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Oberösterreich

Werner Riegler: Ein Top-Physiker an der Bassgitarre

Mehr als 150 Zuhörer wollten am Wochenende im Kinosaal von Grein „ihren“ Experimentalphysiker hören: Werner Riegler, gebürtiger Greiner, forscht seit 15 Jahren am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf. Dort ist er für die technische Leitung des ALICE-Experiments am Teilchenbeschleuniger LHC zuständig. Auf Einladung des Kulturvereins Grein gab er jetzt Einblick in seine Arbeit.

ALICE steht für „A Large Ion Collider Experiment“. Dabei werden Blei-Ionen in dem 26,7 Kilometer langen LHC aufeinander losgelassen und zerfallen bei unvorstellbaren Temperaturen in ein „Plasma“, wie es kurz nach dem Urknall existiert haben muss. Bis Ende 2012 wollen die Forscher um Riegler herausfinden, wie sich aus solchen Plasma-Fragmenten die heutigen Elementarteilchen bildeten.

Werner Rieglers Vater war Elektriker bei den Ennskraftwerken, die Mutter Sozialarbeiterin. Mit seiner Gattin Edda, Physikerin am CERN, und den beiden Töchtern kommt der hochbegabte Filius noch heute oft „back to the roots“. 2010 führte er 30 Mitglieder des Greiner Kulturvereins durch das CERN – und ließ sich dabei gerne zum Vortrag in Grein überreden. Auch beim AEC-Schwerpunkt „Origin“ heuer in Linz war er unter den Vortragenden.

Riegler studierte an der TU Wien Technische Physik und wechselte nach drei Jahren als PostDoc in Harvard im Jahr 2000 ans CERN. Dort macht er auch als Bassgitarrist einer Physiker-Rockband Furore. Im Winter zieht es ihn zum Skifahren nach Chamonix, in der Freizeit baut er Sonnenuhren: Für einen CERN-Forscher ist halt alles eine Frage der Zeit.

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Artikel 31. Oktober 2011 - 00:04 Uhr
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Werner Riegler (41), Beruf: Experimentalphysiker, Zuhause in: Genf (Schweiz), Familie: verheiratet, zwei Kinder  Bild: privat

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