Mit vier Jahren Verzögerung wird der Bau der Entlastungsstraße in Angriff genommen. Trotz heftigen Widerstands von Anrainern und deren Interessensgruppen musste kein einziger der insgesamt 50 Grundeigentümer enteignet werden. 8,6 Millionen Euro investierte das Land allein in die Ablöse von Grund und Boden: „Das Geld ist aber gut investiert, denn die Umfahrung bringt mehr Verkehrssicherheit und weniger Staus“, sagt Straßenbaureferent Franz Hiesl (VP).
Das 5,1 Kilometer lange Straßenstück kostet nach derzeitiger Berechnung 107 Millionen Euro, also mehr als 20 Millionen je Kilometer. Zwischen 30 und 50 Prozent des Verkehrsaufkommens können von der jetzigen B1, die den Marktplatz durchschneidet, auf die Umfahrungsstraße geleitet werden. Eine Entlastung erfährt auch die Stiftskreuzung. Bis dahin müssen sich die Lambacher und Edter Bundesstraßen-Anrainer aber gedulden. Mit der Freigabe der Umfahrung ist erst Ende 2015 zu rechnen. Die Bauarbeiten beginnen im März nächsten Jahres.
Auch wenn die Ampel für die Ortsumfahrung nun endgültig auf Grün steht, ist die Euphorie bei Lambacher Politikern gedämpft. Denn während der Landesausstellung im Frühjahr 2015 wird der Verkehr noch durch die Stiftsgemeinde rollen. Bürgermeisterin Christine Oberndorfer (VP) empfindet dies als Einschränkung. Für die ambitionierten Pläne im Ort sei dies eine Katastrophe, so Oberndorfer zu den OÖNachrichten.
Die dringend erforderliche Marktgestaltung müsse nun auf die Zeit nach der Landesausstellung verschoben werden.
Umfahrung: Nur der erste Teil
Die Umfahrung Lambach bestand ursprünglich aus zwei Abschnitten. Nach Anrainerprotesten wurde der Südostteil zurückgereiht. Dieser hätte das Edter Ortsgebiet durchtrennt. Übrig blieb die Nordumfahrung, für die fast ausschließlich Ackerland und Waldflächen geopfert werden müssen.
Unser Steuergeld wird ständig für neue Transitstrecken rausgeschmissen. Bei der Bahn ist dafür kein Cent dar. Ich schäme mich mittlerweile für diese Landesregierung. Selten so was rückständiges erlebt.
In Stadl-Paura findet die Landesausstellung 2016 statt.
Aber viel aufregender ist, dass die Umfahrungmehr als 100 Millionnen Euro kostet. Das sind doch im guten Geld 1,5 Milliarden.
Also 1.500.000.0000 Schilling ist doch ein bisschen viel für 3000 Lambacher.
Der Fehler liegt auf Seiten des Landes. Weil die Gemeinde Edt Wohnbuagebiete neben geplanten Umfahrungsstraßen widmet, müssen am Ende sinnlos teure Tunnel auf Kosten der Allgemeinheit gebaut werden.
Und für Investitionen in den öffentlichen Verkehr (z.B: Bahn) fehlt Geld:
Beispiele:
Einstellung Haager Lies (Ein eigenes Gleis auf der Westbahn hätte ca, sieben Millionen gekostet.)
Summerauerbahn: Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gibt es Pläne zum Ausbau. Passiert ist nichts. Dafür wird die S10 um ca. 700 Mio Euro gebaut.
Pyhrnbahn: DIe Strecke stammt teilweise noch aus dem 19. Jhd. Hiesl wollte aber die Pyhrn-Autobahn. Allein der Vollausbau auf der oberösterreichischen Seite wird weitere hunderte Mio. Euro kosten. Dafür hat aber das Land (mit Zustimmung der Grünen) ein Sparpaket für den öffentlichen Verkehr beschlossen. Allein 2011 müssen 11 Mio. eingespart werden.
Wir werden für dieser Verkehrspolitik (v.a. aber die nä. Generationen) noch viel zahlen müssen. Einerseits wurden riesige Schuldenstände aufgebaut, auf der anderen Seite wird die Reparatur dieser verfehlten Verkehrspolitik viel Geld kosten.
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