
Der anhaltende Luftstrom aus dem Osten lässt unser Land bibbern. Die tiefsten Temperaturen der Nacht in Oberösterreich:
-18,9 Grad Reichenau im Mühlkreis
-18,0 Grad Frankenmarkt
-17,8 Grad Freistadt
-17,5 Grad Wolfsegg
-17,3 Grad Bad Zell
-16,8 Grad Rohrbach
-16,0 Grad Kollerschlag
-15,9 Grad Steyr
-14,8 Grad Wels
-13,2 Grad Linz
Die aktuellen Messwerte finden Sie hier
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Der Kältepol Österreichs lag in der vergangenen Nacht in Tirol: In Seefels fiel die Temperatur auf -22,9 Grad. Dahinter reihten sich Litschau (Waldviertel) mit -22,6 Grad und Maria Zell mit -20,8 Grad ein.
"Es wird in der kommenden Nacht noch einmal um ein, zwei Grad kälter", sagt Claudia Riedl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Außenstelle Salzburg (ZAMG). "Wenn's wolkenlos ist, kann's auch -25 Grad haben", sagt die Meteorologin.
Rekord bei Panneneinsätzen
Die eisigen Temperaturen haben die Panneneinsätze des ÖAMTC in den vergangenen Stunden mehr als verfünffacht. Grund dafür sind in 97 Prozent aller Pannenhilfeeinsätze die Batterien und eingefrorene Kühlerschläuche und Scheibenwaschanlagen. "Alleine am Donnerstag wurde mit 1672 Pannenhilfeeinsätzen ein neuer Einsatzrekord seit unseren Aufzeichnungen erzielt und tausende Telefonate und Dienstleistungen abgewickelt“, sagt Manfred Schöberl, Technischer Leiter des ÖAMTC.
Auch am Freitag setzte sich dieser Trend fort. Bis 8.30 Uhr langten schon mehr als 1400 Notrufe und Telefonate ein. Die Pannenhilfe-Mannschaft wurde von 40 auf 100 Mitarbeiter pro Schicht verstärkt.
Minus 20 Grad bringen Dieselfahrzeuge zum Stillstand
Dieselfahrzeuge sind im Winter problematischer als Benziner. Immer wieder kommt es bei den derzeit frostigen Temperaturen vor, dass der Kraftstoff während der Fahrt Probleme macht und "einfriert". Die Ursache dafür liegt nicht im Kraftstoff, sondern in den Wasserrückständen, die sich im Dieselfilter ansammeln. "Diesel kann bis zu acht Prozent Wasser aufnehmen. Das kann im Winter einfrieren und den Kraftstofffluss unterbinden", erklärt ÖAMTC-Techniker Herbert Breitenfellner. Neben den Wasserrückständen kann auch das im Diesel enthaltene Paraffin Probleme verursachen. "Paraffinflocken bilden sich bei ungefähr minus 20 Grad. Das Ergebnis ist dasselbe wie bei den Wasserrückständen - verstopfte Leitungen und Filter", sagt der Experte.
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