrika.
Notstand in Kroatien
Nach der völlig ungewöhnlichen Kältewelle mit 30 Zentimetern Schnee an der südlichen kroatischen Adria ist in Dalmatien der Notstand ausgerufen worden. In der größten Hafenstadt Split brach der Verkehr zusammen. Rund 3.000 Menschen mussten im Hinterland ohne Strom auskommen. Auf der Brücke zwischen der Hafenstadt Rijeka und der Insel Krk wurden Orkanböen von 205 Kilometern in der Stunde gemessen.
Russland: Eltern und sieben Kinder starben bei Brand
Trotz verstärkter Polizeipatrouillen zur Suche nach Kälteopfern erfroren sieben Menschen, wie das Innenministerium am Samstag mitteilte. Seit Beginn der Kältewelle erfroren in Polen insgesamt 45 Menschen. Ukraine: 122 Menschen erfroren Bei der Extremkälte in der Ukraine sind erneut mindestens 21 Menschen erfroren. Die Zahl der Kältetoten stieg damit auf 122 in diesem Winter, wie das Zivilschutzministerium am Samstag in Kiew mitteilte. Die meisten Opfer waren demnach Obdachlose. Rumänien: 28 Tote innerhalb von 24 Stunden In Rumänien sind binnen 24 Stunden weitere vier Menschen erfroren, wie das Gesundheitsministerium in Bukarest am Samstag mitteilte. Die Gesamtzahl der Kältetoten seit Beginn des extremen Frosts vor einer Woche stieg damit auf 28. Der Frost ließ inzwischen leicht nach. Die Temperaturen stiegen mancherorts über Null. Zugleich setzten wieder heftige Schneestürme ein. Bulgarien: Donau fast zugefroren Trotz steigender Temperaturen haben dicke Eisschollen auf der Donau die Schifffahrt auf dem bulgarischen Abschnitt weiterhin erschwert. Bei den Städten Silistra und Tutrakan sei die Donau noch immer zu 60 Prozent zugefroren, berichteten bulgarische Medien am Samstag. Inzwischen ließ der Frost in dem Balkanland nach. Die Temperaturen stiegen am Samstag wieder über null Grad. Doch in den kommenden Tagen wird in Bulgarien eine neue Kältewelle mit viel Schnee erwartet Schweiz: -34 Grad Auch in der Schweiz purzeln die Temperatur-Minusrekorde. Manche Orte erlebten die kälteste Februarnacht seit über 30 Jahren - so etwa in der Nordwestschweiz und vom Kanton Zürich bis in den Thurgau, meldete der Wetterdienst des Schweizer Fernsehens. Am kältesten ist es derzeit in Schwyz und Graubünden: Der Wetterdienst Meteomedia maß auf der Schwyzer Glattalp -34 Grad und SF Meteo kam auf der Alp Buffalora am Ofenpass auf eine Temperatur von -31,3 Grad. Grund für die tiefen Temperaturen seien wenig Wind und eine sternenklare Nacht. Italien: Mindestens acht Tote Die Kältewelle, die Italien seit Tagen im Griff hält, hat am Samstag mindestens acht Todesopfer gefordert. Ein 34-Jähriger wurde unweit der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila in seinem vom Schnee blockierten Auto tot aufgefunden. Italien: 70 Zentimeter Schnee Schnee fiel in den süditalienischen Regionen Kalabrien und Basilikata. In der Bergregion Irpinien fielen über 70 Zentimeter Schnee. Auch in der süditalienischen Adria-Region Apulien und in Neapel wurden Schneefälle gemeldet. Fähre rammte im Schneesturm Damm Eine Fähre mit 263 Passagieren und 53 Besatzungsmitglieder an Bord, die am Freitagabend vom Hafen der Stadt Civitavecchia nördlich von Rom abgefahren war, hat wegen der hohen Wellen und einem Schneesturm einen Damm gerammt. Dabei bildete sich ein Riss im höheren Teil des Schiffes. Keiner der Personen an Bord wurde verletzt. -10 Grad in Turin Auch Norditalien bleibt im Würgegriff klirrender Kälte. Bologna erwachte unter einer hohen Schneedecke. In Triest erreichte der Wind eine Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h. Die Temperaturen erreichten minus fünf Grad. In Turin sank der Thermometer in der Nacht auf Minus zehn Grad. Die Autobahnstrecke Rom-Pescara wurden für alle Fahrzeuge gesperrt. Die italienische Straßenpolizei rief die Italiener auf, auf Autofahrten in Richtung Mittelitalien zu verzichten. Rom: 40 Flüge gestrichen Die Fluggesellschaft Alitalia strich am Samstag 40 Flüge vom römischen Airport Fiumicino. Im gesamten italienischen Flugverkehr kam es wegen der Wetterlage zu Verspätungen. Auch das Bahnnetz wurde von der extremen Wetterlage belastet. Belgrad: Verkehr brach zusammen Anhaltende Schneefälle haben Belgrad lahmgelegt. In Süd- und Westserbiens spitzten sich unterdessen die durch Schneefälle schon vorher verursachten Probleme weiter zu. Ein Ausnahmezustand wurde nach Angaben der Behörden bisher in 26 Gemeinden ausgerufen. Über Verkehrsprobleme wurde auch aus Montenegro berichtet, wo es am Freitag zur Einstellung des Verkehrs auf der wichtigsten Straßenverbindung zwischen der Hauptstadt Podgorica und Bijelo Polje im Norden des Landes kam. Helsinki: 40 Verletzte Selbst im schneegewohnten Finnland hat das Winterwetter am Freitag zu einer Serie von Auffahrunfällen mit rund 40 Verletzten allein in der Hauptstadt Helsinki geführt. Schlafloser Bär flüchtete in Polen ins Winterquartier Erleichtert über den Rückzug des Tieres in seine Schlafhöhle dürften auch die Wildhüter des Nationalparks Babia Gora sein, die mehrmals Spuren des Tieres in der Nähe beliebter Wanderpfade entdeckt hatten. Nun ist es in dem Park minus 20 Grad kalt, und vom Bären ist nichts mehr zu sehen. Heathrow: Britischer Flughafen strich ein Drittel der Flüge Der neue Flugplan soll am Samstagabend auf der Heathrow-Website veröffentlicht werden. Der Flughafenbetreiber BAA erwartet, dass mehr als 70 Prozent der Passagiere trotzdem reisen können. Man habe den von den Absagen Betroffenen rechtzeitig Bescheid geben wollen, damit sie noch "relativ komfortabel" umbuchen können, sagte Boivin. Montenegro: Schnee schüttete Tunnel zu: 90 Menschen befreit Die Tiefsttemperaturen von heute Nacht in Oberösterreich: -21,1 Grad Frankenmarkt -19,1 Grad Bad Zell -18,6 Grad Bad Ischl -18,1 Grad Bad Goisern -17,8 Grad Mattighofen -17,7 Grad Mondsee -17,6 Grad Reichenau -17,5 Grad Vöcklabruck -17,2 Grad Braunau -17,0 Grad Kollerschlag Die Statutarstädte Oberösterreichs: -12,6 Grad Linz -15,2 Grad Wels -16,0 Grad Steyr Die aktuellen Messwerte aus Oberösterreich finden Sie hier Sie haben tolle Winterbilder? Dann schicken Sie uns diese Fotos! Die Top3-Österreich -28,3 Grad Seefeld (1100 Meter Seehöhe) -26,9 Grad Ehrwald -26,5 Grad Schoppenau
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