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Oberösterreich

„Kuckuckskinder“: Behörde prüft Abstammung aller Geschwister

LAUSSA, WEYER. Für den Familienurlaub kellnerte ein Schichtarbeiter bei Zeltfesten und fuhr auch am Sonntag in die Firma. Nach Vaterschaftstests weiß er, dass keines der vier Kinder von ihm stammt. Gestern begann am Bezirksgericht Weyer ein Zivilprozess gegen einen Nebenbuhler.

Albert Seeger-Wiesinger schnürte der Kummer mehrmals die Kehle zu. Wenn die Bitterkeit hochkam, vergrub der Schichtarbeiter gestern sein Gesicht vor Richterin Christine Hiemesch-Hofmeister. Der 49-jährige Mannskerl aus Laussa, der nebenberuflich als Türsteher in Discos jobbte, rang am Bezirksgericht Weyer um Fassung. „Er soll dafür bezahlen, was er angerichtet hat“, blickte der Familienvater düster auf einen Nebenbuhler.

Genau sind es 72.000 Euro, die der von seiner nunmehrigen Ex-Lebensgefährtin über Jahre betrogene Mann nachträglich an Alimenten für den heute 24-jährigen Sohn einfordert. Während ihrer Liebschaft hatte er Tag und Nacht geschuftet, nach Feierabend in Bierzelten gekellnert und Überstunden gemacht. Um das Geld kaufte er seinen Kindern Computer, Markenmode, Fahrräder und ein Moped. Selbst vergönnte er sich nur Gebrauchtwagen, Hobbys kannte er nicht. „Ich habe immer gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet“, sagte der 49-Jährige. Bis ein Vaterschaftstest heuer im Frühjahr Befürchtungen bestätigte: Seeger-Wiesinger hat vier „Kuckuckskinder“ großgezogen.

Bei seinem Ältesten ist die Abstammung geklärt. Der Altbauer Franz S. (72), bei dem die Familie drei Jahre in Miete auf dem Hof gewohnt hat, hat den Sohn gezeugt. Als Beklagter saß der Pensionist, der wegen kaputter Bandscheiben in Frührente ging, mit verschränkten Armen neben seinem Anwalt. Welche Traktoren und Maschinen er besessen hat und wie viel er an Förderungen kassiert hat, wollte dem Landwirt nicht einfallen. Schadenersatzangebot machte der Schweigsame keines, Worte des Bedauerns auch nicht. Die Bezirkshauptmannschaft lässt nun die Abstammung aller Geschwister erheben. Das Gericht wird Seeger-Wiesinger eine Summe zusprechen. „Das Geld bekommen die Kinder“, sagte der Ziehvater ehe er zum nächsten Nebenjob eilte.

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typsich mann typisch frau · von katze31 (3) · 26.11.2011 20:12 Uhr

wenn man die postings so durchliest, das alte thema wer ist böser mann oder frau ? meine güte bin ich das leid immer das gleich wer ist besser. ich bin ein kuckuckskind und es gibt hochrechnungen die aus krankenhäuser stammen im zusammenhang mit organspenden blut etc etc krebserkrankungen in österreich sollen ca 2o % der kinder kuckuckskinder sein.. und das hat nichts mit der "modernen " zeit zu tun... das war schon immer so und wird sich nie ändern.. lügner(inen) und betrüger(inen) gab es schon immer und wird es immer geben.. die kinder sollte man schützen indem man mit solch einer geschichte nicht in die medien geht

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Wovor sollte man die Kinder schützen? · von yelka.schmidt (1) · 27.11.2011 12:10 Uhr

Du als K-Kind Katze31 findest es also ok, dass alles so bleibt wie es ist und stützt Dich dabei auf die Aussage, dass es so etwas schon immer gegeben hat und immer geben wird? Ich bin auch ein K-Kind und gehe gerade gerichtlich dagegen an. Ich habe ein Recht auf Identität und die, die mir eine falsche Identität gegeben haben (und das in meinem Fall wissentlich und abgesprochen) gehören dafür bestraft. Mein sozialer Vater ist und bleibt mein Papa aber entgegen der emotionalen Verbundenheit wurde er finanziell ausgenutzt und auch das gehört aufgeklärt. Um eben diese ewige Kette vonb Lug und Betrug zu beendet brauchen wir gesetzliche Novellierungen. Dann muss kein sozialer Vater sein Gesicht vor Gericht verbergen weil er trauert und wütend ist, dann muss man mit solchen erschütternden Geschichten nicht mehr an die Öffentlichkeit, dann gibt es z.B. DNA Abstammungsgutachten bei jedem Kind innerhalb der ersten Tage nach Geburt. www.kuckucksvater.wordpress.com

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das schaut · von sirius (1955) · 25.11.2011 20:04 Uhr

nach 16-ender geweih aus,was dem herrn aufgesetzt wurde.

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Artikel 25. November 2011 - 00:04 Uhr
Hannes Fehringer
Bild vergrößern »Kuckuckskinder«: Behörde prüft nun Abstammung aller Geschwister

Klage eingereicht: »Ziehvater« Albert Seeger-Wiesinger   Bild: feh

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